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Dienstag, 27. Juni 2017

Ehrengastauftritt Frankreich: „Öffnung hin zu einem Europa der Gastfreundschaft“ - Ehrengastpräsentation im Zeichen der Vielstimmigkeit

134 Autoren und Künstler aus Frankreich, der französischen Schweiz, Belgien, Luxemburg, Kanada sowie aus Afrika, Asien und dem Maghreb werden ihre Werke auf der Frankfurter Buchmesse vorstellen. Wajdi Mouawad wird als literarischer Redner zur Eröffnung der Buchmesse (Dienstag, 10. Oktober 2017) erwartet. Wajdi Mouawad ist Autor, Schauspieler und Dramaturg libanesischer Herkunft und aktuell Direktor des Théâtre national de la Colline in Paris. Er repräsentiert den Ehrengastauftritt in optimaler Weise durch seinen Werdegang und seine Art, mit Sprache in ihrer ganzen Vielfalt umzugehen. Der Ehrengastauftritt wird von einer beeindruckenden Anzahl von Übersetzungen begleitet: 130 deutschsprachige Verlage übertragen 473 Romane, Sachbücher, Kinder- und Jugendbücher und Graphic Novels ins Deutsche (Stand Juni 2017).

„Mit weit mehr als hundert französischsprachigen Autoren, die auf der Frankfurter Buchmesse anwesend sein werden, und hunderten Kulturveranstaltungen inner- und außerhalb der Buchmesse, steht „Francfort en français“ als Symbol eines neuen Aufschwungs zwischen Frankreich und Deutschland und vermittelt eine sehr starke Öffnung in Richtung eines Europas der Gastfreundschaft“, sagte Paul de Sinety, Vorsitzender des Ehrengastauftritts.

„In einer Zeit, in der Europa politisch zunehmend unter Druck gerät und in dessen Bevölkerung wir tiefe Risse beobachten, festigt der Auftritt Frankreichs auf der Frankfurter Buchmesse die engen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich. Gleichzeitig entsteht hier ein lebendiger kultureller Raum, der weit über geographische Grenzen hinausweist. In wenigen Wochen werden wir in Frankfurt Autoren erleben, die sich mit ihrer (Wahl-)Heimat auseinandersetzen, das Bild Frankreichs in der Welt hinterfragen und neu erfinden, mit Vorurteilen und Klischees aufräumen. Und dies unabhängig davon, ob sie nun in Frankreich geboren sind oder aus beruflichen, politischen oder persönlichen Gründen das Französische als ‚langue de préférence‘ angenommen haben“, so Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, auf der Pressekonferenz.

Ehrengastpräsentation: Experimentierraum der Vielstimmigkeit

Im Zentrum des Gastlandauftritts steht die Ehrengastpräsentation. Auf einer Fläche von 2.500 Quadratmetern entsteht im Forum, Ebene 1, ein dreidimensionales Gesamtkunstwerk, an dem die große Vielfalt der frankophonen Literatur erfahrbar wird. „Der Pavillon ist konzipiert als Raum für Ausstellungen, Diskussionsrunden und Begegnungen mit Autoren. Er ist eine Bibliothek, welche die Vielfalt der französischsprachigen Literatur beherbergt. Gleichzeitig verleiht ihm ein Tragwerk aus Holzleisten die Anmutung eines Baugerüsts, das den Prozess des Entstehens und des Werdens symbolisiert. Schließlich soll der Pavillon aber auch Orientierung bieten. Im Zeichen der Gastfreundschaft und des Austauschs wird die Ehrengastpräsentation der lebendigen und grenzenlosen französischsprachigen Literatur eine Bühne bereiten“, sagte Ruedi Baur, der Künstlerische Leiter des Ehrengastauftritts. Im Pavillon werden mehrere Ausstellungen präsentiert, darunter eine Auswahl belgisch-französischer Graphic Novels und eine Darstellung der über 200-jährigen französischen Verlagsgeschichte.

Im Pavillon lässt sich anhand einer Nachbildung der berühmten Gutenberg-Presse die Geschichte des Buchdrucks erforschen. Die Gestaltung der Ehrengastpräsentation entsteht nach einem Entwurf der Hochschuldozenten Denis Coueignoux und Éric Jourdan in Zusammenarbeit mit den Studierenden der Hochschule für Kunst und Design Saint-Etienne und mit Unterstützung der Stadt Saint-Etienne.

Ehrengastprogramm in Frankfurt

Kulturfreunde können im Oktober in der gesamten Stadt Frankfurt französischsprachige Autoren und Künstler entdecken. Am Sonntag, 8. Oktober 2017 finden sich Schriftsteller, Historiker und Philosophen zur Veranstaltung „Je vous écris d’Europe“ ein, bei der erörtert wird, was man über Europa schreibt, denkt, erinnert und vergisst. Im Schauspiel Frankfurt werden unter anderem Michel Houellebecq und Yasmina Reza auftreten. Weitere Lesungen und Diskussionen mit französischen Intellektuellen finden in der Romanfabrik, im Literaturhaus Frankfurt und in der Goethe-Universität statt.

 Das Französische Kulturjahr
Der Ehrengastauftritt Frankreichs auf der Frankfurter Buchmesse (11.–15. Oktober 2017) bildet den Höhepunkt eines französischen Kulturjahrs in ganz Deutschland mit einem vielfältigen und spartenübergreifenden Programm, das gemeinsam mit dem Institut français Deutschland umgesetzt wird. Mehr als 300 Veranstaltungen finden 2017 unter dem Label „Frankfurt auf Französisch“ bundesweit statt: Theater, aktuelle Musik, Bildende Kunst, Kino, Literaturbegegnungen und vieles mehr mit 250 beteiligten KünstlerInnen und französischsprachigen AutorInnen.

Über die Frankfurter Buchmesse
Die Frankfurter Buchmesse ist mit über 7.150 Ausstellern aus 106 Ländern, rund 278.000 Besuchern, über 4.000 Veranstaltungen und rund 10.000 akkreditierten Journalisten, davon 2.400 Blogger, die größte Fachmesse für das internationale Publishing. Darüber hinaus ist sie ein branchenübergreifender Treffpunkt für Player aus der Filmwirtschaft und der Gamesbranche. Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildet seit 1976 der jährlich wechselnde Ehrengast, der dem Messepublikum auf vielfältige Weise seinen Buchmarkt, seine Literatur und Kultur präsentiert. Die Frankfurter Buchmesse organisiert die Beteiligung deutscher Verlage an rund 20 internationalen Buchmessen und veranstaltet ganzjährig Fachveranstaltungen in den wichtigen internationalen Märkten. Mit der Gründung des Frankfurter Buchmesse Business Clubs bietet die Frankfurter Buchmesse Unternehmern, Verlegern, Gründern, Vordenkern, Experten und Visionären ideale Voraussetzungen für ihr Geschäft. Die Frankfurter Buchmesse ist ein Tochterunternehmen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Und der n-ost-Reportagepreis 2017 geht an ...

Mit dem n-ost-Reportagepreis 2017 zeichnet n-ost zum elften Mal herausragende, hintergründige Geschichten aus Osteuropa aus, die im Vorjahr in deutschsprachigen Medien erschienen sind. Der Preis wird in den drei Kategorien Text, Radio und Foto je ein Mal vergeben und ist mit jeweils 2.000 Euro dotiert.

Preisverleihung

Wer die diesjährigen Gewinner sind, erfahren Sie
am Donnerstag, 29. Juni 2017, um 20 Uhr
im Grünen Salon der Volksbühne Berlin (U2 Rosa-Luxemburg-Platz).
Der Eintritt ist frei. Wir bitten um Anmeldung unter reportagepreis@n-ost.org.

Im Mittelpunkt der Preisverleihung stehen die nominierten Reportagen und ihre Autoren.
Die Schauspielerin Dorothee Krüger liest Auszüge aus den drei Textreportagen der Endrunde: über den russischen Aktionskünstler Pjotr Pawlenski, stolze Fußballfans in Albanien und 71 Tote, die zum Symbol der Flüchtlingskrise wurden.
Sie hören Ausschnitte aus drei Radiofeatures: zum Traum zweier Abenteurer von einem neuen Griechenland, dem erzwungenen Neuanfang eines Berliners im Kosovo und der Lebenswirklichkeit von Roma in der Slowakei.
Und die nominierten Fotografen kommentieren ihre Fotoreportagen aus Litauen, Bergkarabach und dem russischen Dorf Elatma. Sie erzählen vom Leben und vom Tod, vom kalten Frieden entlang von Schützengräben und von der Verbannung ins Paradies.
Die Laudationes auf die Preisträger halten Werner D’Inka (Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung), Silke Engel (Sprecherin der Universität Potsdam) und Michael Hauri (Geschäftsführer von 2470.media).
Im Rahmen des Abends wird außerdem der Recherchepreis Osteuropa von Brot für die Welt und Renovabis vergeben.
Durch den Abend führt Tamina Kutscher (Vorstand n-ost, Chefredakteurin dekoder.org).

Nominierte n-ost-Reportagepreis 2017

Die Nominierten der Kategorie Textreportage sind:
  • Alice Bota: Dieser Mann will ins Gefängnis, Die Zeit, 09.06.2016 
  • Roman Deininger: Stolz und Vorurteil, Süddeutsche Zeitung, 11.06.2016
  • Felix Hutt: 71 Leben, Stern, 04.08.2016

Die Nominierten der Kategorie Radioreportage sind:
  • Elisabeth Putz: Die Alltäglichkeit des Unsichtbaren, Deutschlandradio, 28.05.2016
  • Rainer Schildberger: Ingredients of democracy. Der Traum von einem neuen Griechenland, RBB-Hörfunk, 08.06.2016
  • Heike Tauch: Bürger zweiter Klasse. Eine neu-deutsche Familie, DLF, 15.11.2016

Die Nominierten der Kategorie Fotoreportage sind:
  • Hannes Jung: How is life?, Emerge, 22.12.2016
  • Anastasia Rudenko: Paradise, Fluter.de, 19.02.2016 
  • Jakob Schnetz: Kalter Frieden, Hant, 11.06.2016 

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