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Dienstag, 18. Juli 2017

Podiumsdiskussion am 01.08. in Berlin: Medien in den russischen Regionen

Nischen in den Regionen?
Russische Medien und ihr Ringen um redaktionelle Unabhängigkeit

Das DokZentrum ansTageslicht.de, Reporter ohne Grenzen, die Friedrich-Ebert-Stiftung und das Deutsch-Russische Forum laden ein zur

PODIUMSDISKUSSION
am Dienstag, 1. August 2017 um 19.30 Uhr
bei der Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 28 (Haus 2, 6. Etage, Saal 6.01), 10785 Berlin

In Russland dominiert das staatlich gelenkte Fernsehen die Berichterstattung, differenzierte und ausgewogene Stimmen hört man darin kaum. Kritische Beiträge über bestehende Probleme, Korruption oder Behördenversagen veröffentlichen Journalisten vor allem im Internet, doch auch dort schränkt der Staat die Freiheit mit neuen Gesetzen immer stärker ein. Wer die Verantwortlichen offen kritisiert, riskiert damit unter Umständen sein Leben. Die Täter werden nach Angriffen auf Journalisten nur selten gefasst und bestraft. Dennoch finden sich – von ausländischen Beobachtern oft wenig beachtet – in den russischen Regionen Nischen kritischer Berichterstattung, in denen Reporter unerschrocken über Umweltprobleme, kriminelle Geschäfte oder die Korruption lokaler Verwaltungen berichten.

Wie kann kritischer Journalismus in den russischen Regionen überhaupt funktionieren? Und wie lässt er sich finanzieren? Über welche Themen können Journalisten berichten, ohne dadurch sich selbst und ihre Familien in Gefahr zu bringen? Wer interessiert sich für unabhängige Berichte und wie reagieren die lokalen Autoritäten auf sie?

PODIUMSGÄSTE:

Irina Samochina, Geschäftsführerin des Verlags Krestjanin (Rostow)

Viktor Mutschnik, Chefredakteur von TV-2 (Tomsk)

Pawel Andrejew, Geschäftsführer des Onlineportals 7x7-journal.ru (Syktywkar, Republik Komi)

Tamina Kutscher, Chefredakteurin von dekoder.org (Berlin)

Moderation: Wolfgang Mühl-Benninghaus, Medienwissenschaftler (HU Berlin)

IRINA SAMOCHINA leitet den Verlag Krestjanin (Bauer) in Rostow am Don (www.krestianin.ru). Der größte unabhängige Verlag im Süden Russlands gibt drei Zeitungen und ein Magazin heraus. Nach ihrem Journalismus-Studium in Rostow arbeitete Samochina zunächst als Korrespondentin in dem 1991 von ihrem Vater gegründeten Verlag und baute danach dessen Werbe- und Marketingabteilung auf. Vor zehn Jahren übernahm sie die Geschäftsführung. Samochina ist Mitbegründerin des Verbandes unabhängiger Verleger (ANRI), in der sich russlandweit mehr als 60 unabhängige Verlagshäuser zusammengeschlossen haben.

VIKTOR MUTSCHNIK ist Chefredakteur des Nachrichtenportals TV-2 im sibirischen Tomsk. TV-2 war einer der ersten nichtstaatlichen Fernsehsender, die nach dem Ende der Sowjetunion gegründet wurden. 1994 wurde Mutschnik, der zuvor als Autor für TV-2 gearbeitet hatte, Chefredakteur des Senders. TV-2 erhielt für seine journalistischen Programme zahlreiche Preise und war auch im Ausland für seine kritische Berichterstattung bekannt. Anfang 2015 strichen die staatlichen Rundfunkanbieter und sämtliche Kabelnetze TV-2 aus dem Programm. Die Redaktion arbeitet seither im Internet unter tv2.today weiter.

PAWEL ANDREJEW ist Geschäftsführer des Onlineportals 7x7-journal.ru, auf dem seit 2010 sowohl professionelle Journalisten als auch Aktivisten und Blogger über zivilgesellschaftlich relevante Themen berichten. Unter dem Motto „Horizontales Russland“ will 7x7 Initiativen an unterschiedlichen Orten vernetzen und hat Ableger in weiteren Regionen Nordwestrusslands gegründet. Andrejew hat in Syktywkar Public Relations studiert und engagiert sich seit über zehn Jahren in der Menschenrechtsorganisation Memorial.

TAMINA KUTSCHER ist Chefredakteurin von dekoder.org. Die 2015 gegründete Plattform will „Russland entschlüsseln“, indem sie ins Deutsche übersetzte Artikel ausgewählter russischer Medien mit Erklärungen und Kommentaren von Wissenschaftlern vereint. Tamina Kutscher hat Slawistik in Regensburg, Kasan (Russland) und Berlin studiert. Von 2010 bis 2016 arbeitete sie als Redakteurin und Projektleiterin beim Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung n-ost in Berlin.

Die Veranstaltung findet auf Deutsch und auf Russisch statt und wird simultan gedolmetscht.

Nach der Diskussion besteht die Möglichkeit zu Gesprächen mit den Teilnehmern in informellem Rahmen.

Wir bitten um Anmeldung unter osteuropa@fes.de.

Samstag, 8. Juli 2017

Frankfurter Buchmesse 2017 - Ehrengast Frankreich Kinder an die Macht

Deutsche und französische Kinder und Jugendliche werden in diesem Jahr bei der Programmgestaltung eine überraschende Rolle spielen.



Das Kinder- und Jugendbuch ist eine der tragenden Säulen des französischen Ehrengast-Auftritts. Bei seinem Kinder- und Jugendbuchprogramm lässt Ehrengast Frankreich die Zielgruppe mitreden und vor allem mitgestalten. Wie das in der Umsetzung aussehen wird, verrät Sylvie Vassallo, Kuratorin für das französische Kinder- und Jugendbuchprogramm.

fbm: Frau Vassallo, wie präsentiert sich das französische Kinder- und Jugendbuch auf der Frankfurter Buchmesse?

Sylvie Vassallo: Wir wollen, dass auch das junge deutsche Publikum etwas von der Messe hat, von den Büchern und den eingeladenen Künstlern. Dafür laden wir alle ein mitzumachen, und mit dem Lycée Francais Victor Hugo Gymnasium zusammenzuwirken, dessen Schüler selbst die Begegnungen der eingeladenen Kinder- und Jugendbuchautoren moderieren sollen.
Die französischsprachige Kinder- und Jugendliteratur wird dabei interaktiv und spielerisch in Szene gesetzt. Bei dem Programm übernehmen Kinder und Jugendliche eine wesentliche Rolle und werden aktiv an der Präsentation des Besten, was das französisch-sprachige Kinder- und Jugendbuch zu bieten hat, mitwirken. Wir arbeiten da mit Lycée Francais Victor Hugo Gymnasium zusammen, damit die Schüler die Gespräche und Begegnungen auf der kleinen Bühne selbst moderieren können. Sie werden selbst auf der Bühne die Autoren befragen und die Diskussionen leiten, in die natürlich das Publikum einbezogen wird!

Die große Ausstellung ist so konzipiert, dass sie auf vielfältige Art und Weise entdeckt werden kann (durch Führungen, aber auch in spielerischen und interaktiven Entdeckungsinstallationen mit Powerpoint-Vorlagen und Musik-Apps). Das junge Publikum kann so direkt mit der französischsprachigen Kinder- und Jugendliteratur experimentieren. Sie offenbart sich in direktem Kontakt.
Schließlich ist die Webserie Miroirs ein weiteres Beispiel, wie wir die Kinder- und Jugendliteratur ihrem jungen Publikum näherbringen wollen. Hier werden sowohl Erwachsenenautoren als auch junge Leser portraitiert. Die Besucher der Ausstellung können sich aussuchen, welches Portrait sie entdecken möchten.

fbm: Können Sie uns schon einen etwas detaillierteren Überblick über das vorgesehene Programm in Frankfurt geben?

Sylvie Vassallo: Außer der großen Ausstellung, wo es Führungen und virtuelle Workshops gibt, findet auf der Kleinen Bühne im französischen Pavillon ein Programm mit verschiedenen Begegnungen statt. Dieses Programm soll vor allem die Verschiedenartigkeit und Besonderheit der französischsprachigen Kinder- und Jugendliteratur zeigen und dabei die literarischen Welten und Genres miteinander in Beziehung setzen:
  1. Autorenduos
Die ganze Messe über wird es gemischte Begegnungen mit Kinder- und Jugendbuch- und Comicautoren und grundsätzlich Literaten rund um allgemeine Themen geben. Diese Begegnungen werden von Schülern des Lycée Francais Victor Hugo Gymnasiums moderiert.
  1. Masterklassen
Die Autoren erzählen, wie der schöpferische Vorgang abläuft, unterstützt von Bildern und Illustrationen. Welche kreativen Techniken benutzen sie? Was sind die Besonderheiten ihrer Werke? Die Autoren geben ihre Geheimnisse preis.
  1. Übersetzerworkshops
Fokus auf ein Werk und die Herausforderungen seiner Übersetzung ins Deutsche oder Englische anhand von vorher von den Schülern des französischen Gymnasiums vorbereiteten Textausschnitten. Wie kann man die Besonderheit eines Textes in eine andere Sprache übertragen? Welcher Platz bleibt für Subjektivität bei einer Übersetzung? Die Schüler diskutieren ihre Übersetzungen mit dem Autor des Originaltextes. 

fbm: Können Sie uns auch etwas über die Ausstellung der Illustrationen des Alphabets erzählen, dessen 26 Buchstaben Sie am 27. März 26 Illustratoren zugelost haben? Sind diese Illustratoren auch nach Frankfurt eingeladen?

Sylvie Vassallo: ABCD, l’esprit de la lettre (ABC, der Geist der Buchstaben) ist ein Projekt, bei dem die Autoren Ramona Bădescu und Emmanuel Guibert für jeden Buchstaben des Alphabets zehn Wörter ausgewählt haben. Diese werden von 26 begabten IllustratorInnen – wahrhaften BotschafterInnen der graphischen Vielfalt der französischsprachigen Szene – inszeniert und in Bilder umgesetzt. Sie haben die freie Wahl, mit den, jedoch sehr eingeschränkten, Codes eines der ältesten Genres des Bilderbuchs zu spielen und bieten gemeinsam eine vergnügte und einzigartige Erzählung, ein einmaliges Panorama der zeitgenössischen Kinder- und Jugendillustration.
Die große Ausstellung zur französischsprachigen Kinder- und Jugendliteratur, die wir in Frankfurt vorstellen, besteht aus drei Abteilungen. Jede davon setzt eine Besonderheit des Genres in Szene:
  1. Dem Bilderbuch widmet sich das große gemeinsam erschaffene Alphabet.
  2. Auf die Literatur für Erwachsene und Heranwachsende setzt die Produktion der bis dahin unveröffentlichten Webserie Miroirs ihren Fokus.
  3. Außergewöhnliche Buchformen (Leporello, Spielbuch, Pop-up usw.) können in der Bibliobox entdeckt werden. Diese bietet Kindern die Möglichkeit, Bücher auf innovative, spielerische und sensorische Art zu erkunden. Die Hände in den Kasten versenkt, mit einer 3D-Brille auf der Nase – so können die jungen LeserInnen die speziell für „Francfort en français/Frankfurt auf Französisch“ ausgewählten Werke mit den Händen erfassen, berühren, in 3D und als Zeichentrick erforschen.

Erfahren Sie mehr über den Ehrengast Frankreich und das Kinder- und Jugendbuchprogramm unter www.francfort2017.com

https://countdown.buchmesse.de/de/aktuelle-ausgaben/stories-2017/kinder-an-die-macht/

Mittwoch, 5. Juli 2017

Stipendium für Journalisten aus Kriegs- und Krisengebieten

Das Auszeit-Stipendium ist das gemeinsame Projekt von Reporter ohne Grenzen und der taz Panter Stiftung, einer gemeinnützigen Organisation, die mit der Berliner Zeitung „die tageszeitung“ (taz) verbunden ist.

Wir laden zwei Journalisten aus Kriegs- und Krisengebieten ein, für eine begrenzte Zeit in Berlin zu bleiben. Wir bieten ihnen Zuflucht und Ruhe für bis zu drei Monate. Das erste Stipendium wird von September – November 2017 vergeben, das zweite von März - Mai  2018.

Wer kann sich bewerben?

+ Journalisten die eine Auszeit benötigen. Dies kann z.B. der Fall nach Berichterstattungen aus einem repressiven Umfeld heraus sein oder nach einer Arbeit in Kriegs- oder in Unruhegebieten.
+ Journalisten die aufgrund ihrer Arbeit für eine Zeit aus dem Fokus staatlicher Sicherheitsorgane genommen werden müssen.

Was wir anbieten:

Wir erstatten Reisekosten, stellen ein angenehmes Apartment, sorgen für Taschengeld und eine  kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs in Berlin für bis zu drei Monate. Teilnehmer/Innen können sich, wenn sie wollen, komplett aus dem öffentlichen Leben zurückziehen und die Zeit zum Schreiben oder Denken nutzen. Vielleicht möchten sie auch das politische Leben in Berlin erkunden. Natürlich werden wir bei allem behilflich sein.

Voraussetzungen:

Teilnehmer/Innen sollten in der Lage sein, in einfachem Englisch oder Deutsch zu kommunizieren. Sie sollten ferner ausreichende Arbeitserfahrungen als Journalisten vorweisen können. Darüber hinaus sollte die Absicht vorliegen, nach einer dreimonatigen Aufenthaltszeit in ihr Herkunftsland zurückzukehren.

Bewerbungen:

Bitte senden Sie das ausgefüllte Bewerbungsformular (http://t1p.de/h0sg, Word-Dokument) und die anderen angefragten Dokumente bis zum 31. Juli an: auszeit@reporter-ohne-grenzen.de

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SCHOLARSHIP FOR JOURNALISTS FROM COUNTRIES IN CRISIS OR AT WAR


(This invitation on RSF Germany’s website: www.reporter-ohne-grenzen.de/hilfe-schutz/auszeit-stipendium/#english )

05. July 2017 – Rest and Refuge Scholarship is a project run by Reporters Without Borders Germany and taz Panter Foundation, a non-profit organization linked to „die tageszeitung“ (taz), the daily newspaper from Berlin.

We invite two journalists from countries in crisis or war to stay in Berlin. We offer them a time of refuge and rest up to three months. (The first journalist will be invited from September to November 2017, the second from March to May 2018).

Who can apply?

+ Journalists who need a time out from their difficult working conditions. This might be the case after covering stories in an oppressive environment or after covering stories in war or unrest.
+ Journalists who feel the need to lie low awhile and get out of the view of state security because of their journalistic work.

What we offer

We offer travel expenses, a decent apartment, pocket money and free transportation in Berlin for up to three months. Participants may completely withdraw from public life, use the time for writing or thinking, or they may want to explore political life in Berlin. Off course we would be of help in that.

Conditions

Participants have to be able to communicate in basic English or in German. Participants should have a relevant working-experience as journalists. They must have the intention to return to their country after three months.

How to apply

Please use the application form (http://t1p.de/h0sg, Word document) and send the other requested documents to: auszeit@reporter-ohne-grenzen.de. The deadline for applications is 31 July 2017.