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Dienstag, 15. November 2016

Journalismus in der Ukraine: Pressegespräch am 22.11. in Berlin - Beobachter oder Kämpfer? Ukrainische Journalisten in Zeiten des Krieges


Reporter ohne Grenzen und die taz Panter Stiftung laden ein zum

PRESSEGESPRÄCH
am Dienstag, 22. November 2016
von 11 bis 12.30 Uhr
bei Reporter ohne Grenzen, Friedrichstraße 231, 10969 Berlin

Unter welchen Bedingungen arbeiten Journalisten heute in der Ukraine? Welche Art von Berichterstattung über den Krieg ist möglich, wo doch die meisten Journalisten aus dem Osten des Landes geflohen sind und diejenigen, die dennoch von dort berichten, bedroht werden? Wie lässt sich trotz Krieg und tiefer gesellschaftlicher Spaltung eine professionelle Berichterstattung aufrechterhalten? Kann der Kreislauf von Propaganda und Gegenpropaganda durchbrochen werden? Was brauchen die Menschen und die Journalisten in der Ukraine – und können wir aus dem Ausland helfen? Um diese Fragen geht es beim Pressegespräch über den Journalismus in der Ukraine zu Zeiten des Krieges mit:

Julia Boschko, TV-Journalistin aus Donezk/Kiew
Kyryl Savin, Ländermanager Ukraine der Deutsche Welle Akademie

Moderation: Ulrike Gruska, Pressereferentin bei Reporter ohne Grenzen

JULIA BOSCHKO hat bis 2014 für den ukrainischen Fernsehkanal TV 5 aus ihrer Heimatstadt Donezk berichtet. Nach der Besetzung des Donbass wurde sie wegen ihrer Berichte immer aggressiver bedroht und floh schließlich mit ihrer Tochter nach Kiew. Dort arbeitet sie weiter für TV 5 und berichtet vor allem über die Folgen des Krieges und die zahllosen Vertriebenen im eigenen Land. Zuvor hatte Boschko unter anderem über den Absturz eines Passagierflugzeugs im Osten der Ukraine 2006, ein Grubenunglück in Donezk 2008, den Bombenanschlag in Makiwka 2011 und das schwere Chemieunglück beim Konzern Stirol 2013 berichtet. Für ihre journalistische Arbeit erhielt sie zahlreiche Preise. Boschko ist noch bis Ende November Auszeit-Stipendiatin von Reporter ohne Grenzen und der taz Panter Stiftung.

KYRYL SAVIN ist seit Juni 2015 Ländermanager Ukraine der Deutsche Welle Akademie. Die DW Akademie unterstützt in der Ukraine den Umbau des Staatsfernsehens in einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, bietet Weiterbildungen für Journalisten in den Regionen an und trainiert Blogger und Bürgerjournalisten in mobilem Journalismus. Von 2007 bis Mai 2015 leitete Savin das Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in der Ukraine. Zuvor arbeitete er als politischer Referent für die Deutsche Botschaft in Kiew und beim dortigen Institut für Wirtschaftsforschung und Politikberatung. Savin hat in Kiew Internationale Wirtschaftsbeziehungen studiert und mit einer Fallstudie über Marketing Management deutscher Banken promoviert.

HINTERGRUND:
Im Oktober 2016 veröffentlichte Reporter ohne Grenzen den Media Ownership Monitor Ukraine (http://t1p.de/j1q3). Dreimonatige Recherchen vor Ort machten deutlich, wie stark die ukrainischen Medien an Korruption und mangelnder Transparenz ihrer Eigentumsverhältnisse kranken: Sie sind oft vor allem den Interessen ihrer Besitzer verpflichtet, und dienen eher dem Kampf um politischen und wirtschaftlichen Einfluss als der gesellschaftlichen Kontrolle der Mächtigen. In dem ausführlichen Länderbericht „Ernüchterung nach dem Euromaidan“ vom Juni 2016 beschreibt Reporter ohne Grenzen die schwierigen Arbeitsbedingungen für Journalisten in der Ukraine und die Folgen des Krieges auf die Medienpolitik der Regierung (http://t1p.de/6djd).

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Wir bitten um Anmeldung unter rog@reporter-ohne-grenzen.de.

(Diese Meldung auf der ROG-Webseite: http://t1p.de/zo0m)