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Donnerstag, 10. November 2016

UNICEF-Heldenwoche - Werdet zum Helfen für Kinder! Vom 18. bis 25. November 2016 !!!

 „Be a hero!“ – bundesweite UNICEF-Helden-Aktionen
Vom 18. bis 25. November 2016 können Jugendliche zu Helden für Kinder und Gleichaltrige auf der ganzen Welt werden. Rund um den internationalen Tag der Kinderrechte (20. November) ruft UNICEF bundesweit junge Menschen dazu auf, sich während der „Heldenwoche“ mit Aktionen für Kinderrechte stark zu machen. „Für UNICEF ist jeder ein Held, der sich für Kinder und ihre Rechte einsetzt“, sagt Marlene Mörig, 18 Jahre alt und Mitglied des UNICEF-JuniorBeirates. „Mit unseren Aktionen können wir die Welt verändern. Lasst uns gemeinsam zu Helden für andere werden.“
Auf unicef.de/heldenwoche bekommen die Jugendlichen die Chance, aus verschiedenen Vorschlägen ihre Aktionen auszusuchen und zu planen – entweder alleine oder gemeinsam mit Freunden, Mitschülern, Geschwistern.

-       Bei der #sprayforpeace-Aktion können sie beispielsweise mit Sprüh- oder Straßenkreide eine Schablone mit der Aufschrift „Kindheit“ herunterladen und nach vorheriger Erlaubnis auf Wände oder Böden auftragen. Ein Foto der Aktion kann im Anschluss über die UNICEF Social Media Kanäle verbreitet werden.
-       Um die Kinderrechte in Städten und Schulen bekannter zu machen, können die Jugendlichen Abreißzettel mit verschiedenen Kinderrechten an Ampeln, Haltestellen usw. aufhängen. Passanten reißen ihr Lieblingsrecht ab und verbreiten dadurch die Rechte für Kinder in ihrer Stadt. Die Fotos der Kinderrechte-Zettel können ebenfalls gepostet werden unter dem Hashtag #lieblingsrecht.
-       Plätzchen backen, in eine Tüte packen, mit einem Kinderrechte-Zettel versehen und verschenken – auch das kann eine Aktion sein, die Jugendliche während der Heldenwoche posten können unter #unicefyouth

 
Neben diesen und weiteren Vorschlägen auf unicef.de/heldenwoche sind auch eigene Aktionsideen willkommen, wie zum Beispiel singen, dichten, tanzen oder einen Film zum Thema Kinderrechte drehen. 

 
Die UNICEF Heldenwoche findet in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. 2015 haben Jugendliche bundesweit Aktionen durchgeführt. Sie haben beispielsweise mit selbst gestalteten Buttons oder Papierschiffchen auf wichtige Kinderrechte aufmerksam gemacht oder auch jüngere Schülerinnen und Schüler über ihre Rechte informiert. 


Für Rückfragen: Simone Morawitz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, UNICEF Deutschland, 0221/93650-315 oder -237, Email: presse@unicef.de
 
Gerne vermitteln wir Ihnen Interviews mit unseren Mitgliedern des UNICEF-JuniorBeirates zum Thema Heldenwoche.
 

Reporter ohne Grenzen: Türkische Journalisten nicht ins Asylverfahren treiben - DEUTSCHE BOTSCHAFTEN VERWEISEN VERFOLGTE AUF ANTRAGSTELLUNG IN DER HEIMAT

Reporter ohne Grenzen (ROG) fordert die Bundesregierung auf, bei der Visavergabe an verfolgte türkische Journalisten keine vermeidbaren bürokratischen Hürden zu errichten. „Es kann nicht sein, dass türkische Journalisten ungewollt in ein Asylverfahren getrieben werden, weil deutsche Behörden ihnen als einzige Alternative die Rückreise in ihre Heimat und damit direkt in die Arme einer Willkürjustiz lassen“, sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr. „Bei der Visavergabe ist dringend mehr Flexibilität nötig, um den Bedürfnissen politisch verfolgter Journalisten gerecht zu werden. Hier könnten Deutschlands diplomatische Vertretungen deutlich mehr tun.“

Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Michael Roth, hatte in einem am Dienstag veröffentlichten Zeitungsinterview ein wichtiges politisches Signal gesetzt und betont: „Alle kritischen Geister in der Türkei sollen wissen, dass die Bundesregierung ihnen solidarisch beisteht.“ Auf die Frage nach der Aufnahme verfolgter Politiker, Journalisten oder Künstler verwies auf das Grundrecht auf Asyl: „Deutschland ist ein weltoffenes Land und steht allen politisch Verfolgten im Grundsatz offen. Sie können in Deutschland Asyl beantragen. Das gilt dezidiert nicht nur für Journalisten. Dafür gibt es unser Recht auf Asyl.“ (http://t1p.de/5r5z)

Der wichtige Hinweis auf das Asylrecht geht jedoch weitgehend an den Bedürfnissen der betroffenen Journalisten vorbei: Die weitaus meisten der türkischen Medienschaffenden, die sich mit der Bitte um Zuflucht in Deutschland an Reporter ohne Grenzen wenden, wollen weder politisches Asyl noch dauerhaft im Ausland bleiben. Ihnen geht es vielmehr um vorübergehende Zuflucht, bis sich die politische Situation in der Türkei beruhigt hat – und vor allem darum, ihre journalistische Arbeit fortzusetzen. Würden sie politisches Asyl beantragen, könnten sie jedoch während eines Verfahrens von ungewisser Dauer nur sehr schwer eine Arbeit aufnehmen und wären in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt.

BENÖTIGT WERDEN AUFENTHALTSGENEHMIGUNGEN ALS FREIER JOURNALIST

Sinnvoller ist für diesen Personenkreis deshalb eine Aufenthaltsgenehmigung aufgrund der Arbeit als freier Journalist, die automatisch mit einer Arbeitsgenehmigung verbunden ist. Zudem ist in vielen Fällen schnelles Handeln entscheidend, da Justiz und Behörden in der Türkei derzeit fast täglich Journalisten oder deren Angehörige festnehmen, sie mit Verwaltungssanktionen wie Ausreisesperren oder der Annullierung von Reisepässen belegen und in vielen Fällen vor Gericht bringen. In der Praxis errichten die deutschen Behörden jedoch immer wieder zusätzliche Hürden nicht zuletzt für geflohene Journalisten, die sich bereits in Deutschland aufhalten.

Unter den von ROG betreuten Fällen ist etwa ein Journalist, der zunächst mit einem Touristenvisum nach Deutschland gekommen ist und angesichts der Repressionswelle in seiner Heimat nun einen neuen Aufenthaltstitel für einen längeren Aufenthalt benötigt. Gemäß dem üblichen Verfahrensweg müsste er zunächst in die Türkei zurückreisen und dort bei einer deutschen Auslandsvertretung eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen – obwohl ihm in seiner Heimat die reale Gefahr einer Festnahme aufgrund seiner journalistischen Arbeit droht. Dabei läge es im Ermessen der zuständigen Ausländerbehörde, die Aufenthaltsgenehmigung auch in Deutschland zu erteilen.

In einem anderen Fall hat ROG eine von Repressalien bedrohte Journalistin offiziell nach Deutschland eingeladen und die Bereitschaft zur Kostenübernahme für ihren Aufenthalt erklärt. Nun hat das deutsche Konsulat in Istanbul – entgegen der Praxis in vergleichbaren von ROG betreuten Fällen – zusätzliche Auflagen für die Visumerteilung gemacht und verlangt, die Antragstellerin müsse neben einem Rückflugticket auch eine Hotelbuchung vorlegen.

Das Nothilfereferat von Reporter ohne Grenzen in Berlin steht derzeit mit mehr als einem Dutzend Journalisten aus der Türkei über die Möglichkeit eines sicheren Aufenthalts in Deutschland in Kontakt. Daneben leistet ROG Hilfe vor Ort etwa durch Anwaltskosten für inhaftierte Medienschaffende.

DEUTSCHE BOTSCHAFTEN VERWEISEN VERFOLGTE AUF ANTRAGSTELLUNG IN DER HEIMAT

Immer wieder fliehen Journalisten – nicht nur aus der Türkei – auf der Flucht vor Verfolgung zunächst in andere Staaten, in denen sie aber keine Aussicht auf einen längeren legalen Aufenthalt haben. Auch in solchen Fällen haben deutsche Botschaften ungeachtet der offensichtlichen Gefahren für die Betroffenen beispielsweise auf das übliche Verfahren verwiesen, zur Beantragung eines deutschen Aufenthaltstitels zurück ins Heimatland zu reisen.

In einem Fall verweigerte eine Botschaft trotz Erfüllung sämtlicher Voraussetzungen ein Visum für ein Stipendienprogramm in Deutschland, weil sie Zweifel an der Rückkehrbereitschaft der Antragstellerin hegte. Nötig ist auch hier mehr Flexibilität: Die Botschaften sollten sich in solchen Ausnahmefällen selbst für die Visumerteilung zuständig erklären.

Eine wertvolle Ergänzung könnten auch zusätzliche Austausch- oder Stipendienprogramme für türkische Journalisten sein, mit deren Hilfe sich von Verfolgung bedrohte Journalisten wie derzeit in der Türkei zumindest kurzfristig der Repression in ihrem Heimatland entziehen könnten. Entsprechende Überlegungen, wie sie Staatsminister Roth in dem Zeitungsinterview angedeutet hat, sind aus Sicht von ROG zu begrüßen.

 Diese Meldung auf der ROG-Webseite: http://t1p.de/06mr

 Reporter ohne Grenzen
Ulrike Gruska / Christoph Dreyer / Anne Renzenbrink
presse@reporter-ohne-grenzen.de