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Freitag, 28. Oktober 2016

21 Fragen zu Flucht und Migration - Wohin ? (Publikation: „das goethe“)

Heute erscheint in der Wochenzeitung DIE ZEIT eine neue Ausgabe des Kulturmagazins des Goethe-Instituts „das goethe“ als Beilage. Unter dem Titel „Wohin?“ beantworten internationale Partner des Instituts wie Eva Illouz, Alexander Kluge, Luiz Ruffato und Rasha Omran 21 Fragen zu Flucht und Migration und bringen eine internationale Perspektive in den aktuellen Diskurs ein. Die insgesamt vierzig Fragebögen finden Sie zum Nachlesen unter www.goethe.de/wohin.

Der Schweizer Schriftsteller Max Frisch entwickelte in seinen 1966 bis 1971 geschriebenen Tagebüchern unter anderem elf Fragebögen zu allgemeinen Themen wie Freundschaft, Tod oder Heimat. Darin formuliert er unbequeme und bohrende Fragen, die zur Reflexion einladen. An Frischs Texte anknüpfend stellt das Goethe-Institut nun 21 Fragen zum Thema Flucht – an Wissenschaftlerinnen, Philosophen und Autorinnen weltweit. Sechs beispielhafte Fragebögen von Leonidas Donskis (Litauen), Eva Illouz (Israel), Alexander Kluge (Deutschland), Rasha Omran (Syrien), Luiz Ruffato (Brasilien) und Galsan Tschinag (Mongolei) wurden für die Veröffentlichung im Kulturmagazin „das goethe“ ausgewählt und zeigen, dass eine einfache Unterscheidung zwischen Flucht und Migration heute nicht mehr möglich ist. Ein einleitender Essay von Olga Grjasnowa und ein Galeriespaziergang durch Berlin mit Nasan Tur runden das Heft ab.

Der Präsident des Goethe-Instituts Klaus-Dieter Lehmann: „Es gibt viele Gründe, warum Menschen ihre Heimat verlassen müssen: gewaltsame Konflikte, Naturkatastrophen, Klimawandel, Umweltverschmutzung oder die immer größer werdende Kluft zwischen Gewinnern und Verlierern der Globalisierung. Die starre Unterscheidung von Migration und Flucht wird den komplexen Problemlagen bereits heute nicht mehr gerecht.“

Der Generalsekretär Johannes Ebert: „Ganz im Sinne Max Frischs ist es deshalb unser Anliegen, die Positionen einiger ausgezeichneter Denkerinnen und Denker, die dem weltweiten Netzwerk des Goethe-Instituts verbunden sind, an die Leserinnen und Leser weiterzugeben. Wir wollen dadurch Impulse in den Diskurs über Flucht und Migration einbringen, um eine neue und globalere Sichtweise zuzulassen.“

„Wohin?“ ist die erste von drei Ausgaben des Magazins „das goethe“, die das Goethe-Institut zusammen mit der Tochter des ZEIT Verlags TEMPUS CORPORATE bis Ende 2017 produziert. Die Hefte werden in einer Auflage von jeweils 260.000 Exemplaren den in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen erscheinenden Ausgaben der Wochenzeitung DIE ZEIT beigelegt.

Die Publikation „das goethe“ wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von folgenden Unternehmen aus dem Wirtschaftsbeirat des Goethe-Instituts: Deutscher Sparkassen- und Giroverband e.V., Deutsche Telekom AG, Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH, Stiftungen Vera und Volker Doppelfeld, TRUMPF GmbH + Co. KG, Volkswagen AG und Würth-Gruppe. Das Projekt „Wohin?“ wurde am Goethe-Institut Tel Aviv entwickelt. Die vollständige Sammlung aller Fragebögen finden Sie zum Nachlesen unter: www.goethe.de/wohin. Die Beilage „das goethe“ ist zum Download unter www.goethe.de/publikationen verfügbar.

In der 32-seitigen Beilage, die der ZEIT vom 27. Oktober beiliegt, finden Sie weitere Fragebögen, beantwortet von Leonidas Donskis (Litauen), Eva Illouz (Israel), Rasha Omran (Syrien), Luiz Ruffato (Brasilien) und Galsan Tschinag (Mongolei). „Flüchten“ lautet auch der Titel des Essays, den Olga Grjasnowa für die Beilage geschrieben hat. Von einem Spaziergang mit Nasan Tur zu Berliner Galerien, die von Migranten geführt werden, berichtet Tobias Lehmkuhl.

1. Was bedeutet für Sie der Begriff „Flüchtling“? 

2. Ist Flucht vor Armut für Sie weniger legitim als Flucht vor Krieg oder politischer Unterdrückung?


3. Und Flucht vor ökologischen Problemen?

4. Wann hört man auf, Flüchtling zu sein?

5. Gibt es für Sie ein Recht auf Asyl?

6. Wenn ja: Ist es bedingungslos oder kann man es verwirken?

7. Glauben Sie, dass eine Gesellschaft begrenzt oder unbegrenzt Flüchtlinge aufnehmen kann?

8. Falls begrenzt: Worin bestehen diese Grenzen? 

9. Gibt es in Ihrem Land privilegierte Flüchtlinge, das heißt solche, die Ihr Land eher aufzunehmen bereit ist als andere? Wenn ja, warum? 

10. Werden Flüchtlinge in Ihrem Land aus Ihrer Sicht gerecht behandelt?

11. Wären für Sie Einschnitte im Sozialsystem Ihres Landes akzeptabel, wenn dies helfen würde, mehr Flüchtlinge aufzunehmen?

12. Was sind für Sie Voraussetzungen für erfolgreiche Integration? Gibt es Mindestanforderungen – an die Ankommenden? 

– an die Aufnehmenden?

13. Kennen Sie persönlich Flüchtlinge? 

14. Unterstützen Sie aktiv Flüchtlinge?

15. Wie wird sich die Flüchtlingssituation in Ihrem Land entwickeln 

a) in den nächsten zwei Jahren? 
b) in den nächsten zwei Jahrzehnten?

16. Können Sie sich eine Welt ohne Flüchtlinge vorstellen?

17. Wenn ja: Was braucht es dazu? 

18. Haben Sie oder Ihre Familie in der Vergangenheit Erfahrung mit Flucht gemacht?

19. Glauben Sie, dass Sie in Ihrem Leben jemals zum Flüchtling werden? 

– Wenn ja: warum?
– Wie bereiten Sie sich darauf vor? 


20. In welches Land würden Sie fliehen?

21. Wie viel Heimat brauchen Sie?*

*Diese Frage ist Max Frischs Fragebogen zu „Heimat“ entnommen.