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Montag, 24. Oktober 2016

Debatten um kulturelle Identitäten sowie geistiges Eigentum bestimmen die FBM16 - Vom Dazugehören und vom Teilen

Was die eigene kulturelle Identität ausmacht und wie ein Zugehörigkeitsgefühl über Grenzen hinweg entstehen kann, zeigte auf der Frankfurter Buchmesse 2016 nicht nur die Präsentation des Ehrengastes Flandern & die Niederlande. Die Idee, dass Akzeptanz durch das Übereinanderlegen unterschiedlicher Positionen entsteht, zog sich als roter Faden durch zahlreiche politische Diskussionen. Aber auch die Frage, wie ein zukunftweisender Umgang mit geistigem Eigentum aussieht, beschäftigte die Buch- und Medienbranche in Frankfurt.

Mit THE ARTS+, einem neuen Schwerpunkt für die Creative Industries, der Kommentierung der politischen Weltlage sowie mit viel Prominenz aus Politik, Literatur und Kunst ist die Frankfurter Buchmesse 2016 heute zu Ende gegangen. Insbesondere mit THE ARTS+ gelang es, neue Kundengruppen aus den angrenzenden Medienbranchen nach Frankfurt zu holen, Diskussionen anzustoßen und neue Geschäftsmodelle zu erschließen. „Die Frankfurter Buchmesse ist seit jeher der weltweit wichtigste Handelsplatz für geistiges Eigentum, wie das deutliche Wachstum des Literary Agents & Scouts Centre (LitAg) beweist. Mit zahlreichen prominenten Ausstellern, Sprechern und Besuchern war das neue ARTS+-Areal von der ersten Minute so lebhaft und dynamisch, wie wir es uns erhofft hatten. Und es untermauert die Relevanz von Intellectual Property für die weltweite Medienindustrie“, sagt Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse.

Daneben war die Frankfurter Buchmesse geprägt von politischen Appellen und Diskussionen, welche die derzeitigen gesellschaftlichen Spannungen weltweit widerspiegelten. Im Zentrum stand dabei die Verteidigung der Freiheit des Wortes: „Wir haben von dieser Frankfurter Buchmesse einen Ruf für Freiheit und Demokratie in die Welt geschickt. So wie nie zuvor hat die Buch- und Medienbranche den Einsatz für Meinungsfreiheit zum Thema gemacht“, sagte der Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse.

Mit Carolin Emcke, Cees Nooteboom, Elif Shafak, Lamya Kaddor, Can Dündar, Herfried Münkler, David Hockney, Jeff Jarvis und Martin Schulz nutzten namhafte Autoren, zahlreiche Politiker und EU-Delegationen den weltweit größten Branchentreffpunkt für ihre Botschaften. „Der kulturelle Raum Europa muss gemeinsam verteidigt werden“, forderte der französische Premierminister Manuel Valls anlässlich der Pressekonferenz zum Ehrengastauftritt Frankreichs auf der Frankfurter Buchmesse 2017 am Messe-Donnerstag. Wie vielfältig sich der „kulturelle Raum Europa“ darstellt, und wie relevant der Austausch Europas mit der restlichen Welt ist, wurde an den vergangenen fünf Messetagen deutlich.

Und das war die Frankfurter Buchmesse 2016:

• Positive Besucherbilanz Bis zum Ende des Tages erwartet die Messe insgesamt rund 277.000 Besucher. Dabei konnte während der Fachbesuchertage ein leichtes Plus von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden: Es kamen rund 142.300 Fachbesucher (2015: 140.474 Zählung am Messefreitag) auf das Messegelände. Für die Publikumstage weisen die vorläufigen Zahlen eine ähnliche Höhe wie 2015 (135.317) auf.

• Politische Buchmesse „Wir beobachten mit großer Sorge, dass die Meinungs- und Publikationsfreiheit in zahlreichen europäischen und außereuropäischen Ländern akut bedroht ist. Dieses Thema betrifft unsere Branche weltweit, und die große Welle der Solidarität, die auf der Buchmesse sichtbar wurde – für Can Dündar, Asli Erdogan oder Raif Badawi – wird global wahrgenommen“, sagte Juergen Boos.

• Intellectual Property Auf über 2.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche. konnten Besucher des neuen Areals THE ARTS+ Virtual Reality und 3D-Kunst erleben, einen Museums- oder Creative-Hub besuchen und sich über digitale Plattformen informieren. 150 Sprecher aus 16 Ländern diskutierten während der fünf Tage in zahlreichen Workshops, Labs und Präsentationen. Die Konferenz am Messe-Mittwoch war ausverkauft. „THE ARTS+ hatte eine starke europäische Dimension, mit zahlreichen Partnern wie Europeana und EU-Kulturkommission. Wir wollen diese Dimension verstärken und ein europäisches Netzwerk für Innovation in der Kreativwirtschaft fördern“, bilanziert Holger Volland, VP Business Development bei der Frankfurter Buchmesse.

• Internationaler Rechtehandel Das Literary Agents and Scouts Centre (LitAg) der Frankfurter Buchmesse hat neue Rekorde aufgestellt. In diesem Jahr nutzten über 700 Literaturagenten aus 300 Agenturen das Rechtezentrum in Halle 6.3. Abgeschirmt vom allgemeinen Messetrubel fanden an 460 Tischen Gespräche und Rechteverhandlungen im Halbstundentakt statt. Etwa 50 Prozent der LitAg-Kunden kamen aus der englischsprachigen Welt. Deutschsprachige Agenturen machen 15 Prozent der anwesenden Rechtehändler aus.

• Business Club Im dritten Jahr seines Bestehens hat sich der Business Club der Frankfurter Buchmesse als exklusives Arbeitszentrum und optimaler Ort zum Netzwerken etabliert: Über 3.400 Besucher aus 74 Ländern nutzten den Business Club in diesem Jahr. An fünf Tagen fanden 45 Veranstaltungen statt, unter den rund 150 eingeladenen Experten waren der CEO von Bonnier Books, Jacob Dalborg, Massimo Turchetta, CEO von Rizzoli Libri Trade (Mondadori Publishing Group), Claude de Saint Vincent, Geschäftsführer von Média Participations oder Gaby Wood, künstlerische Leiterin der Booker Prize Foundation.

• Buchmesse in der Stadt und Publikumstage Erstmalig luden in diesem Jahr die Frankfurter Buchmesse und die Frankfurter Initiative für Gastronomie e.V. zur Booknight ins Bahnhofsviertel ein. Acht ausgewählte Clubs, Bars und Restaurants boten den Messegästen ein Programm aus Performances, Lesungen sowie kulinarischen Neuinterpretationen niederländischer Klassiker wie Bitterballen und Fritten.


Über die Frankfurter Buchmesse
Die Frankfurter Buchmesse ist mit 7.100 Ausstellern aus über 100 Ländern, rund 275.000 Besuchern, über 4.000 Veranstaltungen und rund 10.000 anwesenden akkreditierten Journalisten, darunter 2.000 Blogger, die größte Fachmesse für das internationale Publishing. Darüber hinaus ist sie ein branchenübergreifender Treffpunkt für Player aus der Filmwirtschaft und der Gamesbranche. Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildet seit 1976 der jährlich wechselnde Ehrengast, der dem Messepublikum auf vielfältige Weise seinen Buchmarkt, seine Literatur und Kultur präsentiert. Die Frankfurter Buchmesse organisiert die Beteiligung deutscher Verlage an rund 20 internationalen Buchmessen und veranstaltet ganzjährig Fachveranstaltungen in den wichtigen internationalen Märkten. Mit der Gründung des Frankfurt Book Fair Business Clubs bietet die Frankfurter Buchmesse Unternehmern, Verlegern, Gründern, Vordenkern, Experten und Visionären ideale Voraussetzungen für ihr Geschäft. Die Frankfurter Buchmesse ist ein Tochterunternehmen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. www.buchmesse.de

Auftakt zu Francfort en français - Frankfurt auf Französisch - Frankreich Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2017

Vom 11. bis zum 15. Oktober 2017 ist Frankreich Ehrengast der 69. Frankfurter Buchmesse, dem bedeutendsten Treffpunkt für die internationale Verlags- und Buchbranche. Bei der Auftakt-Pressekonferenz am Donnerstag, den 20. Oktober 2016, im Rahmen der diesjährigen Frankfurter Buchmesse bekräftigte Premierminister Manuel Valls die Bedeutung dieser prestigeträchtigen Einladung Frankreichs als Ehrengast, knapp 30 Jahre nach dem letzten Ehrengastauftritt im Jahr 1989: „Die Kultur und in erster Linie die Kultur des Buches waren schon immer das Herzstück der einzigartigen Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern.“ Französisch steht an zweiter Stelle bei den Übersetzungen fremdsprachiger Bücher ins Deutsche und Deutsch an dritter Stelle bei den Übersetzungen ins Französische. Und die Lizenzvergaben für Übersetzungen aus dem Französischen ins Deutsche sind für 2017 beträchtlich gestiegen. Deutschland und Frankreich treten außerdem dafür ein, dass die in der Buchindustrie beider Länder gängigen Geschäftsmodelle europaweit Verbreitung finden. Der Direktor der Frankfurter Buchmesse, Juergen Boos, beschreibt dieses Engagement wie folgt: „Mit der Einladung Frankreichs als Ehrengast bei der Frankfurter Buchmesse möchten wir die gewachsenen Strukturen des kulturellen Austauschs pflegen und weiter intensivieren. Auch die Frage nach einer europäischen Identität, kann nur mit der Verknüpfung nationaler Unterschiede beantwortet werden. Denn heute, wo Grenzen durch Digitalisierung und Globalisierung stetig an Relevanz verlieren, tun sich neue Formen der kulturellen Zusammenarbeit auf.“

Im Mittelpunkt des Ehrengastauftritts „Frankfurt auf Französisch" steht die französische Sprache und die französischsprachige Literatur, mit drei Themenschwerpunkten: Innovation und digitales Schaffen; Französisch als Sprache des Wissensaustauschs und der Gastfreundschaft; Belebung des deutsch-französischen Kulturaustauschs über die Jugend.

Der Ehrengastauftritt Frankreichs auf der Frankfurter Buchmesse bildet den Höhepunkt eines französischen Kulturjahrs in ganz Deutschland mit einem vielfältigen und spartenübergreifenden Programm, das gemeinsam mit dem Institut français Deutschland umgesetzt wird. Mehr als 300 Veranstaltungen werden 2017 unter dem Label „Frankfurt auf Französisch" bundesweit stattfinden: Theater, aktuelle Musik, Bildende Kunst, Kino, Literaturbegegnungen und vieles mehr mit 250 beteiligten Künstlern und französischsprachigen Autoren. Dabei sind schon vor der Buchmesse im Oktober 2017 spannende Höhepunkte zu erwarten: das Literaturfest LitCologne, die Zusammenarbeit zwischen dem Krimi-Festival Quai du polar Lyon und der Leipziger Buchmesse und die Tour d’Allemagne französischer Autoren beginnend in Düsseldorf, wo auch die Tour de France ihren Start nimmt.

Als Mittlerorganisation des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten und internationale Entwicklung und des Ministeriums für Kultur und Kommunikation ist das Institut français für die Umsetzung des Ehrengastauftritts verantwortlich, in Abstimmung mit dem Centre national du livre, dem Syndicat national de l'édition und dem Bureau international de l'édition française und in enger Partnerschaft mit der Organisation Internationale de la Francophonie, Wallonie-Bruxelles und Pro Helvetia. Zu den Unterstützern gehören ferner zahlreiche Gebietskörperschaften und der Club des Partenaires unter dem Vorsitz von BNP Paribas.

 Über die Frankfurter Buchmesse
Die Frankfurter Buchmesse ist mit 7.100 Ausstellern aus über 100 Ländern, rund 275.000 Besuchern, über 4.000 Veranstaltungen und rund 10.000 anwesenden akkreditierten Journalisten, darunter 2.000 Blogger, die größte Fachmesse für das internationale Publishing. Darüber hinaus ist sie ein branchenübergreifender Treffpunkt für Player aus der Filmwirtschaft und der Gamesbranche. Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildet seit 1976 der jährlich wechselnde Ehrengast, der dem Messepublikum auf vielfältige Weise seinen Buchmarkt, seine Literatur und Kultur präsentiert. Die Frankfurter Buchmesse organisiert die Beteiligung deutscher Verlage an rund 20 internationalen Buchmessen und veranstaltet ganzjährig Fachveranstaltungen in den wichtigen internationalen Märkten. Mit der Gründung des Frankfurt Book Fair Business Clubs bietet die Frankfurter Buchmesse Unternehmern, Verlegern, Gründern, Vordenkern, Experten und Visionären ideale Voraussetzungen für ihr Geschäft. Die Frankfurter Buchmesse ist ein Tochterunternehmen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. www.buchmesse.de

Goethe-Institut Damaskus | Im Exil eröffnete am 20. Oktober in Berlin

Der Projektraum „Goethe-Institut Damaskus | Im Exil“ eröffnet heute Abend in Berlin. Bis zum 5. November 2016 präsentieren rund 100 syrische und deutsche Künstler in 50 Veranstaltungen ein vielseitiges Programm zu den Themen Heimat, Flucht und Identität. Das Goethe-Institut zeigt damit Möglichkeiten künstlerischen Schaffens im Exil auf und stellt Projekte aus dem In- und Ausland vor.

Mit dem symbolischen Ort setzt das Goethe-Institut ein Zeichen für die Hoffnung auf eine Zukunft nach dem Krieg und nimmt einzelne Fäden seiner Arbeit in Syrien wieder auf, die 2012 durch die Schließung des Instituts unterbrochen wurde. In einem leerstehenden Ladenlokal in Berlin-Mitte stellen Filmemacher und Künstlerinnen, Schriftstellerinnen und Verleger, Musiker und Kuratorinnen ein Programm mit Ausstellungen, Konzerten, Workshops, Lesungen, einer Filmreihe und Podiumsdiskussionen vor.

Der Generalsekretär des Goethe-Instituts Johannes Ebert zur Rolle des Projekts für die Arbeit des Goethe-Instituts im In- und Ausland: „Das Goethe-Institut sieht in seiner Arbeit eine große Verantwortung: Erstens haben wir eine Verantwortung für die, die in die Nachbarländer Syriens und nach Deutschland geflohen sind. Zweitens haben wir eine Verantwortung in Europa, wo die Ablehnung des Fremden immer mehr um sich greift. In den Nachbarländern Syriens, im Libanon, im Irak und in der Türkei wollen wir mit Projekten in Kultur und Bildung einen zumindest bescheidenen Beitrag dazu leisten, dass keine verlorene Generation entsteht.“

Am zweiwöchigen Programm im Pop-Up-Format sind unter anderem folgende Künstler und Kulturschaffende beteiligt: Rasha Abbas, Fadi Abdelnour, Marwan Adwan, Hala Alabdalla, Amer Al Akel, Rula Ali, Rafat Alzakout, Mithkal Alzghair, Alina Amer, Nabil Arbaain, Assaf Al Assaf, Mohammad Al Attar, Kinan Azmeh, Colette Bahna, Mani Benchelah, Nawar Bulbul, Talal Derki, Zaina Erhaim, Sara Fattahi, Katharina Grosse, Samar S. Haddad, Mudar Al Haggi, Athil Hamdan, Anis Hamdoun, Diana El Jeroudi, Abdullah Al-Kafri, Milad Khawam, Juliane Köhler, Rawan Al Kurdi, Shermin Langhoff, Jalal Maghout, Rania Mleihi, Ossama Mohammed, Kevork Mourad, Maan Moussli, Orwa Nyrabia, Hanno Rauterberg, Ary Sefhan, Mey Seifan, Nasan Tur, Helena Waldmann, Sana Yazigi, Liwaa Yazij.

Ausführliche Informationen zum Programm unter: www.goethe.de/damaskusimexil

Die Pressemappe zu „Goethe-Institut Damaskus | Im Exil“ finden Sie hier zum Download: www.goethe.de/pressemappe

Im Anschluss an die Laufzeit des temporären Instituts lädt der Themenraum „Syrien — Berlin“ in der Amerika-Gedenkbibliothek vom 8. November bis zum 30. Dezember 2016 mit Medien in arabischer, deutscher und englischer Sprache und Informationen zum Leben zwischen den Heimaten sowie syrischer Kunst und Kultur zum Dialog ein.

„Goethe-Institut Damaskus | Im Exil“ ist ein Projekt des Goethe-Instituts. Medienpartner sind die Deutsche Welle, Radioeins vom rbb, das Magazin Rosegarden und die tageszeitung.