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Donnerstag, 6. Oktober 2016

Das Goethe-Institut auf der Frankfurter Buchmesse 2016

  Habari gani, Africa ?

Auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse lädt das Goethe-Institut vom 19. bis 23. Oktober 2016 zu Diskussionen über die Themen Flucht und Nationalismus ein. Neben einer Reihe von Veranstaltungen zu diesen aktuellen Herausforderungen in Europa richtet sich der Blick auch auf das Gastland Niederlande/Flandern und den afrikanischen Kontinent.

Die Entwicklungen, die Europa im vergangenen Jahr beschäftigt haben, finden ihren Niederschlag auch in der Literatur. Viele Menschen mussten vor Krieg und Gewalt in ihrer Heimat fliehen und hoffen in Deutschland auf eine bessere Zukunft für sich und ihre Familie. Europa hingegen gerät angesichts der neuen Herausforderungen in eine Identitätskrise und sieht sich mit nationalistischen und populistischen Tendenzen konfrontiert. Diese europäische Suche nach Identität ist auch Thema einer Reihe von Diskussionen, die das Goethe-Institut neben vielen weiteren Aktivitäten auf der Bühne des „Weltempfangs“ der Frankfurter Buchmesse organisiert.

Flucht in den Populismus

Von ihren Erfahrungen in einem krisen- und kriegsgeschüttelten Land berichten irakische Frauen, die in literarischen Schreibworkshops erste Schritte in die Autorinnenschaft machen. Im Salon des Weltempfangs lassen sie das Publikum an den entstandenen Texten teilhaben (Samstag, 22. Oktober, 13.00 bis 14.00 Uhr, Salon Weltempfang, Halle 3.1).

Die Podiumsdiskussion „Künstler im Exil – Initiativen, die helfen” beschäftigt sich mit der Frage, wie für Künstlerinnen und Künstler im Exil kreative Freiräume geschaffen werden können. Was für Initiativen sind denkbar? Welche Strukturen benötigen die Künstler im Exil? Welche Institutionen können als Partner gewonnen werden? Darüber sprechen Lanna Idriss, Mitinitiatorin des Aktionsbündnisses „Wir machen das. jetzt” und Direktorin der BHF-Bank, der Verleger des secession Verlags Joachim von Zepelin und der Autor und Anwalt Aref Hamza (Samstag, 22. Oktober, 13.30 bis 14.30 Uhr, Bühne Weltempfang, Halle 3.1).

Unter dem Titel „Populismus in Europa – Zur Rolle von Kunst und Kultur“ werden die fremdenfeindlichen Tendenzen beleuchtet, die gegenwärtig in ganz Europa erstarken. Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts, diskutiert mit der slowakischen Kuratorin Lenka Kukurova, der polnischen Historikerin Ruth Leiserowitz sowie dem dänischen Schriftsteller Carsten Jensen (Freitag, 21. Oktober, 16.30 bis 17.30 Uhr, Bühne Weltempfang, Halle 3.1.).

Afrikanische und niederländische Perspektiven

Mit der Vorstellung der Publikation „African Futures“ wird der Blick über Europa hinaus geweitet (Sonntag, 23. Oktober, 12 bis 13 Uhr, Bühne Weltempfang, Halle 3.1). Das gleichnamige Projekt des Goethe-Instituts hat Positionen und Visionen afrikanischer Künstler, Kulturschaffender und Wissenschaftlerinnen gesammelt, die unser oft verzerrtes Bild von Afrika unterlaufen. Die Podiumsdiskussion „Blicke nach Europa – Zwischen Sehnsucht und Ablehnung“ thematisiert zudem die Wahrnehmung Europas aus nordafrikanischer und libanesischer Perspektive (Sonntag, 23. Oktober, 13.30 bis 14.30 Uhr, Bühne Weltempfang, Halle 3.1).

Über Lieblingsautoren und Eindrücke aus dem diesjährigen Gastland Niederlande berichtet der Verleger des mairisch Verlags Daniel Beskos im Gespräch mit dem Herausgeber des niederländischen Literaturmagazins „Das Mag” Daniël van der Meer. Unter dem Motto „Wenn schon kennenlernen, dann richtig” verlegte der Hamburger mairisch Verlag seinen Sitz im Februar 2016 für einen Monat nach Amsterdam, um den Ehrengast der Frankfurter Buchmesse in seiner Heimat zu erleben. 

Mein Ort in Deutschland

Wie Menschen aus aller Welt auf Deutschland blicken, vermittelt der Blog „Mein Ort in Deutschland“ in einem lebendigen Bild. Über 1200 Menschen aus 100 Ländern teilten auf der Plattform Geschichten über ihren Lieblingsort in Deutschland. Die 80 originellsten Beiträge erscheinen nun in Zusammenarbeit mit dem Hueber Verlag als Buch, das in Frankfurt erstmalig vorgestellt wird.

Für Verlegerinnen und Verleger in Mexiko hat das Goethe-Institut zusammen mit internationalen Partnern sechs Stipendien vergeben. Die teils noch jungen Unternehmer reisen zur Buchmesse und können vor Ort eine Auswahl ihres Programms präsentieren. Das Projekt ist Teil der Aktivitäten zum deutsch-mexikanischen Jahr 2016/2017.

Das Programm des Goethe-Instituts auf der Buchmesse entstand in Kooperation mit der Frankfurter Buchmesse, dem Auswärtigen Amt, TRADUKI, Litprom, ARTE, S. Fischer Stiftung und dem Institut für Auslandsbeziehungen.

Goethe-Institut verleiht Jugend- und Kinderfilmpreis 2016

Der Jugend- und Kinderfilmpreis des Goethe-Instituts geht in diesem Jahr an den Film „Auf Augenhöhe” von Evi Goldbrunner und Joachim Dollhopf. Mit dem Preis zeichnet das internationale Kulturinstitut jährlich einen Kinder- und Jugendfilm aus der Reihe „Blickpunkt Deutschland“ aus. Die Verleihung fand auf dem Internationalen Filmfestival für Kinder und junges Publikum „Schlingel“ in Chemnitz statt.

Bei der Preisverleihung des Filmfestivals „Schlingel“ hat das Goethe-Institut am 1. Oktober seinen Jugend- und Kinderfilmpreis an Evi Goldbrunner und Joachim Dollhopf für ihren Film „Auf Augenhöhe” vergeben. Der Film erzählt von einem elfjährigen Jungen namens Michi, der in einem Kinderheim in Bayern aufwächst. Seine Mutter ist tot, den Vater kennt er nicht. In einem Brief, den die Mutter vor seiner Geburt an den Vater schrieb, findet er dessen Adresse. Voller Hoffnung macht er sich auf den Weg und stellt zu seinem Entsetzen fest, dass der Vater Tom nicht seinen Wunschvorstellungen entspricht: Er ist kleinwüchsig. Von den Kindern deswegen im Heim gemobbt, zieht Michi notgedrungen zu Tom und lernt, was wahre Größe bedeutet.

Der Jugend- und Kinderfilmpreis des Goethe-Instituts besteht in dem Ankauf einer internationalen Lizenz zum Einsatz in seinem weltweiten Netzwerk, an allen 159 Auslandsinstituten sowie Partnerinstitutionen in mehr als 90 Ländern und einer Untertitelung in mindestens fünf Sprachen. Eine vierköpfige Jury wählte diesen Film aus 16 aktuellen Kinder- und Jugendfilmen aus, die beim „Schlingel“ gezeigt wurden.

In der Jurybegründung heißt es: „Wer kennt es nicht, dieses Schamgefühl, das man als Jugendlicher in bestimmten Momenten gegenüber den eigenen Eltern empfunden hat? Und wie schwer es ist, sich von den Vorstellungen gesellschaftlicher Normen freizumachen? Für Michi, dessen Vater kleinwüchsig ist, ist das besonders schwer. Eindringlich zeigt ‚Auf Augenhöhe‘, wie ein junger Mensch sich den eigenen und gesellschaftlichen Vorurteilen stellt und sie überwindet. Der Film bietet damit einen originellen Beitrag zum Thema Akzeptanz. Besonders beeindruckt hat uns auch die schauspielerische Leistung von Luis Vorbach, der die komplexe Gefühlsentwicklung des elfjährigen Michi überzeugend darstellt. ‚Auf Augenhöhe‘ ist ein Kinderfilm, der Groß und Klein gleichermaßen anregt, über den eigenen Umgang mit dem ‚Anderssein‘ nachzudenken.“

Die Jury vergab zudem den mit 4.000 Euro dotierten Förderpreis der DEFA-Stiftung an den Regisseur Martin Zandvliet und seinen Film: „Unter dem Sand“. Während des „Schlingel”-Festivals flimmern vom 26. September bis zum 2. Oktober 2016 rund 180 internationale Produktionen über die Leinwände, die meisten Filme sind zum ersten Mal in Deutschland zu sehen.

Weitere Informationen zum Festival finden Sie unter:

Das Goethe-Institut ist Kooperationspartner des Internationalen Filmfestivals für Kinder und junges Publikum „Schlingel“ in Chemnitz.

Geschichtenband zum Projekt „Mein Ort in Deutschland“ erscheint im Oktober

Im Oktober erscheint der Geschichtenband „Mein Ort in Deutschland – Was macht einen Ort zu einem besonderen Ort in unserem Leben“ zum gleichnamigen internationalen Wettbewerb des Goethe-Instituts im Hueber Verlag. Der Band enthält rund 80 der schönsten und interessantesten Einsendungen von Autorinnen und Autoren aus aller Welt, die zunächst auf www.goethe.de/moid ihre persönlichen Geschichten über Lieblingsorte in Deutschland geteilt hatten. Sie erzählen von Parkbänken und Schwarzwalduhren, Straßenkreuzungen, Bäckereien und Schwimmbädern – und zeichnen damit ein vielfältiges, buntes und ganz persönliches Bild des Landes.

Rund 1.200 Menschen aus 100 Ländern, darunter Russland, China, Indonesien, USA und Argentinien, waren dem Aufruf des Goethe-Instituts gefolgt und haben ihre Geschichten über persönliche Sehnsuchtsorte auf dem Webportal von „Mein Ort in Deutschland“ geteilt. Der Präsident des Goethe-Instituts Klaus-Dieter Lehmann zur Projektidee im Vorwort des Geschichtenbands: „Mit dem Projekt ,Mein Ort in Deutschland’ wollten wir (…) all jene ansprechen, die im Ausland über das Goethe-Institut in Berührung mit Deutschland gekommen sind. Im Vordergrund stand dabei die Frage, was uns Menschen wirklich intellektuell, emotional und sinnlich mit Orten verbindet und vielleicht ein Leben lang an diese Orte bindet. Seien es Begegnungen und Gespräche, die neue Gedanken anstoßen, uns bewegen, prägen und verändern. Oder die Atmosphäre, die uns auch Jahre später durch einen flüchtigen Geruch oder den Klang einer Stimme zurück an diesen einen Ort versetzt.“

Verlegerin Michaela Hueber sagte: „Durch den Blick von außen, gleichsam durch fremde Augen, das eigene Land neu zu entdecken, neue Facetten und Blickwinkel wahrzunehmen, macht den unwiderstehlichen Reiz und Charme dieses Buches aus.“ So berichten Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern, wie Wegkreuzungen, Stadtviertel, ganze Städte, Landschaften oder völlig andere kleine und große Orte in Deutschland durch Atmosphäre, Architektur oder Begegnungen zu „ihrem“ Ort geworden sind.

Eine sechsköpfige Fachjury bestehend aus Persönlichkeiten der Bereiche Kultur, Wissenschaft und Politik wählte aus allen Texten die zehn herausragendsten Beiträge aus. In der anschließenden Online-Abstimmung hatte das Publikum die Möglichkeit, seinen Favoriten zu küren und damit den Hauptgewinn, eine Reise nach Deutschland, zu vergeben. Dieser ging an die Autorin Dieu Linh Bui aus Vietnam, die mit ihrer Geschichte über eine besondere Begegnung in Augsburg die meisten Stimmen erzielte. Der Erzählband des Hueber Verlags vereint 80 der spannendsten und originellsten Geschichten und wird bei der Frankfurter Buchmesse vorgestellt.

Weitere Informationen zum Projekt unter:

„Mein Ort in Deutschland“ ist ein Projekt des Goethe-Instituts in Zusammenarbeit mit dem Hueber Verlag. Der Aufbau von „Mein Ort in Deutschland“ wurde aus Mitteln der Bildungsoffensive Deutsche Sprache des Auswärtigen Amtes gefördert.

Goethe-Institut Damaskus | Im Exil: Das Programm vom 20.10. bis 5.11.2016

Der Projektraum „Goethe-Institut Damaskus | Im Exil“ eröffnet am 20. Oktober in Berlin. Bis zum 5. November werden etwa 100 Künstler in 50 Veranstaltungen ein vielseitiges Programm zu den Themen Heimat, Flucht und Identität präsentieren sowie Möglichkeiten künstlerischen Schaffens im Exil aufzeigen und Projekte aus dem In- und Ausland vorstellen.

Zum Pressegespräch

am 19. Oktober um 10:30 Uhr
im „Goethe-Institut Damaskus | Im Exil“
Rosa-Luxemburg-Str. 16, 10178 Berlin

möchten wir Sie hiermit herzlich einladen, um Ihnen das Programm und den temporären Raum für Kunst und Kultur vorzustellen. Aufgrund der begrenzten Platzkapazität bitten wir um Ihre Anmeldung bis zum 13. Oktober an presse@pr-netzwerk.net oder Tel.: 030/61 65 11 55.

Es sprechen der Generalsekretär des Goethe-Instituts Johannes Ebert, die Filmregisseurin/Produzentin Diana El-Jeroudi, Alina Amer, Künstlerin „70 Quadratmeter” sowie die langjährige Mitarbeiterin des Goethe-Instituts Damaskus Pelican Mourad. Weitere beteiligte Künstlerinnen und Künstler stehen Ihnen im Anschluss für Interviews zur Verfügung.

Mit dem symbolischen Ort setzt das Goethe-Institut ein Zeichen für die Hoffnung auf eine Zukunft nach dem Krieg und nimmt einzelne Fäden seiner Arbeit in Syrien wieder auf, die 2012 durch die Schließung des Instituts unterbrochen wurde. In einem leerstehenden Ladenlokal im Pop-Up-Format in Berlin-Mitte stellen syrische und deutsche Filmemacher und Künstlerinnen, Schriftstellerinnen und Verleger, Musiker und Kuratorinnen ein Programm mit Ausstellungen, Konzerten, Workshops, Lesungen, einer Filmreihe und Podiumsdiskussionen vor.

Aus dem Programm:

Musik:
Die Kinan Azmeh City Band aus New York City wurde seit ihrer Gründung im Jahr 2006 von Publikum und Kritikern bejubelt und ist für ihre virtuose und energiegeladene Bühnenpräsenz bekannt. Mit seinem Ensemble versucht Azmeh, eine Brücke zwischen Klassik, Jazz und der Musik seines Heimatlandes Syrien zu schlagen. Zusätzlich zeigt Kinan Azmeh zusammen mit dem syrisch-armenischen Künstler Kevork Mourad eine Performance (Konzert Kinan Azmeh City Band, 24.10. um 20 Uhr, Performance Home Within 25.10. um 21 Uhr).

An sechs Abenden darf im temporären Goethe-Institut zu Elektro-Beats getanzt werden: Für Damascus Rhythm legen DJs aus dem arabischen Raum experimentelle und elektronische Musik auf. Das Programm wurde vom libanesischstämmigen Produzenten und DJ Rabih Beaini kuratiert und findet in Zusammenarbeit mit CTM, club transmediale, statt (22., 23., 26., 29. und 31.10. sowie 5.11., jeweils ab 20:30 Uhr).

Kunst:
In drei Vernissagen präsentieren die jungen syrischen Künstlerinnen und Künstler Rula Ali, Amer El Akel und Alina Amer drei unterschiedliche Gestaltungen des Ladenlokals: „70 Quadratmeter” zeigt auf, wie Räume mit Leben gefüllt ein Stück Geborgenheit in der Fremde vermitteln können. Konzeptionell begleitet werden sie dabei vom Berliner Künstler Nasan Tur (20.10. ab 20:30 Uhr, 25.10. und 1.11. jeweils um 18 Uhr).

Kulturdiskurs:
Gerade die arabischen Nachbarländer Syriens, die einen Großteil der Geflüchteten aufgenommen haben, stehen vor großen Herausforderungen. Inwieweit können auch Kunst und Kultur in einer solchen Situation einen Beitrag leisten und etwas bewegen? Der Generalsekretär des Goethe-Instituts Johannes Ebert, der Theaterwissenschaftler und Gründer der Produktions-Plattform „Ettijahat” Abdullah Al-Khafri sowie der Dramatiker Mohammed Al-Attar sprechen über das Thema Kulturarbeit und Flucht und gehen der Frage nach „Was kann Kultur?” (3.11. um 19 Uhr).

Der Theaterautor und -regisseur Anis Hamdoun, die Intendantin des Maxim Gorki Theaters Shermin Langhoff, der Kunstkritiker Hanno Rauterberg und die Choreografin Mey Sefan diskutieren über die Politisierung der Flucht in der aktuellen Gegenwartskunst und die Frage nach sozialer Verantwortung in der Zusammenarbeit mit geflüchteten Kulturschaffenden („Flucht in die Kunst? - Eine Debatte zum Kulturbetrieb”, 29.10. um 19 Uhr).

Kulturschaffende brauchen nicht nur Qualifizierung und Vernetzung, sie brauchen auch Strukturen: für Ausbildung, für Förderung, für öffentliche Präsentationen. In einer Kriegs- oder Exilsituation brechen diese Strukturen häufig zusammen. Wie gehen Künstlerinnen und Künstler damit um? Die Dramaturgin Rania Mleihi, der Theatermanager Wissam Kadour und die Aktivistin Marina Naprushkina diskutieren mit Johanna Keller, Leiterin kulturelle Programmarbeit in der Region Nordafrika/Nahost des Goethe-Instituts („Plattformen der Vernetzung”, 27.10. um 19 Uhr).

Literatur:
Eine Gesprächsrunde mit dem Präsidenten des Goethe-Instituts Klaus-Dieter Lehmann und den syrischen Verlegern Samar S. Haddad und Marwan Adwan befasst sich mit der Situation der Verlagslandschaft im arabischen Raum und den Folgen des Krieges für Literatur und Leserschaft in der gesamten Region („Wir können nicht aufhören, Bücher zu drucken, weil Krieg ist.” 28.10. um 19 Uhr).

Die Schauspieler Juliane Köhler und Aurel Manthei lesen Auszüge aus dem Stück „Deine Liebe ist Feuer” des syrischen Autors Mudar al Haggi, das aktuell im Berliner Exil entstanden ist. Das Stück erzählt vom Alltag im bürgerkriegszerrütteten Damaskus (27.10. um 21 Uhr).

Das Goethe-Institut hat Autoren und Intellektuellen aus mehr als dreißig Ländern einen Fragebogen zu den Themen Flucht und Migration vorgelegt. Inspirationsquelle waren die Fragebögen des Schweizer Schriftstellers Max Frisch. Die Ergebnisse liegen im temporären Goethe-Institut aus. Die Autorin Rasha Omran, der Schriftsteller und Übersetzer Ibon Zubiaur und die Journalistin und Historikerin Frances Stonor Saunders diskutieren in einer Gesprächsrunde über die Antworten („Wohin?”, 25.10. um 19 Uhr).

Film:
Die Filmreihe „Exile Film Station” zeigt das syrische Kino vor der Revolution und seine Entwicklung seit 2011. Die Filme werden auch im Kino Babylon gezeigt (Rosa-Luxemburg-Str. 30, 10178 Berlin) sowie an zwei Abenden in der Akademie der Künste am Hanseatenweg. Im temporären Goethe-Institut finden darüber hinaus Treffen syrischer Filmschaffender statt, eine Matinée, Workshops und Panels.

Zum Thema Überleben zeigt der französisch-syrische Regisseur Ossama Mohammed seinen Film „Silvered Water - Syria Self-Portrait”, der Handyaufnahmen zu einem filmischen Werk zusammenfügt, das eine der größten Tragödien der heutigen Zeit – den syrischen Bürgerkrieg - eindrucksvoll beschreibt (30.10. ab 11 Uhr).

Allgemeine Informationen:
Bei vielen Veranstaltungen wird simultan ins Deutsche bzw. Arabische gedolmetscht, wenige Veranstaltungen finden auf Englisch statt. Genauere Informationen zur Sprache der jeweiligen Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem Programm. Begleitet wird das Programm von Netzwerktreffen und Café-Betrieb. Eine Reihe von Workshops gibt praktische Tipps und fördert Begegnungen. Darüber hinaus dient der Raum als temporäre Bibliothek, bietet syrische und deutsche Literatur sowie Kinder- und Jugendbücher, Selbstlernmaterialien, Tablet- und PC-Stationen.

Zur Geschichte:
2012 musste das Goethe-Institut Damaskus aufgrund der Sicherheitslage geschlossen werden. Das 1955 gegründete Institut war über viele Jahre ein Ort des Zusammentreffens für Kulturschaffende, Studierende und Partner zwischen Deutschland und Syrien. Viele Menschen, die dem Goethe-Institut Damaskus verbunden waren, mussten das Land verlassen und leben nun im europäischen Exil, zumeist in der Hoffnung, eines Tages nach Syrien zurückkehren zu können.

„Goethe-Institut Damaskus | Im Exil“
20. Oktober bis 5. November 2016
Rosa-Luxemburg-Straße 16, Berlin-Mitte
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 16–22 Uhr, Samstag und Sonntag 10–22 Uhr,

„Goethe-Institut Damaskus | Im Exil” ist ein Projekt des Goethe-Instituts. Medienpartner sind die Deutsche Welle, Radioeins vom rbb, das Magazin Rosegarden und die tageszeitung.