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Montag, 26. September 2016

photokina 2016: Entering new digital realities: Die erste DIGILITY feierte ihr Debüt mit mehr als 1000 Gästen aus aller Welt

#digility16 #2016 #VR #AR

Mit über 1000 Teilnehmern, 70 Sprechern und einem vielfältigen, zweitägigen Programm schloss die erste DIGILITY am gestrigen Abend ihre Tore. Die B2B-Konferenz und Expo, veranstaltet von der Koelnmesse, konnte sich selbstbewusst als führendes und relevantes Event für die europäische Augmented und Virtual Reality-Industrie platzieren.

Köln, 24. September2016: Zwei Tage lang diskutierten Experten aus aller Welt digitale Trends und Innovationen rund um neue Technologien wie VR, AR, 360° Imaging bis hin zu künstlicher Intelligenz. Die DIGILITY wurde als B2B-Konferenz und Expo angelegt, die alle Aspekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette der digitalen Realität abbilden soll.

Unter dem Motto „WELCOME TO THE CAPITAL OF DIGITAL REALITY. GUIDING THE FUSION OF REAL AND DIGITAL”, begrüßte die Koelnmesse mehr als 1000 Gäste auf der DIGILITY und gab ihnen an beiden Tagen die Möglichkeit, exklusive Einblicke in die Welt der AR und VR zu erhalten, sich auszutauschen und neue Geschäftskontakte zu akquirieren. Auf zwei Bühnen, in Workshops und Panels wurde thematisiert und diskutiert, wie sich die Augmented- und Virtual Reality-Technologien erfolgreich in unterschiedlichen Industrien einsetzen lassen, wie diese Technologien die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle vorantreiben, welche Techniken innovative User Experiences generieren, bis dahin wie sich Startups in diesem Sektor entwickeln und wo umfangreiche Investitionen zukünftig zu erwarten sind.

„Auf der DIGILITY sind alle Industrien – von der Medizin bis zum Journalismus, von Automotive bis Logistik, von Forschung über Bildung bis hin zum Entertainmentbereich – repräsentiert. Dies spiegelt auf beeindruckende Weise das große Interesse sowie das vielfältige Repertoire und die Chancen der Augmented und Virtual Reality-Technologien wider. Wir sind froh darüber, dass wir hier den richtigen Instinkt hatten und eine neue, dringend notwendige Business-Plattform entlang der Wertschöpfungskette etabliert zu haben: Entwickler und Produzenten aus der Hard- und Softwarebranche, Forschungseinrichtungen, Marketingagenturen, Entscheider und digitale Vordenker diverser Industrien. Es war die richtige Entscheidung, dieses Event in Köln, der europäischen Hauptstadt für Konferenzen und Messen im Bereich digitaler Medien, zu etablieren“, so Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse.

Mehr Details über die DIGILITY 2016 finden Sie unter www.digility.de.
Statements zur DIGILITY 2016:

„Die DIGILTY ist ein fantastischer Ort, um mit international engagierten Menschen aus den Bereichen Virtual und Augmented Reality zusammen zu kommen und sich authentisch und aus unterschiedlichen Perspektiven auszutauschen. Ich bin begeistert davon, die ganzheitliche Sicht aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten zu können. Denn es ist offensichtlich, dass je rasanter sich die Technologien entwickeln, desto statischer unsere angeborenen, menschlichen Bedürfnisse bleiben. Technologie wird von uns Menschen entwickelt und nicht umgekehrt.“
Alysha Naples, Formerly of Magic Leap

“Wir müssen Communities, in denen wir uns weiterentwickeln, vernetzen, etwas erschaffen und Wissen austauschen, weiterentwickeln. DIGILITY ist die richtige Plattform, dies umzusetzen. Ich habe es genossen, inspirierende Menschen, Erfinder, Partner und Startups hier zu treffen.“
Tillmann Stauske, Volkswagen

“Ich habe ein großes Interesse an VR und AR. Beide werden enorme Treiber für neue Produkte und Erfahrungen in den nächsten Jahren sein. Die DIGILITY ist der führende Ort, um etwas über neueste Entwicklungen in diesen Bereichen zu erfahren und mit Pionieren, die sie vorantreiben, zu netzwerken.“
Robert Scoble, Upload VR

“Die DIGILITY deckt alle Aspekte der VR, AR und Mixed Reality – von der Technologie bis zu den Märkten, Wissenschaft bis Content Creation – ab. Sie fungiert als sehr kraftvolle Inspirationsmaschine rund um neue Technologien und Medienplattformen. Für mich der beste Grund, um herzukommen und so vielen Sprechern wie nur möglich zuzuhören.“
Astrid Kahmke, Bavarian Film Center

“Ich bin froh, dass die DIGILITY angetreten ist und eine Plattform für technologische Revolutionen aus Deutschland bietet. Ein Must-Have aus meiner Perspektive.“
Wolfgang Stelzle, RE'FLEKT

“Die DIGILITY ist einzigartig und sehr stark fokussiert darauf, AR und VR in die reale, physische Welt zu verankern. Sie ist der PLACE TO BE, wenn man die digitale Zukunft seines Unternehmens prägen möchte.“
Dirk Christoph, Innoactive

“Nicht alles passiert in Silicon Valley oder Hollywood! Lasst uns die Experten, die wir in Europa und besonders in Deutschland bereits haben, zusammenbringen. Unser Wissen, wenn es um Engineering geht, ist enorm und, wie ich gerade gelernt habe, findet sich hier eine hohe Expertise im Bereich Storytelling. Wir sollten zusammenkommen und uns verbinden - oder wie ich immer sage - Synergien durch Kollaborationen finden. -- Kathleen Schröter, Fraunhofer HHI


Alle Informationen über die DIGILITY 2016, sowie Fotos und Materialien, finden Sie unter www.digility.de.

photokina 2016: Aufbruch in neue Dimensionen - Imagingbranche beweist in Köln Dynamik und Innovationskraft

191.000 begeisterte Besucher, zufriedene Aussteller: Die photokina, Weltleitmesse für Foto, Video und Imaging, ist am Sonntag nach einer sehr erfolgreichen Woche in Köln zu Ende gegangen. 983 Aussteller aus 42 Ländern überzeugten Fachpublikum und Privatbesucher mit einer Vielzahl an Produktneuheiten aus allen Bereichen des Imaging-Workflows. Das neue Konzept der Messe unter dem Dach „Imaging Unlimited“ kam dabei in allen Bereichen voll zum Tragen: Deutlich mehr junge Besucher fanden den Weg in die Kölner Messehallen und brachten neben Neugier und Interesse für alle Aspekte des Imaging auch die Zeit mit, sich intensiv mit neuen Technologien und Services auseinanderzusetzen. Dabei wurde auf der photokina so viel fotografiert, gefilmt und geteilt wie nie zuvor. Fast 34.000 Tweets mit dem Hashtag photokina gingen allein in der Messewoche um die Welt. Der gesellschaftliche Megatrend des Bildes als Universal-Sprache setzt sich fort. Als übergreifender Trend auf der photokina ließ sich eine Fokussierung auf den „Decisive Moment“, also den entscheidenden, einzigartigen Augenblick, feststellen.

„Wir haben die Anpassung des Konzeptes der photokina nicht aus Selbstzweck vorgenommen, sondern um der Imagingbranche auch in der Zukunft eine starke Business-Plattform zu bieten. Die Erschließung neuer Zielgruppen ist dafür unabdingbar – wir freuen uns sehr, dass dieses Konzept aufgegangen ist“, so
Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse.

Auch die Branche zeigte sich zufrieden nach sechs Tagen intensiver Gespräche mit Händlern, Verbrauchern und Industrievertretern. „Die photokina 2016 hat die Dynamik und Innovationskraft der Imagingbranche unterstrichen. Sie war für alle Beteiligten ein besonderes Erlebnis, aus dem die Industrie gestärkt hervorgeht. Auch der Handel nimmt wichtige Impulse für die nächsten Monate mit“, blickt
Rainer Führes, Vorsitzender des Photoindustrie-Verbandes, positiv auf die Veranstaltung zurück.

Der Erfolg des neuen Konzeptes bildet sich in den Zahlen ab: Der Anteil der Besucher unter 30 Jahre stieg um rund ein Fünftel an. Rund 40 Prozent der Privatbesucher gab an, 2016 zum ersten Mal auf der photokina zu sein. Die Zahl der Fachbesucher blieb auf stabilem Niveau.

In vielerlei Hinsicht war die photokina 2016 unter dem Dach „Imaging Unlimited“ ein Aufbruch in neue Dimensionen. „Mit dem neuen Konzept wollten wir – zusätzlich zu unseren Kernzielgruppen – noch mehr junge Leute dazu anregen, sich tiefergehend mit den Themen Foto, Video und Imaging zu beschäftigen“, erläutert
Katharina C. Hamma, Geschäftsführerin der Koelnmesse, die Beweggründe für die Neugestaltung der photokina. „Dafür haben wir die photokina weg von einer reinen Produktschau hin zu einem Multi-Media-Event entwickelt, bei dem die Bildkommunikation im Vordergrund steht. Dass diese Idee sowohl bei den Besuchern als auch den Ausstellern gezündet hat, haben wir in den vergangenen Tagen deutlich gespürt.“

Als übergreifender Trend der photokina 2016 war die Konzentration auf den „Decisive Moment“, also den einen, entscheidenden, einzigartigen Augenblick, festzustellen. Der technologische Fortschritt revolutioniert die Momentfotografie. Verbraucher besinnen sich verstärkt zurück auf das eine Motiv oder den einen Moment, der stellvertretend für ein Erlebnis gedruckt oder in besonderer Form aufbereitet wird. Der Boom der Sofortbild-Kameras ist nur ein Zeichen für diesen Trend. Die Nachfrage nach individuellen Output-Lösungen steigt ebenfalls. So zeigte die photokina beispielsweise den hochwertigen Druck auf unterschiedlichen Materialien. Neue Texturen, Formate und kreative Impulse für Fotobücher und Scrapbooks bedienen gleichzeitig den „Do-it-yourself“-Trend und die Liebe zum Bild. Bei der Produktion wird dabei zunehmend auf Nachhaltigkeit gesetzt.

Auf individuelle Bedürfnisse von professionellen Anwendern wie auch ambitionierten Hobbyfotografen gehen die auf der photokina 2016 neu vorgestellten Kameras und Objektive ein. Ob 4K/6K-Foto-Funktion, austauschbare Sucher, flexibel einsetzbare Kamerasysteme oder sofort editierbare Aufnahmen im RAW-Format: Fotografen erhalten heute maximale Unterstützung bei der Erfassung des „Decisive Moment“. Kamera- und Objektivhersteller setzen neben der Verfeinerung der Technologie weiterhin auf Ästhetik: Der Trend zum puristischen Design bei maximaler Leistung setzt sich fort. Das Premium-Kompaktkamerasegment bewegt sich im semiprofessionellen Bereich zunehmend auf Augenhöhe mit System- und Spiegelreflexkameras – unter anderem neue Sensoren machen es möglich.

Die photokina bot auch Filmern ein großes Angebot an Lösungen für die Aufnahme und Bearbeitung von Bewegtbild – für den Profibereich ebenso wie für Videoeinsteiger. Noch individueller und diversifizierter stellt sich das Imaging dar, wenn es um Actionfotografie, 360 Grad-Aufnahmen oder Multicopter geht. Das zeigte sich in unterschiedlichen Bauweisen und Technologien der zahlreich vorgestellten neuen Produkte ebenso wie an der riesigen Bandbreite an Zubehör und zusätzlichen Funktionen. Das Erlebnis steht hierbei im Vordergrund: Das Gefühl mittendrin zu sein in diesem einzigartigen Moment, anstatt nur Betrachter zu sein. Virtual und Augmented Reality Technologien machen dies besser möglich denn je zuvor, wovon sich die Besucher an vielen Ausstellerständen überzeugen konnten.

Smarte und vernetzte Lösungen spielten auf der photokina 2016 eine große Rolle. Das zeigte sich nicht nur in den Kooperationen namhafter Kamerahersteller mit Smartphone-Herstellern bei Kameratechnik und Aufsatzobjektiven. Ob als externer Auslöser oder Bildschirm, zur Steuerung von Drohnen, bei der Bildbearbeitung oder als Sharing-Tool: Smartphones und Tablets entwickeln sich zu einem zentralen Faktor in allen Bereichen des Imaging-Workflows. Dafür gibt es eine große Bandbreite intelligenter Apps, die unter anderem auch das Archivieren und Präsentieren erleichtern.

Die neuen Angebote auf der photokina, die das Motto „Imaging Unlimited“ erlebbar machen sollten, wurden von den Besuchern sehr gut angenommen. So war der neu eingerichtete RENTAL POINT für Kameras und Equipment über die gesamte Messelaufzeit voll ausgelastet.

In zahlreichen Bilderausstellungen kam auch der künstlerische Aspekt der Fotografie zum Tragen. Mit der Ausstellung „Masters of Photography“ zeigte Leica als offizieller Fotografie-Partner eine herausragende Bildersammlung in Halle 1.

Die (Bild-) Kommunikation über die photokina stieß ebenfalls in neue Dimensionen vor: Laut Statistik wurden in der Messewoche im Zusammenhang mit der photokina weltweit rund 15.000 Bilder in öffentlich zugänglichen Bereichen des Social Web hochgeladen und fast 1.500 Videos geteilt.

Insgesamt hat die photokina 2016 eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass die Imaging-Technologie und die Liebe zum Bild in allen Alters- und Zielgruppen völlig neue Dimensionen annehmen.

Die photokina 2016 in Zahlen:
An der photokina 2016 beteiligten sich 983 Unternehmen aus 42 Ländern, davon 69% aus dem Ausland. Darunter befanden sich 211 Aussteller und 97 zusätzlich vertretene Firmen aus Deutschland sowie 460 Aussteller und 215 zusätzlich vertretende Unternehmen aus dem Ausland. Schätzungen für den letzten Messetag einbezogen, kamen zur photokina 2016 rund 191.000 Besucher aus 133 Ländern.

Die nächste photokina findet von
Dienstag, 25. September bis Sonntag, 30. September 2018 statt.

 Koelnmesse GmbH
Messeplatz 1
50679 Köln
Deutschland

www.koelnmesse.de

ROG: Neues BND-Gesetz als Steilvorlage für Diktatoren

Vor der heutigen Expertenanhörung des Bundestags zum neuen BND-Gesetz fordert Reporter ohne Grenzen die Koalitionsfraktionen auf, die Aushöhlung der Pressefreiheit durch die geplante Reform zu stoppen. Der Entwurf sieht bislang vor, dass der Bundesnachrichtendienst Journalisten und andere Berufsgeheimnisträger außerhalb der EU praktisch schrankenlos überwachen darf, wenn dies im politischen Interesse Deutschlands ist.

„Union und SPD sind dabei, einen frontalen Angriff auf ein unveräußerliches Menschenrecht in Gesetzesform zu gießen. Soll das Ergebnis von drei Jahren politischer Debatte über die NSA-Enthüllungen Edward Snowdens wirklich lauten, alle fragwürdigen Praktiken des BND per Federstrich zu legalisieren?“, sagte ROG-Vorstandsmitglied Matthias Spielkamp. „Das neue BND-Gesetz droht zu einer Steilvorlage für Autokraten und Diktatoren in aller Welt zu werden. Wenn selbst ein demokratischer Rechtsstaat wie Deutschland bei der  Auslandsüberwachung jede Frage nach der Verhältnismäßigkeit über Bord wirft, werden die Putins und Sisis der Welt nicht zögern, es ihm gleichzutun.“

UNTERSCHIEDLICHER GRUNDRECHTSSCHUTZ JE NACH NATIONALITÄT

Mit der Reform (http://t1p.de/3fb9) will die Bundesregierung Menschen abhängig von ihrer Nationalität künftig einen unterschiedlichen Grundrechtsschutz zugestehen: Deutsche dürfte der BND im Rahmen seiner massenhaften Filterung von Kommunikationsdaten nicht überwachen, Europäer nur eingeschränkt, Bürger von Drittstaaten hingegen immer dann, wenn dies die „Handlungsfähigkeit“ Deutschlands sicherstellen oder „Erkenntnisse von außen- und sicherheitspolitischer Bedeutung“ bringen kann. Journalisten könnten damit rasch ins Visier des deutschen Auslandsgeheimdienstes geraten – insbesondere dann, wenn sie mit Informanten über politisch brisante Themen kommunizieren.

Eine Ausnahmeregel für Journalisten bei gezielter Überwachung, wie sie etwa im G 10-Gesetz über die Beschränkung des Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnisses in Deutschland zu finden ist, fehlt im Entwurf für das neue BND-Gesetz komplett. Bisher war umstritten, ob diese Ausnahme auch für ausländische Journalisten und andere Berufsgeheimnisträger gilt. Nun wird klargestellt, dass der BND Journalisten aus Nicht-EU-Ländern ungehindert überwachen darf, wenn dies im Interesse Deutschlands ist.

Reporter ohne Grenzen hat gegen diese geplante Regelung zusammen mit einem internationalen Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen eine Online-Petition gestartet, die den Koalitionsfraktionen vor der geplanten Verabschiedung des Gesetzes Ende Oktober übergeben werden soll und weiterhin unterschrieben werden kann (www.reporter-ohne-grenzen.de/petition-bnd-de/). Zu den Unterstützern gehören unter anderem Amnesty International, PEN International, der Europäische Journalistenverband EFJ und der Weltverband der Zeitungsverleger (WAN-Ifra). Zuletzt hat sich dem Bündnis der Deutsche Anwaltverein angeschlossen, der rund 66.000 Rechtsanwälte vertritt.

MASSIVE KRITIK VON EXPERTEN IM IN- UND AUSLAND

Trotz massiver Kritik etwa der OSZE-Beauftragten für Medienfreiheit (http://t1p.de/iut5), dreier UN-Sonderberichterstatter (http://t1p.de/omg0), des Rechtsausschusses des Bundesrats (http://t1p.de/1ian) und selbst des ehemaligen BND-Präsidenten Gerhard Schindler (http://t1p.de/tn39), lassen die Koalitionsfraktionen bislang keine Neigung erkennen, den Gesetzentwurf nennenswert nachzubessern. Zu den Kritikpunkten gehören zu vage Kriterien für die Auslandsüberwachung, die Diskriminierung nach Staatsangehörigkeit beim Grundrechtsschutz und das Fehlen einer wirksamen Aufsicht über den BND.

Zu den fehlenden Schutzrechten für Journalisten haben etwa die UN-Sonderberichterstatter für den Schutz der Meinungsfreiheit, die Situation der Menschenrechtsverteidiger und die Unabhängigkeit von Richtern und Anwälten erklärt: „Der Gesetzentwurf weckt ernsthafte Bedenken, dass ausländische Journalisten und ihre Informanten Ziel von unbegründeter und unverhältnismäßiger Überwachung werden. Dies bedroht wiederum ihr Recht – und das der Allgemeinheit –, Informationen zu sammeln, zu erhalten und weiterzugeben.“ Ähnliche Bedenken äußerten sie bezüglich des Schutzes der Kommunikation zwischen Anwälten und ihren Klienten.

Die ungewöhnliche Wortmeldung der UN-Experten zu einem deutschen Gesetzesvorhaben zeigt, wie stark die hiesige Debatte um die Konsequenzen aus dem NSA-Skandal auch international wahrgenommen wird. Noch hätten die Koalitionsfraktionen die Möglichkeit, die BND-Reform um eine klare Schutzregelung für Berufsgeheimnisträger zu ergänzen und damit ein Signal für die Glaubwürdigkeit deutscher Menschenrechtspolitik zu setzen. Lassen sie diese Chance verstreichen, dürfte die Signalwirkung umgekehrt ausfallen: Wenn deutsche Politiker künftig von repressiven Regierungen strikte Rechtsstaatlichkeit bei der Überwachung einfordern, dürften sie nach dieser Reform kaum mehr als ein müdes Lächeln ernten.

Deutschland steht auf der jährlichen Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen auf Platz 16 von 180 Ländern. Im vergangenen Jahr hat Reporter ohne Grenzen bereits eine Klage beim Bundesverwaltungsgericht gegen bestimmte Überwachungspraktiken des BND eingereicht.


WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN:

- Online-Petition, Gesetzentwurf und Stellungnahmen zur geplanten Reform: www.reporter-ohne-grenzen.de/petition-bnd-de. Die Petition ist auch auf Englisch, Französisch und Spanisch verfügbar.
- Mehr zum Stand der Pressefreiheit in Deutschland: www.reporter-ohne-grenzen.de/deutschland


Pressekontakt:
Reporter ohne Grenzen
Ulrike Gruska / Christoph Dreyer / Anne Renzenbrink
presse@reporter-ohne-grenzen.de
www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/
T: +49 (0)30 60 98 95 33-55


(Diese Meldung auf der ROG-Webseite: http://ogy.de/c8so)

Direkt zur Online-Petition: https://www.reporter-ohne-grenzen.de/petition-bnd-de)