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Freitag, 1. April 2016

Kultursymposium Weimar präsentiert Programm in Berlin

Teilen und Tauschen sind Grundkonstanten menschlicher Kulturpraktiken, sie sind universell, zeitlos – und das sehr aktuelle Thema des Kultursymposiums Weimar vom 1. bis 3. Juni 2016. Das Goethe-Institut stellt das vollständige Programm am 20. April 2016 um 10:30 Uhr bei einem Pressegespräch in Berlin vor.

Berlin
20. April 2016
Weimar
1. bis 3. Juni 2016
 
 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik diskutieren vom 1. bis 3. Juni 2016 beim Kultursymposium Weimar in kreativer Atmosphäre über Ideen und Impulse zum Thema „Teilen & Tauschen“. Das Goethe-Institut nutzt sein weltweites Netzwerk, um exemplarisch zu einem Thema Ansichten und Verständnisweisen aus vielen verschiedenen Kulturen zusammenzuführen und zu neuen Ideen und Impulsen zu verdichten. Klassische Formate wie Vorträge und Paneldiskussionen werden durch Fish Bowls, Tauschperformances und künstlerische Interventionen ergänzt.

Globale Gemeinschaftsgüter

Den Eröffnungsvortrag zum Kultursymposium hält der amerikanische Ökonom und Bestsellerautor Jeremy Rifkin. Der Kapitalismus, so Rifkin, vernichte sich selbst: ein globaler Wettbewerb bei ständig steigender Produktion und stetig fallenden Preisen, bis kein Gewinn mehr übrig bleibt. Die Ökonomie des Teilens und Tauschens und die Teilhabe an globalen Gemeinschaftsgütern könne jedoch alles verändern, so Rifkins These.

Was sind wir zu teilen bereit?

Vor dem Hintergrund von Migration und wachsenden ökonomischen Disparitäten stellt sich Antonio Negri die Frage: „Was sind wir zu teilen bereit?“ Der italienische Politikwissenschaftler hat mit seinem Buch „Empire. Die neue Weltordnung“ weltweit Bekanntheit erlangt. Er wird mit Jean-Pierre Bekolo diskutieren, einem der bekanntesten Filmemacher Kameruns, dessen Werk stark von politischen und genderbezogenen Themen geprägt ist.

Die Evolution des Altruismus

Teilen und die Fähigkeit, sich von eigenen Interessen und Neigungen distanzieren zu können, werden als genuin menschliche Eigenschaften aufgefasst. Doch wie entsteht kooperatives Verhalten und wie verbreitet es sich? Der New Yorker Philosoph Philip Kitcher fragt bei der Veranstaltung „Sharing and the Evolution of Human Altruism“ nach den begrifflichen und anthropologischen Grundlagen des Altruismus. Der Primatenforscher Christophe Boesch und die Verhaltensbiologin Sabine Tebbich ergänzen die philosophische Perspektive durch Einblicke in empirische Studien mit Menschenaffen.

Tanzperformance „Positions“

In „Positions“ arbeitet die Choreographin Ivana Müller mit dem Konzept der Ökonomie in verschiedenen Spielarten – ökonomische Bewegungen, ökonomische Identität, emotionale Ökonomie. Als Währung gelten unsere gesellschaftliche Identität, unser Familienstand, unsere Klassenzugehörigkeit und unser Lebensstil. Das zu Beginn der Aufführung vorhandene „Kapital“ wird mithilfe undurchschaubarer Praktiken – dem „Schwarzmarkt“ – verhandelt und getauscht.

Pressegespräch in Berlin

Das komplette Programm des Kultursymposiums Weimar wird am 20. April um 10:30 Uhr bei einem Pressegespräch in Berlin vorgestellt. Journalisten können sich hier anmelden:
www.goethe.de/pressegespraech

Gerät Europa an seine Grenzen? Europa Café mit Keynote und Workshops

Uneinigkeit im Umgang mit Flüchtlingen, der drohende Brexit und der Aufschwung rechtspopulistischer Parteien - dies sind nur die deutlichsten Anzeichen dafür, dass der europäische Integrationsprozess zunehmend in Gefahr gerät. Wie diskutiert Europas Presse diese Entwicklungen?

Die Publizistin Ulrike Guérot analysiert die Rolle der Medien in dieser kritischen Phase. Die Korrespondenten des eurotopics-Netzwerks beschreiben die zentralen Debatten und unterschiedlichen Kommentarkulturen ihrer Länder.

Eingeladen sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. 
 
Der Eintritt ist frei.

Termin

08.04.2016, von 14:00 bis 16:00

Ort

Hotel Stuttgarter Hof
Anhalter Str. 8-9
10963 Berlin

Für

Journalistinnen und Journalisten sowie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger.

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und
»n-ost, Netzwerk für Osteuropaberichterstattung«
 

Einer geht noch - Cartoons und Karikaturen auf Leben und Tod - Eine Ausstellung in Kooperation mit der Caricatura Kassel 5.2. – 5.6.2016 (Museum für Sepulkralkultur, Sonderausstellung)


In Kooperation mit der Caricatura Kassel zeigt die Ausstellung Cartoons und Karikaturen auf Leben und Tod.

33 Cartoonisten widmen sich in ihren Werken dem, was uns alle erwartet. In Karikaturen, Cartoons und Gemälden nehmen die Zeichner den Kampf gegen das Unausweichliche auf – denn eines ist gewiss: Sobald man über etwas lachen kann, verliert es Stück für Stück seinen Schrecken.

So zeigt „Einer geht noch“, dass es durchaus möglich ist, über die ernsteste Angelegenheit der Welt zu lachen und gibt auch gleich die Anleitung dazu. Nicht nur das Kernthema des Museums, Friedhof und Grab, ist zu sehen, viele weitere Aspekte des menschlichen Ablebens werden durch die Sicht der Zeichner der Lächerlichkeit preisgegeben, wie Mord und Selbstmord, Krankenkasse und Krankenhaus, Apokalypse und Amoklauf oder selbstverständlich der personifizierte Tod als Sensenmann. Auch die Digitalisierung der Welt hat unseren Umgang und Sprachgebrauch mit dem letzten Stündlein verändert. Zu den aktuellen Bezügen in der Ausstellung gehört auch die Auseinandersetzung mit Themen wie Sprengstoffgürtel und 72 Jungfrauen. Denn die metaphysische Ebene ist seit jeher ein Lieblingsfeld der Karikaturisten, Himmel und Hölle gehören zum klassischen Repertoire der Künstler.

Skulptoons von Siegfried Böttcher, also dreidimensional umgesetzte Cartoons, wie beispielsweise der Todesstern von Michael Holtschulte, erweitern das Spektrum der Ausstellung. Ebenso wird das Monumentalwerk „Nocturne – Satan öffnet den Erlöser“ von Rudi Hurzlmeier präsentiert. Das mehrere Quadratmeter große Gemälde wartet allerdings noch auf seine Vollendung. Der Münchner Meister der gemalten Komischen Kunst wird während der Ausstellung die Nocturne in einer Live-Mal-Aktion vor Publikum fertig stellen (Termin wird noch bekannt gegeben).

Die Ausstellung knüpft bewusst an die Eröffnungsausstellung des Museums im Sommer 1992 an. Bereits damals zeigte das Museum in Kooperation mit der Caricatura mit der Ausstellung „Schluss jetzt!“ Cartoon und Karikaturen rund um den Tod. Auch was die teilnehmenden Künstler betrifft, nimmt die aktuelle Ausstellung den historischen Faden auf und zeigt mit Robert Gernhardt, F.K. Waechter, F.W. Bernstein, Hans Traxler und Chlodwig Poth meisterhaftes von Vertretern der „Neuen Frankfurter Schule“. Auch das damalige Titelmotiv „Schluß jetzt!“ des Hamburger Künstlers Ernst Kahl wird noch einmal zu sehen sein. Teilnehmende Künstler wie Beck, Gerhard Glück, Greser & Lenz, Til Mette oder Rattelschneck waren ebenfalls bereits an der ersten Ausstellung 1992 beteiligt. Zeichner und Zeichnerinnen wie Katharina Greve, Hauck & Bauer, Kittihawk, Lilli Bravo, Piero Masztalerz, Denis Metz, Oliver Ottitsch oder Joscha Sauer stehen für die nächste Generation.

In der Ausstellung vertretene Künstler:
Adam, Beck, Harm Bengen, F.W. Bernstein, Siegfried Böttcher, Lilli Bravo, Robert Gernhardt, Gerhard Glück, Greser & Lenz, Katharina Greve, Hauck & Bauer, Michael Holtschulte, Rudi Hurzlmeier, Ernst Kahl, Kittihawk, Mario Lars, Piero Masztalerz, Til Mette, Denis Metz, Oliver Ottitsch, Martin Perscheid, Thomas Plassmann, Ari Plikat, Polo, Chlodwig Poth, Rattelschneck, Stefan Rürup, Joscha Sauer, ©TOM, Hans Traxler, F.K. Waechter, Freimut Wössner, Martin Zak.
Mitte April 2016 erscheint zur Ausstellung ein Katalog, den Sie gerne über unsere Homepage bestellen können:

http://www.sepulkralmuseum.de
Ort
Museum für Sepulkralkultur | Weinbergstraße 25–27 | 34117 Kassel
T 0561 91893 0 | info@sepulkralmuseum.de | www.sepulkralmuseum.de

Öffnungszeiten

Dienstag 10–17 Uhr | Mittwoch 10–20 Uhr | Donnerstag bis Sonntag 10–17 Uhr
Jeden Mittwoch findet um 18.00 Uhr eine öffentliche Führung statt.

Das Museum wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst, der Stadt Kassel, der Ev. Kirche Deutschlands und der Deutschen Bischofskonferenz.

Frauenrechte und Journalismus in Syrien, Einladung zum Podiumsgespräch am 6. April 2016

Fünf Jahre nach dem Beginn der Protestbewegung gegen das Assad-Regime in Syrien laden Reporter ohne Grenzen und die Villa Aurora zu einem Podiumsgespräch mit

YASMINE MEREI, Journalistin und Menschenrechtsaktivistin, Chefredakteurin des Frauenmagazins Saiedet Souria
YAHYA ALAOUS, Journalist und Menschenrechtsaktivist
DINA ABOUL HOSN, Journalistin, Autorin und Übersetzerin, Mitbegründerin der Flüchtlingszeitung Abwab
Moderation: JULIA GERLACH, freie Journalistin und Autorin

am MITTWOCH, 6. APRIL 2016, um 19 UHR
in der Geschäftsstelle von Reporter ohne Grenzen,
Friedrichstraße 231 (2. HH, 3. Stock),
10969 Berlin
(zwischen den U-Bahnhöfen Kochstraße und Hallesches Tor).


Frauenrechte sind für Journalistinnen und Journalisten in Syrien seit langem ein heikles Terrain. In Teilen des Landes schränken extremistische islamische Gruppen heute die Bewegungsfreiheit von Frauen ein und verwehren ihnen den Zugang zu Bildung. Ihre äußerst restriktiven Vorstellungen von der Verteilung der Geschlechterrollen setzen sie mit massiver Gewalt durch. Für viele Frauen und Mädchen auf der Flucht gehören sexualisierte Gewalt, Prostitution und Zwangsheiraten zur traurigen Realität.

Auch das Assad-Regime hat sich zwar stets gerne als aufgeklärt und „moderat“ dargestellt, aber schon lange vor dem Beginn des Aufstands 2011 das Erstarken islamisch-konservativer Strömungen zugelassen – und Journalistinnen und Journalisten bestraft, die allzu kritisch über Defizite bei den Frauenrechten berichteten.

Über die Schwierigkeiten für Journalistinnen und Journalisten, die sich für mehr Frauenrechte in Syrien einsetzen, berichten an diesem Abend:

YASMINE MEREI: Journalistin, Linguistin und Menschenrechtsaktivistin. Merei hat für verschiedene syrische Zeitungen geschrieben und war Mitherausgeberin der Magazine Al-Haqiqa und Suwar. Sie ist Chefredakteurin des Frauenmagazins Saiedet Souria (http://saiedetsouria.com) sowie  Gründungsmitglied der Syrian Women's Lobby und Associate Director der Campaign Against Childhood Marriage. Von Juli bis Dezember 2015 war sie Feuchtwanger-Fellow der Villa Aurora.

YAHYA ALAOUS saß wegen seiner kritischen Artikel über die Menschenrechtslage in Syrien von 2002 bis 2004 im Gefängnis. Nach seiner Entlassung wurden ihm die bürgerlichen und politischen Rechte aberkannt. Alaous schrieb dennoch weiter, insbesondere für Thara, ein digitales Untergrund-Wochenmagazin für Frauen- und Kinderrechte. Nach Beginn der Protestbewegung 2011 schrieb er unter Pseudonym für eine Oppositionszeitung, musste aber schließlich fliehen und lebt seit April 2015 in Berlin. Über sein Leben als Flüchtling schreibt er eine Kolumne in der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung.

DINA ABOUL HOSN ist Journalistin, Autorin und Übersetzerin und gehört zum Koordinationsausschuss der Syrian Feminist Lobby. Als Mitglied der verfolgten Minderheit der Drusen war sie ab dem Frühjahr 2011 zunehmenden staatlichen Repressalien ausgesetzt. Im Herbst 2012 ging sie deshalb nach Dubai und arbeitete dort für die Zeitung Gulf News. Durch die starke Präsenz syrischer Agenten wurde ihr Aufenthalt in Dubai so gefährlich, dass Aboul Hosn in Deutschland Asyl beantragte. Sie gehört zu den Gründern von Abwab, der ersten arabischsprachigen Zeitung für Flüchtlinge in Deutschland (https://issuu.com/abwab.de), und arbeitet als englischsprachige Redakteurin für die Website „I am a human story“ (http://iamahumanstory.com/en/
).

JULIA GERLACH hat sieben Jahre lang als Korrespondentin mit Sitz in Kairo für deutschsprachige Medien wie die Berliner Zeitung, Focus, Cicero und die NZZ am Sonntag über die arabische Welt berichtet. Seit 2015 lebt sie in Berlin. Soeben ist im Ch. Links Verlag ihr Buch „Der verpasste Frühling. Woran die Arabellion gescheitert ist“ erschienen.

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt. Bitte melden Sie sich unter rog@reporter-ohne-grenzen.de an.
 
Weiterführende Informationen:

ROG-Informationen zu Syrien: www.reporter-ohne-grenzen.de/syrien/
ROG-Nothilfearbeit: www.reporter-ohne-grenzen.de/hilfe-schutz/
Villa Aurora: www.villa-aurora.org
 
 (Diese Einladung auf der ROG-Website: http://t1p.de/d8wi; invitation in English: http://t1p.de/cxug)