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Donnerstag, 6. Oktober 2016

Goethe-Institut Damaskus | Im Exil: Das Programm vom 20.10. bis 5.11.2016

Der Projektraum „Goethe-Institut Damaskus | Im Exil“ eröffnet am 20. Oktober in Berlin. Bis zum 5. November werden etwa 100 Künstler in 50 Veranstaltungen ein vielseitiges Programm zu den Themen Heimat, Flucht und Identität präsentieren sowie Möglichkeiten künstlerischen Schaffens im Exil aufzeigen und Projekte aus dem In- und Ausland vorstellen.

Zum Pressegespräch

am 19. Oktober um 10:30 Uhr
im „Goethe-Institut Damaskus | Im Exil“
Rosa-Luxemburg-Str. 16, 10178 Berlin

möchten wir Sie hiermit herzlich einladen, um Ihnen das Programm und den temporären Raum für Kunst und Kultur vorzustellen. Aufgrund der begrenzten Platzkapazität bitten wir um Ihre Anmeldung bis zum 13. Oktober an presse@pr-netzwerk.net oder Tel.: 030/61 65 11 55.

Es sprechen der Generalsekretär des Goethe-Instituts Johannes Ebert, die Filmregisseurin/Produzentin Diana El-Jeroudi, Alina Amer, Künstlerin „70 Quadratmeter” sowie die langjährige Mitarbeiterin des Goethe-Instituts Damaskus Pelican Mourad. Weitere beteiligte Künstlerinnen und Künstler stehen Ihnen im Anschluss für Interviews zur Verfügung.

Mit dem symbolischen Ort setzt das Goethe-Institut ein Zeichen für die Hoffnung auf eine Zukunft nach dem Krieg und nimmt einzelne Fäden seiner Arbeit in Syrien wieder auf, die 2012 durch die Schließung des Instituts unterbrochen wurde. In einem leerstehenden Ladenlokal im Pop-Up-Format in Berlin-Mitte stellen syrische und deutsche Filmemacher und Künstlerinnen, Schriftstellerinnen und Verleger, Musiker und Kuratorinnen ein Programm mit Ausstellungen, Konzerten, Workshops, Lesungen, einer Filmreihe und Podiumsdiskussionen vor.

Aus dem Programm:

Musik:
Die Kinan Azmeh City Band aus New York City wurde seit ihrer Gründung im Jahr 2006 von Publikum und Kritikern bejubelt und ist für ihre virtuose und energiegeladene Bühnenpräsenz bekannt. Mit seinem Ensemble versucht Azmeh, eine Brücke zwischen Klassik, Jazz und der Musik seines Heimatlandes Syrien zu schlagen. Zusätzlich zeigt Kinan Azmeh zusammen mit dem syrisch-armenischen Künstler Kevork Mourad eine Performance (Konzert Kinan Azmeh City Band, 24.10. um 20 Uhr, Performance Home Within 25.10. um 21 Uhr).

An sechs Abenden darf im temporären Goethe-Institut zu Elektro-Beats getanzt werden: Für Damascus Rhythm legen DJs aus dem arabischen Raum experimentelle und elektronische Musik auf. Das Programm wurde vom libanesischstämmigen Produzenten und DJ Rabih Beaini kuratiert und findet in Zusammenarbeit mit CTM, club transmediale, statt (22., 23., 26., 29. und 31.10. sowie 5.11., jeweils ab 20:30 Uhr).

Kunst:
In drei Vernissagen präsentieren die jungen syrischen Künstlerinnen und Künstler Rula Ali, Amer El Akel und Alina Amer drei unterschiedliche Gestaltungen des Ladenlokals: „70 Quadratmeter” zeigt auf, wie Räume mit Leben gefüllt ein Stück Geborgenheit in der Fremde vermitteln können. Konzeptionell begleitet werden sie dabei vom Berliner Künstler Nasan Tur (20.10. ab 20:30 Uhr, 25.10. und 1.11. jeweils um 18 Uhr).

Kulturdiskurs:
Gerade die arabischen Nachbarländer Syriens, die einen Großteil der Geflüchteten aufgenommen haben, stehen vor großen Herausforderungen. Inwieweit können auch Kunst und Kultur in einer solchen Situation einen Beitrag leisten und etwas bewegen? Der Generalsekretär des Goethe-Instituts Johannes Ebert, der Theaterwissenschaftler und Gründer der Produktions-Plattform „Ettijahat” Abdullah Al-Khafri sowie der Dramatiker Mohammed Al-Attar sprechen über das Thema Kulturarbeit und Flucht und gehen der Frage nach „Was kann Kultur?” (3.11. um 19 Uhr).

Der Theaterautor und -regisseur Anis Hamdoun, die Intendantin des Maxim Gorki Theaters Shermin Langhoff, der Kunstkritiker Hanno Rauterberg und die Choreografin Mey Sefan diskutieren über die Politisierung der Flucht in der aktuellen Gegenwartskunst und die Frage nach sozialer Verantwortung in der Zusammenarbeit mit geflüchteten Kulturschaffenden („Flucht in die Kunst? - Eine Debatte zum Kulturbetrieb”, 29.10. um 19 Uhr).

Kulturschaffende brauchen nicht nur Qualifizierung und Vernetzung, sie brauchen auch Strukturen: für Ausbildung, für Förderung, für öffentliche Präsentationen. In einer Kriegs- oder Exilsituation brechen diese Strukturen häufig zusammen. Wie gehen Künstlerinnen und Künstler damit um? Die Dramaturgin Rania Mleihi, der Theatermanager Wissam Kadour und die Aktivistin Marina Naprushkina diskutieren mit Johanna Keller, Leiterin kulturelle Programmarbeit in der Region Nordafrika/Nahost des Goethe-Instituts („Plattformen der Vernetzung”, 27.10. um 19 Uhr).

Literatur:
Eine Gesprächsrunde mit dem Präsidenten des Goethe-Instituts Klaus-Dieter Lehmann und den syrischen Verlegern Samar S. Haddad und Marwan Adwan befasst sich mit der Situation der Verlagslandschaft im arabischen Raum und den Folgen des Krieges für Literatur und Leserschaft in der gesamten Region („Wir können nicht aufhören, Bücher zu drucken, weil Krieg ist.” 28.10. um 19 Uhr).

Die Schauspieler Juliane Köhler und Aurel Manthei lesen Auszüge aus dem Stück „Deine Liebe ist Feuer” des syrischen Autors Mudar al Haggi, das aktuell im Berliner Exil entstanden ist. Das Stück erzählt vom Alltag im bürgerkriegszerrütteten Damaskus (27.10. um 21 Uhr).

Das Goethe-Institut hat Autoren und Intellektuellen aus mehr als dreißig Ländern einen Fragebogen zu den Themen Flucht und Migration vorgelegt. Inspirationsquelle waren die Fragebögen des Schweizer Schriftstellers Max Frisch. Die Ergebnisse liegen im temporären Goethe-Institut aus. Die Autorin Rasha Omran, der Schriftsteller und Übersetzer Ibon Zubiaur und die Journalistin und Historikerin Frances Stonor Saunders diskutieren in einer Gesprächsrunde über die Antworten („Wohin?”, 25.10. um 19 Uhr).

Film:
Die Filmreihe „Exile Film Station” zeigt das syrische Kino vor der Revolution und seine Entwicklung seit 2011. Die Filme werden auch im Kino Babylon gezeigt (Rosa-Luxemburg-Str. 30, 10178 Berlin) sowie an zwei Abenden in der Akademie der Künste am Hanseatenweg. Im temporären Goethe-Institut finden darüber hinaus Treffen syrischer Filmschaffender statt, eine Matinée, Workshops und Panels.

Zum Thema Überleben zeigt der französisch-syrische Regisseur Ossama Mohammed seinen Film „Silvered Water - Syria Self-Portrait”, der Handyaufnahmen zu einem filmischen Werk zusammenfügt, das eine der größten Tragödien der heutigen Zeit – den syrischen Bürgerkrieg - eindrucksvoll beschreibt (30.10. ab 11 Uhr).

Allgemeine Informationen:
Bei vielen Veranstaltungen wird simultan ins Deutsche bzw. Arabische gedolmetscht, wenige Veranstaltungen finden auf Englisch statt. Genauere Informationen zur Sprache der jeweiligen Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem Programm. Begleitet wird das Programm von Netzwerktreffen und Café-Betrieb. Eine Reihe von Workshops gibt praktische Tipps und fördert Begegnungen. Darüber hinaus dient der Raum als temporäre Bibliothek, bietet syrische und deutsche Literatur sowie Kinder- und Jugendbücher, Selbstlernmaterialien, Tablet- und PC-Stationen.

Zur Geschichte:
2012 musste das Goethe-Institut Damaskus aufgrund der Sicherheitslage geschlossen werden. Das 1955 gegründete Institut war über viele Jahre ein Ort des Zusammentreffens für Kulturschaffende, Studierende und Partner zwischen Deutschland und Syrien. Viele Menschen, die dem Goethe-Institut Damaskus verbunden waren, mussten das Land verlassen und leben nun im europäischen Exil, zumeist in der Hoffnung, eines Tages nach Syrien zurückkehren zu können.

„Goethe-Institut Damaskus | Im Exil“
20. Oktober bis 5. November 2016
Rosa-Luxemburg-Straße 16, Berlin-Mitte
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 16–22 Uhr, Samstag und Sonntag 10–22 Uhr,

„Goethe-Institut Damaskus | Im Exil” ist ein Projekt des Goethe-Instituts. Medienpartner sind die Deutsche Welle, Radioeins vom rbb, das Magazin Rosegarden und die tageszeitung.

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