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Donnerstag, 7. April 2016

Anklage: Journalismus Zur Lage der Presse- und Meinungsfreiheit in der Türkei: Dilek Dündar und Beral Madra im Gespräch

Reporter ohne Grenzen lädt in Kooperation mit dem Maxim-Gorki-Theater ein zu einem Podiumsgespräch über die schwindenden Spielräume für Presse- und Meinungsfreiheit in der Türkei.

Auf dem Podium:
DILEK DÜNDAR, Journalistin, Ehefrau des angeklagten Cumhuriyet-Chefredakteurs Can Dündar
BERAL MADRA, Kunstkritikerin und Kuratorin
Moderation: BRITTA HILPERT, Vorstandssprecherin von Reporter ohne Grenzen, ZDF-Journalistin

Zeit und Ort:
12. April 2016 um 20.00 Uhr
im Foyer des Maxim-Gorki-Theaters
Am Festungsgraben 2
10117 Berlin

Eintritt frei, Anmeldungen bitte an rog@reporter-ohne-grenzen.de
Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

(Diese Einladung auf der ROG-Webseite: http://t1p.de/b0ma)

Als Chefredakteur der türkischen Zeitung Cumhuriyet ist Can Dündar zu einem profilierten Kritiker von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan geworden. Nun drohen Dündar und seinem Büroleiter in Ankara, Erdem Gül, lebenslange Haftstrafen wegen Terrorismus- und Spionagevorwürfen: Ihre Zeitung hatte Belege für eine Verwicklung des türkischen Geheimdienstes in Waffenlieferungen an Islamisten in Syrien veröffentlicht.

Der Prozess gegen die Cumhuriyet-Journalisten ist zu einem Symbol für die schwindende Pressefreiheit in der Türkei geworden. Zugleich reiht er sich ein in eine immer schnellere Abfolge von Repressionen gegen regierungskritische Medien, aber auch gegen kritische Künstler und Intellektuelle in der Türkei. Mehrere oppositionelle Medien wurden unter Zwangsverwaltung gestellt, kritische Redaktionen und Autoren von aufgebrachten Regierungsanhängern angegriffen. Hunderte Wissenschaftler, die eine Petition für Friedensverhandlungen unterschrieben, wurden mit  Disziplinarverfahren überzogen und als Landesverräter diffamiert, einige wurden festgenommen.

Wie gehen Journalisten mit dem zunehmenden staatlichen Druck um? Welche Freiräume für kritische Berichterstattung und Meinungsäußerung gibt es noch? Inwieweit können Künstler in der aufgeheizten derzeitigen Atmosphäre noch eine Gegenöffentlichkeit schaffen und alternativen Diskursen etwa zu Demokratisierung und Grundrechten Gehör verschaffen?

Die Podiumsteilnehmerinnen:

DILEK DÜNDAR hat einen Master-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften. Ihre journalistische Laufbahn begann sie 1987 bei der Tageszeitung Söz. Nach fünf Jahren als Nachrichtenredakteurin bei einem Fernsehsender leitet Dündar eine TV-Produktionsfirma mit dem Schwerpunkt zeitgeschichtliche Dokumentationen. Seit 1988 ist sie mit Can Dündar verheiratet.

BERAL MADRA ist Kuratorin und Kunstkritikerin. Seit 1984 hat sie mehr als 300 Ausstellungen in der Türkei und vielen anderen Ländern organisiert, darunter in Belgien, Dänemark, Deutschland, Georgien, Israel, Italien, Spanien und den USA. Madra koordinierte die ersten beiden Istanbul-Biennalen 1987 und 1989, kuratierte den Pavillon der Türkei bei mehreren Venedig-Biennalen und leitete den Bereich bildende Künste der Europäischen Kulturhauptstadt Istanbul 2010. Von 1995 bis 2013 war sie künstlerisch verantwortlich für das Istanbul-Stipendiatenprogamm des Berliner Senats.

INTERVIEWANGEBOT: Dilek Dündar steht während ihres Aufenthalts in Berlin für Medieninterviews zur Verfügung.

Mehr zur Lage der Journalisten in der Türkei: www.reporter-ohne-grenzen.de/türkei/

Online-Petition: Verfahren gegen Can Dündar und Erdem Gül einstellen! www.reporter-ohne-grenzen.de/dündar-gül/

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