Probleme mich zu ereichen ?

Bitte direkt bei mir melden, wenn irgendwelche Probleme mit angeblichen Spam auftauchen und Mails abgewiesen werden.

Danke !

Mittwoch, 29. Juli 2015

VISUM zieht nach Hannover

Die Bildagentur VISUM verlagert zum 1. August 2015 ihren Geschäftssitz von Hamburg nach Hannover.

"Mit seinem Hochschulangebot für Fotojournalismus und Dokumentarfotografie, zahlreichen Fotografenbüros, dem LUMIX-Fotofestival und Fotogalerien hat sich Hannover zum Zentrum für jungen engagierten Fotojournalismus in Deutschland entwickelt.

Hannover ist Standort einer der besten Ausbildungsstätten für Fotojournalismus weltweit. Absolventinnen und Absolventen der Hochschule zählen regelmäßig zu den Gewinnern der wichtigsten journalistischen Fotowettbewerbe.

Als Autorenagentur freuen wir uns in diesem Umfeld tätig sein zu können“, so VISUM-Geschäftsführer Alfred Büllesbach.

„Im Zentrum unserer Arbeit stand immer die Nähe zu unseren Foto-
grafen, die Kommunikation und der Austausch über gemeinsame Projekte“.

Die Agentur wird in Hannover auch neue Wege gehen, die über den reinen Bildverkauf hinausgehen.

So wird im Herbst der erste Band der edition VISUM erscheinen –
einer Buchreihe mit Fotos von VISUM-Fotografen. Um neue Präsentationsformen für Fotografie zu entwickeln, wird VISUM mit innovativen Firmen in der Medienbranche kooperieren.

Der neue Standort in Hannover bietet dazu beste Voraussetzungen.
In der HALLE 96 - Zentrum für Kreative im Stadtteil Linden arbeiten mehr als 40 Firmen der Kreativ- und Medienbranche unter einem Dach.

Die HALLE 96 ist ein Projekt von hannoverimpuls, der Wirtschafts-
förderung Hannover, um Start-Ups und bestehende Firmen zusam-
menzubringen. VISUM wird hier ihre langjährigen Erfahrungen im Bildermarkt und ihr Netzwerk an Fotografen miteinbringen.

Die neue Adresse ab dem 1. August 2015 lautet:

VISUM Foto GmbH, HALLE 96, Hanomaghof 2, 30449 Hannover
Telefon: 0511 - 360 509 20 Fax: 0511 - 360 509 24

Dienstag, 7. Juli 2015

Der Wettbewerb „Werbewerke – Werbung, die anspricht statt anstrengt" der Regionalgruppe 56 des Vereins Deutsche Sprache geht in die achte Runde

Seit 2008 führt der Vorstand der Regionalgruppe 56 im VDS unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Heinz-Günther Borck den „Wettbewerb Werbewerke“ durch. Ausgezeichnet wird dabei Werbung, die intel-ligent, pfiffig und überraschend mit der deutschen Sprache umgeht.

Nach den Erfolgen der vergangenen sieben Jahre schreibt die Regionalgruppe 56 des VDS (Verein Deutsche Sprache) zum achten Mal den Wettbewerb „Werbewerke“ (bis 2013 mit dem Leitwort "Werbung, die wirklich wirbt und nicht verwirrt") aus.

In der Zeit vom 1.6. bis zum 15.8.2015 (Einsendeschluss) werden Fotos von Werbung auf Ladenschildern, Plakaten, Faltblättern oder in Zeitungen und Zeitschriften gesucht, die in originellem und aussagekräftigem Deutsch verfasst sind.

Als abschreckende Beispiele können Aufnahmen von "deutsch-
(sprachig)er" Werbung, in der Englisch oder Scheinenglisch benutzt wird, eingesandt werden. Die besten Einsendungen beider Kategorien werden mit Geldpreisen bis zu 200 Euro prämiert.


 Mit welchen Produkten auch immer man sich befaßt – vielfach wird man mit rätselhaften Wortfolgen wie "oneTouch Function", "damen casual" oder "Essence French Click & Go Nails" eingedeckt.

Die Sprache der Werbung – oft englisch, teils künstlich/denglisch, oft ohne Beachtung der Recht-schreibung – verwirrt die allermeisten Verbraucher: Das haben Studien längst nachgewiesen.

Trotzdem werden mögliche Kunden nicht verständlich angesprochen, nicht sachgerecht informiert, sondern weiterhin mit englischen und scheinenglischen Wortgebilden bombardiert. Das Gehirn reagiert mit Streß, und unverdauliche Inhalte werden nicht mehr wahrgenommen. Wer wird durch denglischen Sprachmatsch überhaupt angesprochen?

Zwar sollten Wörterbücher, Angliszismenindex, findige Helfer oder die Nachfrage beim Erzeuger etwas Licht ins Wirrwarr bringen können, aber selbst wer solchen Aufwand betriebe, ginge womöglich leer aus. Häufig sind diejenigen, die es wissen müßten, selbst nicht mehr in der Lage, das Gemeinte auf Deutsch zu erklären, und obendrein haben viele englische Begriffe eine ganz andere Bedeutung, als sie ihnen die Denglischsprecher andichten. Inzwischen wissen die meisten, dass "Public Viewing" nicht Gruppenfernsehen, sondern Leichenschau, dass "Body Bag" nicht Ruck-, sondern Leichensack bedeutet. Wortgebräu made in Germany – schmerzlich, wenn die Sprache der Dichter und Denker dilettantisch und mit so viel Ignoranz verkocht wird.

Ob man unfähig ist, in der eigenen Sprache zu denken, oder ob man eigene kulturelle Minderwertigkeitskomplexe pflegt - beides stellt den Machern des Sprachmatsches ein schlechtes Zeugnis in Sachen Bildung aus. Frei nach Konfuzius kann man sich fragen: "Wenn das, was gesagt wird, nicht das ist, was gemeint ist – kann dann die Sache noch in Ordnung sein?"

Der Verein Deutsche Sprache (VDS) wendet sich gegen diesen inkompetenten und viele Gruppen der Gesellschaft ausgrenzenden Umgang mit der deutschen Sprache, die er im Gegenteil erhalten und gefördert sehen will. Die Sprache einer jeden Sprachgemeinschaft ist nicht nur wesentliche und unabdingbare Grundlage der Verständigung ihrer Mitglieder; die Muttersprache, in der ein Mensch aufwächst, ist wesentlicher Bestandteil seiner Identität. Sprache ist nicht nur Information, sondern begründet auch Weltsicht und Selbstverständnis, sie ist seit unvordenklichen Zeiten gesammelte Erfahrung und Denkwerkzeug – wer wollte je tiefer, weiter, präziser denken, als seine Sprache es ihm erlaubt?

Aus diesem Grunde hat die Charta der Grundrechte der EU Sprache und Kultur für schützenswert erklärt.

Vor diesem Hintergrund ruft die VDS-Regionalgruppe 56 unter Vorsitz von Prof. Dr. Heinz-Günther Borck zur Teilnahme am "VIII. Wettbewerb Werbewerke" auf.

Bis zum 15.8.2015 können Beispielbilder witziger, einfallsreicher, vielleicht neuartiger deutscher Werbung eingesandt werden, und zwar sowohl der Produkt- wie auch der Eigenwerbung eines Unternehmens. Die Eigenwerbung beginnt schon beim Firmennamen, wie früher eingesandte Beispiele des Friseurladens "Schopfgestalter" oder des Optikergeschäftes "Neusehland" zeigen – Kreativität gepaart mit Verstand.

Andererseits verleiht die Regionalgruppe 56 seit 2012 auch Abmahnpreise für das bedenkenlose Verunstalten des Deutschen – eingesandt werden sollen also auch Beispiele verwirrender, unverständlicher oder törichter Werbesprache.

Haarsträubend war etwa die Ankündigung "Baby Sale": Gemeint war Kinderkleidung im Schluss-verkauf, aber es klang eindeutig nach strafrechtsrelevantem Handel mit Kleinkindern. Auf Englisch fiel das natürlich nicht so auf.

In zahlreichen anderen Fällen wird unsere Muttersprache wahl- und grundlos mit einer Fremdsprache durchmischt, die 60-90 Prozent der Bevölkerung nicht ausreichend gut verstehen, wie Verständnis-studien belegen.

Dieser denglische Sprachmatsch verstopft Augen, Ohren und Gehirne, führt zu Verwirrung und Mißverständnis.

An die Stelle klarer Aussagen treten vage Vorstellungen. Folgen sind Nichtverstehen und damit Nichtteilnahme an der öfffentlichen Kommunikation, abnehmende Schreibkompetenz, ungenaues Denken. Besonders Ältere, Ostdeutsche, Zuwanderer und weniger Gebildete werden ausgegrenzt.

Das Produzieren von unverständlichem Sprachmatsch widerspricht allen Maßnahmen der Antidiskriminierung, Integration und Inklusion, die ohne eine gemeinsame, gemeinschaftsbildende Sprache nicht gelingen können. Ist diese Einsicht, die sich in der biblischen Geschichte von der babylonischen Sprachverwirrung bereits findet, so schwer zu begreifen?

Die besten Einsendungen (gern auch mit Erläuterungen) werden mit 50 bis 200 Euro prämiert und öffentlich vorgestellt; für die drei besten Werbeideen werden zusätzlich den Ladeninhabern bzw. Plakatgestaltern Anerkennungsurkunden des Vereins Deutsche Sprache überreicht. Bilder zur Teilnahme am Wettbewerb „Werbewerke“ und Begründungen können als elektronische Post bis zum 15.8.2015 an eingesandt werden ( möglichst im Bild-, also JPG- oder PNG-Format).

Über den Verein Deutsche Sprache

Der 1997 von dem Dortmunder Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Walter Krämer gegründete Verein hat über 35.000 Mitglieder in mehr als 100 Ländern.

Ziel des Vereins ist die Förderung und Weiterentwicklung der deutschen Sprache und die Abwehr irritierender und verdrängender Anglizismen („Denglisch“).

Zur Verwirklichung dieser Ziele, die sich in Übereinstimmung mit den Artikeln 21 und 22 der Charta der Grundrechte der europäischen Union befinden (2007/C 303/01 – Verbot sprachlicher Diskrimi-nierung, Schutz der Sprachen und Kulturen Europas), arbeitet der Verein mit dem EFM Europäischen Forum für Mehrsprachigkeit und dem Europäischen Bürgernetzwerk zusammen.