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Dienstag, 29. Dezember 2015

Reporter ohne Grenzen - Jahresbilanz - Anzahl der getöteten Journalisten erschreckend hoch




Getötete Journalisten und gefährlichste Regionen
 
Podiumsdiskussion am 20. Januar 2016 in Hamburg

Die Glaubwürdigkeitskrise des Journalismus

Das Literaturhaus Hamburg lädt ein zu einer Diskussionsveranstaltung unter dem Titel "Alles Lüge oder was? Die Glaubwürdigkeitskrise des Journalismus"

am Mittwoch, 20. Januar 2016, um 19.30 Uhr
im Literaturhaus Hamburg
Schwanenwik 38, 22087 Hamburg

Urteilen Journalisten zu schnell und zu oberflächlich über Menschen und Ereignisse – Putin oder Pegida, gekauftes Sommermärchen oder Flüchtlinge? Ist Social Media ein notwendiges Forum für kritische Gegenöffentlichkeit oder zu häufig Plattform für einen sich anonym austobenden Mob?

Wie gehen Journalisten mit Fehlern um und wie reagieren sie auf Pauschalurteile der Rechtspopulisten von der "Lügenpresse"? Welche Fotos von den Schrecken der Welt müssen gedruckt werden und welche hätten nie gedruckt werden dürfen?

Wesentliches allerdings darf nie in Frage gestellt werden: Pressefreiheit ist ein Menschenrecht. Reporter ohne Grenzen kämpft weltweit gegen Zensur und unterstützt Journalisten, die in Schurkenstaaten verfolgt werden.

Darüber referieren: Georg Mascolo, Ex-Chefredakteur SPIEGEL, Peter-Matthias Gaede, Ex-Chefredakteur GEO, beide im Kuratorium von ROG, und stellen sich anschließend 90 Minuten lang Fragen aus dem Publikum.

Moderation: Michael Jürgs. Eintritt: 20 Euro.

Die Hälfte der Einnahmen kommt der Organisation Reporter ohne Grenzen zugute, die sich ausschließlich von Spenden und Beiträgen ihrer Mitglieder finanziert.

 https://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/termine/termin/die-glaubwuerdigkeitskrise-des-journalismus/

Montag, 28. Dezember 2015

Declared Detachment by Mariya Kozhanova, emerge - Magazin für jungen Fotojournalismus

Die Porträts der Serie „Declared Detachment“ zeigen Jugendliche, die in einer Zeit leben, in der die russische Gesellschaft und ihre bislang gewohnten Strukturen auseinanderzufallen drohen. Eine Zeit des Umbruchs.

Das fehlende Vertrauen in die Gesellschaft, Perspektivlosigkeit und die zum Teil fehlende Basis für eine eigene Identität – all das sorgt dafür, dass junge Russen sich der Identitäten unterschiedlicher Kulturen bedienen und aus dem Repertoire gängiger Popkulturen schöpfen, um sich zu einer Gruppe zugehörig zu fühlen.


Ein Beispiel dafür ist der japanische Verkleidungstrend „Cosplay“, ein Begriff, der sich aus costume und play zusammensetzt. In dieser Welt der Anime-, Manga- oder Filmhelden mit ihren attraktiven, bunten und nicht alltäglichen Figuren, ist es möglich, sich immer wieder neu zu erfinden und sich eine geliehene Identität zuzulegen.

Ein Versuch, eine illusorische Welt auf den Ruinen der Vergangenheit aufzubauen.

Mariya Kozhanova wurde 1986 in Kaliningrad, Russland geboren. Seit 2011 ist sie Mitglied der Kaliningrader Union der Fotografen und arbeitet als freie Fotografin. www.mariyakozhanova.com



Dienstag, 22. Dezember 2015

Goethe Kultursymposium - Weltweit ein Thema: „Teilen und Tauschen“ - Dinner Conversations, Performances und Gesprächsrunden 2016

Auf fünf Kontinenten befassen sich die Goethe-Institute seit einigen Wochen mit alten Traditionen und neuen Initiativen des Teilens und Tauschens. Bei den Veranstaltungen zeigt sich eine große Fülle an Themen, Ideen und Phänomenen: Die Budka als alternativer Ort der Begegnung in Bulgarien, alternative Währungen in Brasilien, gesellschaftliche Utopien in Neuseeland oder #Teilen und #Tauschen im postsowjetischen Russland sind ein kleiner Ausschnitt des großen inhaltlichen Spektrums, mit dem sich das Kultursymposium Weimar im kommenden Juni befassen wird.

Die Inhalte der Dinner Conversations, Performances und Gesprächsrunden – die Veranstaltungen an den Auslandsinstituten finden in vielfältigen Ausprägungen statt – werden sich beim #KSWE16 wiederfinden. Im kommenden Jahr folgen weitere Veranstaltungen mit vielen neuen Aspekten rund um „The Sharing Game“ – wir freuen uns schon jetzt darauf!



Wer sich über die bisherigen Veranstaltungen informieren möchte, kann dies auf den folgenden Internetseiten tun:

Goethe-Institut Porto Alegre
http://www.goethe.de/ins/br/poa/ver/de14918932v.htm

Goethe-Institut New Zealand
http://www.goethe.de/ins/nz/de/wel/ver.cfm?fuseaction=events.detail&event_id=20617179

Goethe-Institut Bratislava
http://www.depo2015.cz/en/program-depo-ag14/goethe-institut-uvadi-commonism--a384

Goethe-Institut Petersburg
https://www.facebook.com/events/1524173784564231/

Goethe-Institut Bulgarien
http://www.goethe.de/ins/bg/de/sof/ver.cfm?fuseaction=events.detail&event_id=20664009

Montag, 21. Dezember 2015

ITB Berlin für Blogger, 9.-13. März 2016 - Blogger Speed-Dating (Akreditierung offen)

Reiseblogs sind sehr beliebt und auch für die Tourismus-industrie von wachsendem Interesse. Die ITB Berlin ermöglicht Bloggern interessante Einblicke und internationale Kontakte in die Reisebranche.

Blogger sollten die Gelegenheit nutzen auf Messen wertvolle Kontakte zu knüpfen und Kooperationen aufzubauen. Die ITB Berlin liefert unter anderem mit der eTravel World oder dem Blogger Speed Dating die perfekte Plattform, um in kurzer Zeit die wichtigsten Entscheider an einem Ort zu treffen.

Ein spannendes Programm mit internationaler Beteiligung, Diskussionen und Präsentationen, Happy Hours zum gegenseitigen Austausch und natürlich kostenloses WLAN sorgen für jede Menge Inspiration. Aber nicht vergessen: Die ITB Berlin besteht noch aus anderen Hallen!

Nützliche Tipps und Links

Let's blog!

Bitte nutzen Sie #ITBBERLIN und #itb50

Akkreditierung

Die Online-Akkreditierung für die ITB Berlin ist ab 9. November 2015 bei unserer Pressestelle online.

Akkreditierung für Blogger

Online-Akkreditierung für Blogger

Hinweis für Blogger:
Es gelten folgende Voraussetzungen für eine erfolgreiche Blogger-Akkreditierung: Der Blog muss mindestens seit sechs Monaten bestehen und regelmäßige Beiträge des anfragenden Bloggers aufweisen.Die Angaben im Akkreditierungsformular müssen vollständig und wahrheitsgemäß eingetragen werden. Zusätzlich muss ein Media Kit als PDF hochgeladen werden. Es muss belegen, dass der Blog eine gute Reichweite hat. Die Kennzahlen (Unique Visitors, Page Impressions und Verweildauer jeweils für die letzten drei Monate) sollen durch den Screenshot eines unabhängigen Tools wie Google Analytics oder Statify belegt werden.
Es werden nur Blogs ohne Verkaufskanal zugelassen.

Pro Blog werden bis zu zwei redaktionell tätige Mitarbeiter akkreditiert.

Produkttester, Fashionblogs und Blogs von und für Expats werden grundsätzlich nicht zugelassen.

Eine Akkreditierung berechtigt zum freien Zugang zur ITB Berlin und zum ITB Berlin Kongress. Sie ist jedoch nicht automatisch eine Registrierung zum Blogger Speed Dating.

Bitte beachten: Auf der ITB Berlin an den Countern der Presse-Akkreditierung ist keine Akkreditierung für Blogger möglich. http://www.itb-berlin.de/de/Presse/Akkreditierung/


Blogger Speed Dating

Die ITB Berlin bietet Bloggern kostenlos die Möglichkeit, am Blogger Speed Dating teilzunehmen und es als Sprungbrett zu nutzen. Pro Tag können bis zu 9 kurze Termine mit Ausstellern aus allen Bereichen genutzt werden, um Blogs vorzustellen, neue Kontakte zu knüpfen, Angebote zu diskutieren und Kooperationen ins Leben zu rufen.

Wann: 10. und 11. März 2016
jeweils 16:30 - 18:00 Uhr
http://www.itb-berlin.de/de/Besucher/Fachbesucher/Blogger/

 

Donnerstag, 17. Dezember 2015

(n-ost) AUSSCHREIBUNG: n-ost-REPORTAGEPREIS 2016 / Einsendeschluss: 7.2.16



n-ost-REPORTAGEPREIS 2016 Osteuropa in Text, Ton und Bild

AUSSCHREIBUNG
Mit dem n-ost-REPORTAGEPREIS zeichnet das Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung 2016 zum zehnten Mal Journalisten aus, die außergewöhnliche Geschichten aus Osteuropa erzählen.
Der n-ost-REPORTAGEPREIS wird in den drei Kategorien Text, Radio und Foto/Audioslideshow je ein Mal vergeben und ist mit jeweils 2.000 Euro dotiert.

Der Preis soll zu qualitativer Berichterstattung ermutigen, besonders gute Autoren auszeichnen und eine Debatte in Gang halten darüber, was „Osteuropa“ eigentlich ist und wie darüber berichtet wird.
Einsendeschluss ist Sonntag, 07. Februar 2016

Bewerben können sich Redakteure, freie Journalisten, Fotografen, Volontäre, Schüler an Journalistenschulen oder Studierende fotografischer Fachrichtungen.

Die eingereichten Reportagen müssen zwischen 01.01.2015 und 31.12.2015 in deutschsprachigen Medien veröffentlicht worden sein.

Eine Liste der Länder für den n-ost-REPORTAGEPREIS finden Sie unter www.n-ost.org/reportagepreis. Möglich sind auch Beiträge aus anderen Regionen, die aber einen deutlichen Bezug zu Osteuropa aufweisen.
Weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen finden Sie hier sowie unter www.n-ost.org/reportagepreis

Der n-ost-REPORTAGEPREIS wird im Juni 2016 in Berlin verliehen, gemeinsam mit dem „Recherchepreis Osteuropa“. Dieses Recherchestipendium der beiden Hilfswerke Renovabis und Brot für die Welt ist mit bis zu 7.000 Euro dotiert, die Ausschreibung erfolgt im Frühjahr 2016.

Kontakt
 
Salome Ast (Projektleiterin)
Tel. +49-(0)30-2593283-0
reportagepreis@n-ost.org

Dienstag, 15. Dezember 2015

Jahresbilanz der Pressefreiheit 2015: Weltweit derzeit 54 Journalisten entführt und 153 in Haft + Aktualisierter Sicherheitsleitfaden für Journalisten veröffentlicht

15.12.2015 – Weltweit sind derzeit 54 Journalisten entführt, ein Drittel mehr als zum gleichen Zeitpunkt Ende 2014. Das geht aus dem heute veröffentlichten ersten Teil der Jahresbilanz der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen (ROG) hervor. Die Entführungen konzentrieren sich auf die arabischen Bürgerkriegsländer Syrien, Jemen, Irak und Libyen, wo bewaffnete nichtstaatliche Gruppen auf diese Weise ihren Herrschaftsanspruch durchsetzen und kritische Stimmen zum Schweigen bringen wollen. Acht Journalisten sind im Laufe dieses Jahres verschwunden; über ihr Schicksal liegen keine verlässlichen Informationen vor.

Im Gefängnis sitzen wegen ihrer Arbeit derzeit 153 hauptberufliche Journalisten (Ende 2014: 178), die meisten davon in China, Ägypten, Iran, Eritrea und der Türkei. Betrachtet man die Gesamtzahl der Verhaftungen im Jahresverlauf, sticht die Türkei als das Land mit den meisten Fällen (elf Prozent aller Verhaftungen weltweit) heraus – ein deutlicher Beleg für die Zunahme der staatlichen Repressionen dort.

„Die erschreckend hohe Zahl von Entführungen zeigt, dass bewaffnete Gruppen gerade in den arabischen Krisenstaaten vor nichts zurückschrecken, um Kritik und unabhängige Informationen zu unterdrücken“, sagte ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske. Bezeichnend seien auch die Zahlen der Journalisten, die wegen ihrer Arbeit in Haft sind: „Dass die Hälfte aller weltweit inhaftierten Journalisten in den Gefängnissen Chinas, Ägyptens, des Iran und Eritreas sitzen, spricht Bände über den verheerenden Zustand der Pressefreiheit in diesen Ländern.“

Den zweiten Teil der Jahresbilanz der Pressefreiheit mit den Zahlen getöteter Journalisten sowie den gefährlichsten Regionen für Reporter veröffentlicht ROG am 28. Dezember.

Zusammen mit den heutigen Zahlen legt ROG eine neue Auflage des „Sicherheitsleitfadens für Journalisten“ vor (http://t1p.de/ai7o). Dieses gemeinsam mit der Unesco herausgegebene Handbuch gibt praktische Hinweise für Reporter, die aus Krisen- und Konfliktregionen berichten. Es enthält zahlreiche Tipps zur Arbeit in Kriegsgebieten, bei Demonstrationen und Unruhen sowie nach Naturkatastrophen und Epidemien. Ebenso gibt es Empfehlungen zum Schutz digitaler Daten und Kommunikationswege bei Recherchen in heiklen Umgebungen. Der Sicherheitsleitfaden liegt auf Englisch, Französisch, Spanisch und Arabisch vor.

DIE WEITAUS MEISTEN ENTFÜHRTEN SIND EINHEIMISCHE JOURNALISTEN

Die größte Zahl (18 Fälle) der aktuellen Entführungen geht auf das Konto der Dschihadistengruppe Islamischer Staat, gefolgt von den Huthi-Rebellen im Jemen (neun Fälle) und der Al-Nusra-Front in Syrien (vier Fälle). 95 Prozent der momentan Entführten sind Journalisten aus den jeweiligen Ländern, nur fünf Prozent sind ausländische Reporter. Im Verlauf des gesamten Jahres 2015 wurden weltweit 79 hauptberufliche Journalisten entführt, 34 Prozent weniger als im Vorjahr. Ein wichtiger Grund für diesen Rückgang ist die veränderte Lage im Osten der Ukraine: Dort wurden 2014 die weltweit meisten Journalisten entführt, 2015 aber kein einziger.

Erstmals dokumentiert die Jahresbilanz der Pressefreiheit auch die Zahl verschwundener Journalisten. Die Ungewissheit über ihr Schicksal hat eine erhebliche abschreckende Wirkung auf andere Journalisten. Die meisten solchen Fälle – fünf von acht weltweit – gab es im Laufe des Jahres 2015 in Libyen.

Die Gruppe der Staaten mit den meisten Journalisten in Haft ist weitgehend unverändert; allerdings steht nach China mittlerweile Ägypten (22 Inhaftierte) an zweiter Stelle. Zusätzlich zu den weltweit 153 hauptberuflichen Journalisten sind derzeit 161 Bürgerjournalisten (Ende 2014: 178) und 14 Medienmitarbeiter inhaftiert.

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN:
- Mehr zur Jahresbilanz der Pressefreiheit: www.reporter-ohne-grenzen.de/jahresbilanz/
- Sicherheitsleitfaden für Journalisten (PDF, Englisch): http://t1p.de/ai7o
- Mehr zum Thema Sicherheit für Journalisten: www.reporter-ohne-grenzen.de/hilfe-schutz/sicherheitstipps/

 (Online ab Dienstag 06:00 Uhr unter www.reporter-ohne-grenzen.de/jahresbilanz/2015/)

<<< Afghanistan. Das verlorene Paradies >>> Diplomatische Akademie Wien, Mittwoch 20. Januar 2016 von 19:00–21:00 Uhr

Afghanistan. Das verlorene Paradies
- For all those of you who are interested in politics, economy, escape and Afghanistan! -

Hintergrund

12 Monate nach dem Abzug westlicher Kampftruppen aus #Afghanistan und der Verlagerung des militärischen Einsatzes auf Ausbildung und Beratung der afghanischen Sicherheitskräfte, bilden die Afghan_innen die zweitgrößte Gruppe von #Flüchtlingen nach Europa. 14 Jahre zuvor, am 7. Oktober 2001, als Antwort auf die Anschläge vom 11. September und nachdem sich das afghanische Taliban - Regime geweigert hatte, Osama bin Laden als Drahtzieher der Anschläge an die USA auszuliefern, startete die westliche „Wertegemeinschaft“ in Afghanistan den „Krieg gegen den Terror“. Mit dem Fall der Taliban begann dann ab 2002 eine Phase des Wiederaufbaus, die Hoffnung auf eine bessere Zukunft weckte und vom Ausland massiv finanziell unterstützt wurde. Kein Land hat weltweit mehr Entwicklungshilfemittel erhalten, nirgends wurde mehr in den Aufbau eines Sicherheitsapparats investiert als in Afghanistan.

Die Afghan_innen haben heute das Vertrauen in die Fähigkeit der politischen Eliten weitgehend verloren. Denn die Unabhängigkeit Afghanistans und der Rückzug der US-geführten NATO-Truppen gehen einher mit einem neuerlichen Erstarken und territorialen Zugewinnen der #Taliban. Die wirtschaftlichen Aussichten haben sich im Land weiter verschlechtert, die #Arbeitslosigkeit steigt und eine immer größere Anzahl von vor allem jungen Afghan_innen verlassen ihr Land. Die Afghan_innen bilden die zweitgrößte Flüchtlingsgruppe weltweit: laut UNHCR sind 2014 2,59 Mio. Afghan_innen auf der Flucht, das sind knapp 9% der Gesamtbevölkerung Afghanistans. Diese Situation wird sich durch den Aufstieg des sogenannten Islamischen Staates und den islamischen Fundamentalismus in der Region noch verschärfen.

Die Veranstaltung wird vom VIDC, dem World Hazara Council und in Kooperation mit dem Verein „Neuer Start für afghanische Jugendliche“, AKIS und der Diplomatischen Akademie organisiert. '

 
Programm

Malek Sitez, Danish Institute for Human Rights, Kopenhagen

Khadilja Abbasi, Graduate Institute of International and Development Studies in Genf; derzeit Feldforschung in Mazar-e Sharif, Afghanistan

Moderation:
Sibylle Hamann, Journalistin, Österreich

Eröffnung:
Michael Fanizadeh, VIDC
Aziza Azimi, World Hazara Council

Kurzbios und weitere Informationen unter: http://www.vidc.org/themen/global-dialogue/2016/afghanistan-das-verlorene-paradies/

Veranstaltungsprachen: Englisch und Deutsch mit Simultandolmetschung

Anmeldung: Fanizadeh@vidc.org


Veranstaltungsort: Favoritenstraße 15a, 1040 Vienna, Austria

Mitwirkende

Malek Sitez

ist ein Menschenrechtsexperte sowie international anerkannter Forscher. Seit 18 Jahren hat er weltweit bei zahlreichen Projekten zur Förderung der Menschenrechte mitgearbeitet, u.a. her er in Kambodscha, Tadschikistan, Kirgisien, Malawi, Ukraine, Jemen, Libyen und Afghanistan die Regierungen dabei beraten, Menschenrechtsverpflichtungen in die nationalen Verfassungen aufzunehmen. Sein Buch über die Interpretation der Menschenrechtsterminologie wurde als Sachbuch des Jahres 2010 in Afghanistan ausgezeichnet.

Khadilja Abbasi

forscht momentan in Mazar-e Sharif, Afghanistan, zu ethnischen Konflikten und inter-ethnischen Beziehungen der Usbekischen Community in Afghanistan. Zudem ist sie Doktorandin beim Graduate Institute of International and Development Studies in Genf. Der Arbeitstitel ihrer Doktorarbeit lautet: „Transnational embodied Afghan subject formation and political mobilization“.

Sibylle Hamann

seit 2006 freie Journalistin und Autorin in Wien. Wöchentliche Kolumnistin für „Die Presse“, ständige Autorin für „Falter“ und „Emma“, Chefredakteurin der „Liga. Zeitschrift für Menschenrechte“, Lektorin am Journalismuslehrgang der FH Wien, Moderatorin und Vortragende.

Montag, 14. Dezember 2015

UNICEF-Foto des Jahres 2015

UNICEF-Schirmherrin Daniela Schadt zeichnet Reportage über Kinder auf der Flucht aus


Die Flüchtlingskrise in Europa steht im Mittelpunkt des internationalen Fotopreises „UNICEF-Foto des Jahres 2015“. Daniela Schadt, Schirmherrin von UNICEF Deutschland, zeichnet eine herausragende Fotoreportage aus, die die Situation von Kindern an der griechisch-mazedonischen Grenze festhält.

Für den weltweit ausgeschriebenen Wettbewerb haben 75 von internationalen Experten nominierte Fotografen aus 30 Ländern insgesamt 909 Bilder eingereicht. Eine unabhängige Jury von Fotoexperten unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Honnef prämiert zum 16. Mal Fotoarbeiten von hohem bildjournalistischem und künstlerischem Niveau, die die Lebensumstände und Persönlichkeit von Kindern dokumentieren. Die Auszeichnung wird von UNICEF Deutschland mit Unterstützung der Zeitschrift GEO und der DZ Bank verliehen.

Donnerstag, den 17. Dezember, um 11.00 Uhr

im Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz, Raum II + III
Schiffbauerdamm 40/ Ecke Reinhardtstraße 55, 10117 Berlin

Teilnehmer:

§  Daniela Schadt, Schirmherrin UNICEF Deutschland
§  Preisträger UNICEF-Fotos des Jahres 2015
§  Ruth Eichhorn, Picture Editor at Large des Magazins GEO
§  Peter-Matthias Gaede, Vorstandsmitglied UNICEF Deutschland
      §  Prof. Dr. Klaus Honnef, Vorsitzender der Jury „UNICEF-Foto des Jahres“

Small Projects Istanbul - for Syria


Small Projects Istanbul worked together with Pages Bookstore, Pandora, Bright Fingers Publishing House and the Bridge to Turkey Fund to bring a library of books in Turkish, Arabic and English to Syrian schools in Istanbul.


The first step has been taken, with 100 Turkish and Arabic books provided to the schools, and the next phase will be English books. Beyond that, the project aims to expand and reach Syrian schools across Turkey.

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Fachaustausch "Politische Bildung mit jungen Muslim_innen online" am 12.-13. Februar 2016 in Berlin


Soziale Medien spielen im Alltag von Jugendlichen eine wesentliche Rolle. Dennoch gibt es bisher nur wenige Ansätze, sie auch in der politischen Bildungsarbeit zu nutzen. Die zum Fachaustausch eingeladenen Projekte sammelten bereits konkrete Erfahrungen mit der Nutzung von Online-Medien für die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und politischen Themen sowie für die Förderung von Handlungskompetenzen unter Jugendlichen.


Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Ansätzen, die sich an „muslimische Jugendliche“ richten. Die Fokussierung auf junge Muslim_innen ist schwierig und kann durchaus problematisch sein, sobald sie stigmatisierend wirkt. Allerdings kann eine gezielte Ausrichtung von Ansätzen der politischen Bildung auf junge Muslim_innen auch sinnvoll sein. So prägen zum Beispiel Erfahrungen mit antimuslimischem Rassismus und Marginalisierung nicht selten den Alltag junger Muslim_innen. Auch das häufig geäußerte Interesse an religiösen Themen und Fragestellungen kann junge Muslim_innen von vielen nichtmuslimischen Jugendlichen unterscheiden. Der Umgang mit diesen Lebenswelten steht daher im Mittelpunkt des Fachaustausches. Er bietet Mitarbeiter_innen in Projekten und Initiativen, in denen soziale Medien für die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen genutzt werden, den Raum für Reflexionen über verschiedene Ansätze und Formate und die damit verbundenen Möglichkeiten und Herausforderungen.

Der Fachtag wird von ufuq.de im Rahmen des von der Robert-Bosch-Stiftung geförderten Projektes „Was Postest Du? – Politische Bildung mit jungen Muslim_innen online“ in Kooperation mit jugendschutz.net organisiert.

Jetzt bewerben!

Interessent_innen, die am Fachaustausch teilnehmen und dabei eigene Online-Projekte vorstellen möchten, können sich bis zum 20. Dez. 2015 unter fachaustausch@ufuq.de mit einem kurzem Schreiben zu ihrer Motivation bewerben. Fahrt- und Übernachtungskosten werden übernommen.

Vorläufiges Programm

Freitag, 12.02.2016
13.00 Begrüßung und Einleitung
13.30 Kurzinput: Sabine Achour, FU Berlin
Kurzinput: Patrick Frankenberger, jugendschutz.net
Kurzinput: Sindyan Qasem, ufuq.de
16.00 Projektvorstellungen I
Teilnahmen bestätigt:
Was Postest Du?; MUJOS e.V.; Museltoonz; Musa al-Almani; bpb/Begriffswelten Islam; Die Erben der Rose/Stoppt Hasspropaganda; Think Social Now 2.0; midaad.de, #schauhin
18.00 Zusammenfassung
19.00 Abendessen

Samstag, 13.02.2016
9.00 Begrüßung
9.15 Projektvorstellungen II
Siehe oben
12.45 Mittagessen
14.00 Arbeitsgruppen zu weiteren praktischen Umsetzungen
Leitfragen: Definition der Zielgruppe?; Erreichen der Zielgruppe?; Vor- und Nachteile bzw. Kombinierbarkeit der Formate?; Vor- und Nachteile der genutzten Dienste und/oder Foren?
15.30 Auswertungen im Plenum
16.30 Zusammenfassung und Ausblick
17.00 Ende des Fachaustausches

Gefördert durch Robert-Bosch Stiftung

http://www.ufuq.de/jetzt-bewerben-fuer-den-fachaustausch-politische-bildung-mit-jungen-muslim_innen-online-12-13-februar-2015-in-berlin/

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Cinemanya - Goethe-Institut packt Filmkoffer für geflüchtete Kinder und Jugendliche

Cinemanya - Goethe-Institut packt Filmkoffer für geflüchtete Kinder und Jugendliche

Filme erleichtern den Zugang zu einer fremden Kultur und Sprache. Mit dem Filmkoffer „Cinemanya“ stellt das Goethe-Institut ab sofort deutsche Filme mit arabischen Untertiteln oder in Synchronfassung für die medienpädagogische Arbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen zur Verfügung. Am 21. Dezember 2015 wird der Filmkoffer in der Astor Lounge in Berlin erstmals vorgestellt.

Mit einem Filmprogramm inklusive pädagogischem Begleitmaterial stellt das Goethe-Institut 15 Koffer mit Filmen für den deutschlandweiten Einsatz in Flüchtlingsunterkünften, Schulen oder Kulturzentren zur Verfügung. Michael Harbauer, Leiter des Internationalen Filmfestivals für Kinder und junges Publikum „Schlingel“, hat das Programm kuratiert. In den Koffern befinden sich 18 Langfilme mit arabischen und deutschen Untertiteln oder Sprachfassungen (darunter „Das Fliegende Klassenzimmer“, „Hände weg von Mississippi“ und „Ostwind“) sowie zwei Animations- und Kurzfilmprogramme mit nonverbalen Filmen. Begleitend dazu gibt es ein pädagogisch aufbereitetes Filmhandbuch.

Partner für die Filmvorführungen ist der Bundesverband Jugend und (BJF), der mit rund 1.000 Mitgliedern größten Organisation der kulturellen Kinder- und Jugendfilmarbeit in Deutschland. Die „Kofferpaten“ werden am 27. Januar 2016 in einem Auftaktseminar im Goethe-Institut in München im Rahmen einer filmbezogenen Schulung von Traumapädagogen der Stiftung Wings of Hope Deutschland auf den Einsatz der Filmkoffer vorbereitet.

Die erste Vorführung mit Filmausschnitten und Diskussion findet am 21. Dezember 2015 um 11 Uhr statt und wird von Jugendlichen auf Deutsch, Englisch und Arabisch moderiert. Eingeladen sind 190 Kinder zwischen 9 und 14 Jahren aus Berliner Schul- und Willkommensklassen. Kooperationspartner der Auftaktveranstaltung sind die LiteraturInitiative Berlin und der Landesverband Kinder- und Jugendfilm Berlin. In einem Pressegespräch um 10 Uhr stehen die Projektbeteiligten Rede und Antwort:

Johannes Ebert (Generalsekretär des Goethe-Instituts)
Michael Harbauer (Leiter des Internationalen Filmfestivals „Schlingel“)
Norbert Mehmke (1. Vorsitzender Bundesverband Jugend und Film

Montag, 21.12.2015, 11:00 Uhr
Astor Film Lounge, Kurfürstendamm 225, Berlin

„Cinemanya“ ist ein Projekt des Goethe-Instituts in Kooperation mit dem Bundesverband Jugend und Film (BJF), dem Internationalen Filmfestival für Kinder und junges Publikum „Schlingel“ und mit freundlicher Unterstützung der Japan Art Association. Ein ausdrücklicher Dank gilt allen Künstlerinnen und Künstlern, Firmen und Institutionen, die dem Goethe-Institut die Rechte für nicht-kommerzielle Filmvorführungen in Deutschland kostenfrei zur Verfügung gestellt haben.
 
Kontakt:

Dr. Jörg Schumacher
Pressesprecher und
Bereichsleiter Kommunikation
Goethe-Institut Zentrale
Tel.: +49 89 15921 249
joerg.schumacher@goethe.de

Christin Franz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Internationales Filmfestival für Kinder
und junges Publikum „Schlingel“
Tel.: +49 371 4447 441
press@ff-schlingel.de

Pamela Fischer
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bundesverband Jugend und Film e.V.
Tel.: +49 69 697 694 56
p.fischer@bjf.info

Das LUMIX Festival für jungen Fotojournalismus findet vom 15. bis zum 19. Juni 2016 statt

Die Vorbereitungen für die fünfte Auflage des LUMIX Festivals für jungen Fotojournalismus sind angelaufen. Vom 15. bis zum 19. Juni 2016 findet das international renommierte Festival mit Schwerpunkt Fotojournalismus und Dokumentarfotografie auf dem Expo-Gelände in Hannover statt. Als engagierter Partner und Hauptsponsor der Veranstaltung steht uns erneut die Firma PANASONIC zur Seite – eine fruchtbare Kooperation, die bereits seit der Premiere besteht.  


Vormerken: Das 5. LUMIX Festival findet vom 15. bis zum 19. Juni 2016 statt
 

Vom 15. bis zum 19. Juni 2016 verwandeln die Organisatoren des Festivals – der Studiengang Fotojournalismus und Dokumentarfotografie der Hochschule Hannover und der Verein zur Förderung der Fotografie in Hannover e.V. in Zusammenarbeit mit der Fotojournalisten-vereinigung FREELENS – das ehemalige Expo-Gelände in Hannover in eine riesige Fotoschau. Das Festival präsentiert 60 herausragende Fotoreportagen, fotografiert von jungen Foto-journalisten aus der ganzen Welt. Zusätzlich zu den fotografischen Arbeiten zeigen wir Multimedia-Geschichten. Besucher können mit ausstellenden Fotografen über deren Repor-tagen reden oder als Gruppe eine kostenlose Führung buchen. Auf der Fototechnikschau im Design Center wird Fotoequipment präsentiert und Dienstleister der Branche stellen sich vor. Auch die fünfte Auflage des LUMIX Festivals bietet ein umfangreiches Vortragsprogramm mit weltbekannten Fotografen an.

Reinklicken: Neue Homepage online
 
Pünktlich zum Start der Bewerbungsphase für das 5. LUMIX Festival für jungen Fotojour-nalismus ist unsere neu designte Webseite online. Unter www.fotofestival-hannover.de halten wir Sie auf dem aktuellen Stand und informieren Sie regelmäßig über alles Wichtige rund um das Festival.

Mitmachen: Bewerbung bis zum 31. Januar 2016 möglich
 
Bis zum 31. Januar 2016 können junge Fotografen bis 35 Jahre ihre Reportagen, Essays, Serien, Multimedia-Reportagen, Slideshows, Scrollytelling-Stories und Web-Documentaries mit journalistischem Charakter an das Festivalteam schicken. Bewerbungen können nur von den Fotografen selbst eingereicht werden. Bewerbungen in den beiden Kategorien FREELENS Award und LUMIX Multimedia Award sind auch mit zwei unterschiedlichen Arbeiten möglich. Unsere Bewerbungsformulare und weitere Informationen über die Teilnahmebedingungen sowie weitere Informationen zum 5. LUMIX Festival für jungen Fotojournalismus finden Sie auf unserer Webseite: fotofestival-hannover.de/bewerbung/bewerbung.html

Neu sind in diesem Jahr die Regeln für den Multimedia Award: Eingereichte Arbeiten dürfen von mehr als einem Autor produziert worden sein. Die Kategorie ist offen für Slideshows, Multimediareportagen, Scrollytelling Stories und Web-Documentaries. Auch rein filmische Arbeiten sind zugelassen – allerdings keine Dokumentarfilme, sondern mit fotografischem Blick gefilmte Web-reportagen.

Zuhören: Die ersten hochkarätigen Referenten stehen fest
 
Zusagen für das Vortragsprogramm kamen bislang von Mads Nissen und Espen Rasmussen.
Der Fotograf Espen Rasmussen war beim 2. LUMIX Festival im Jahre 2010 noch ausstellender Fotograf, nach sechs Jahren kommt der  Norweger zum 5. LUMIX Festival als Vortragender nach Hannover. Für seine Arbeiten hat Rasmussen zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter bereits zwei Mal den World Press Photo Award und seine Fotos wurden in zahlreichen bedeutenden Magazinen wie TIME, Newsweek, National Geographic, Der Spiegel und the Economist gedruckt.
Mads Nissen ist eines der vielen Talente, die ihre Ausbildung an der Danish School of Journalism absolviert haben. Nach seinem Abschluss dokumentierte er zwei Jahre lang  Chinas rasanten Aufschwung und die sozialen Folgen. Nach zwei Jahren kehrte er zurück nach Dänemark und arbeitete seitdem für so bedeutende Zeitschriften und Zeitungen wie Newsweek, TIME, stern oder Sunday Times. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet:  »Homophobie in Russland« erhielt beim World Press Photo Award die Auszeichnung als Pressefoto des Jahres 2014. Weitere Informationen zu den Vorträgen finden Sie hier.

Verschenken: Gutscheine und Kataloge für Freunde und Bekannte
 
Weihnachten rückt immer näher – und das ist die perfekte Gelegenheit, Freunde oder Verwandte mit unseren LUMIX-Gutscheinen zu beglücken. Unsere Gutscheine gelten als Eintrittskarte für alle Festivaltage und kosten regulär 10 Euro bzw. ermäßigt 7 Euro. Den Katalog vom 4. LUMIX Festival für jungen Fotojournalismus verkaufen wir für 20 Euro. Auf 301 Seiten finden Sie darin alle Informationen über die letzte Ausstellung und ihre Autoren sowie Auszüge aus deren Arbeiten.
Bestellungen für Gutscheine oder Kataloge (zzgl. Versandkosten) können unkompliziert via Mail an das Festivalbüro unter fotofestival@hs-hannover.de geschickt werden. Weitere Informationen finden Sie unter fotofestival-hannover.de/service/gutscheine-katalog.html.
 

Samstag, 5. Dezember 2015

Goethe-Institut startet Kultursymposium Weimar im Juni 2016, 1. bis 3. Juni 2016

Teilen und Tauschen sind die Grundlagen menschlichen Zusammenlebens. Wann aber teile ich – und mit wem? Was bin ich bereit zu teilen? Welche Bedeutung hat der Tausch für den Zusammenhalt von Gesellschaften? 

Teilt und tauscht man in hinduistisch geprägten Kulturen anders als in postsowjetischen Kontexten? Zu diesen Fragen findet vom 1. bis 3. Juni 2016 das Kultursymposium Weimar mit rund 60 Veranstaltungen an 12 Spielorten in Weimar statt, darunter der Oberlichtsaal der Bauhaus-Universität, das E-Werk und die Notenbank Weimar. Es werden etwa 300 Teilnehmende aus den Bereichen Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik erwartet, viele davon aus dem Ausland. Das Symposium soll künftig alle zwei Jahre stattfinden.

Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts: „Es ist für das Goethe-Institut von großer Bedeutung, eine Veranstaltung dieser Größenordnung in Deutschland zu starten. Und Weimar ist ein ausgezeichneter Ort dafür. Die Stadt ist weltweit bekannt und steht für viele Facetten der deutschen Kultur und Geschichte. Was wir uns vor allem erhoffen, sind aber zukunftsgerichtete Ideen und Impulse. Wir sind uns sicher, dass man in Weimar mit dieser Dichte an Veranstaltungen und vielen internationalen Gästen eine kreative Atmosphäre fokussierten Nachdenkens schaffen kann.“

Auf dem Kultursymposium Weimar treffen vom 1. bis 3. Juni 2016 Philosophen aus Brasilien auf Aktivistinnen aus Finnland, amerikanische Künstler auf junge Wissenschaftler aus Europa und dem Nahen Osten, Studierende aus Weimar auf Meinungsführerinnen aus Hongkong. Zugesagt haben unter anderen Yochai Benkler (Harvard), Rachel Botsman (Sydney), Ute Frevert (Berlin), Eva Illouz (Jerusalem), Antonio Negri (Padua), Hartmut Rosa (Jena), Tomáš Sedláček (Prag) und Joseph Vogl (Berlin). Eröffnen wird der Bundesminister des Auswärtigen Frank-Walter Steinmeier. Für das Kultursymposium wurde ein Kuratorium eingerichtet, dem Aleida Assmann, Christina von Braun, Lars Gustafsson, Neil MacGregor, Petros Markaris und Robert Wilson angehören.

Perspektiven aus dem Ausland
Ab Ende 2015 bis zur Veranstaltung in Weimar werden sich die Goethe-Institute im Ausland mit dem Thema Teilen und Tauschen aus internationaler Perspektive befassen. So setzt sich das Goethe-Institut mit der Institution des kollektiven, vertrauensbasierten Spargeschäfts („Tontine“) aus Abidjan und Ouagadougou auseinander. In Bratislava geht es um die Frage, ob die neuen, noch stark westlich geprägten Trends von „Car“- bis „Food-Sharing“ auch auf Länder übertragbar sind, die zuerst den Sozialismus überstanden haben und dann einen regelrechten Privatisierungsboom in den Neunzigerjahren. Die Goethe-Institute in Abidjan, Bratislava, Buenos Aires, Jakarta, Kairo, New York, Porto Alegre, Thessaloniki, São Paulo, Sofia, St. Petersburg oder Wellington bereichern das Symposium um weitere kulturelle Perspektiven.

Kunstaktionen und Programme zum Mitdiskutieren
Neben Vorträgen oder Diskussionen bietet das Kultursymposium auch partizipative Programmpunkte wie „Fish Bowls“ und Tauschperformances, außerdem sind verschiedene künstlerische Formate Teil des mehrtägigen Festivals. Dazu gehört unter anderem die Deutschlandpremiere der deutsch-koreanischen Koproduktion „Being Faust – Enter Mephisto“, in dem Werte und Ideale in Form eines Spiels zum Tausch angeboten werden. Das „Big Game“ ist eine Kombination aus begehbarer Installation, Kartenspiel und elektronischer Vernetzung. Auf dem Programm steht außerdem eine Kunstaktion zum „Kula-Ring". Im Südpazifik zirkulierten von Insel zu Insel im Uhrzeigersinn Halsketten aus kleinen roten Muschelplättchen und Armbänder ohne unmittelbaren Nutzen für den Empfänger. In Weimar wird der „Kula-Ring“ aufgegriffen von einer Installation mit Originalobjekten, einer partizipativen Kunstaktion und einer Fotoserie. Produziert wird diese Aktion vom Goethe-Institut Singapur zusammen mit Antje Majewski (Berlin) und Newell Harry (Australien), beteiligen werden sich zahlreiche zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler aus Südostasien, Afrika, Nahost und Europa.


Das Kultursymposium Weimar
Das „Kultursymposium Weimar“ soll alle zwei Jahre stattfinden, greift gesellschaftliche Entwicklungen auf und stellt sie in einen kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenhang. Die Bedeutung von Kultur als Bindeglied von Gesellschaft und Trägerin gemeinsamer Werte wird dabei hervorgehoben. Die Begegnungen in Weimar dienen dem Austausch von europäischen Sichtweisen und denen anderer Kulturkreise sowie künstlerischen und wissenschaftlichen Zugängen zum Thema. Das Goethe-Institut unterstreicht damit die herausgehobene Bedeutung der Kulturstadt Weimar.

Details zu Programm, Referenten und Kunstaktionen werden frühzeitig veröffentlicht unter: www.goethe.de/kultursymposium

Das „Kultursymposium Weimar“ ist eine zweijährlich stattfindende Veranstaltungsreihe des Goethe-Instituts, in der globale Gesellschaftsfragen mit Expertinnen, Intellektuellen und Künstlern aus dem Netzwerk der Goethe-Institute weltweit diskutiert werden. Das erste Kultursymposium Weimar findet unter dem Titel „Teilen und Tauschen“ statt und wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von Merck, Siemens und Volkswagen.

Kontakt:

Annette Schäfer
PR-Netzwerk
Tel.: +49 30 61 65 11 55
presse@pr-netzwerk.net

Dr. Jörg Schumacher
Pressesprecher und
Bereichsleiter Kommunikation
Goethe-Institut Zentrale
Tel.: +49 89 15921 249
joerg.schumacher@goethe.de

Viola Noll
Pressereferentin
Goethe-Institut Hauptstadtbüro
Tel.: +49 30 25906 471
noll@goethe.de

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Beloved Afghanistan – Photographs by Anja Niedringhaus


‘For most of my lifetime, I could have kept away from dangers, 
but I have always felt attracted to people in difficult situations.‘
(Anja Niedringhaus, 2005)

 Afghanistan, 2013 © Anja Niedringhaus/AP/picture alliance

In memory of the courage and the dedication of AP photographer Anja Niedringhaus, who would have celebrated her 50th birthday in October this year, Freundeskreis Willy-Brandt-Haus (FkWBH) and Gesellschaft für Humanistische Fotografie (GfHF, Society for Humanistic Photography) present the exhibition Beloved Afghanistan – Photographs by Anja Niedringhaus.

At the beginning of this year, after more than a decade, the international ISAF mission has come to an end. After the fall of the Taliban in 2001, a period of reconstruction had begun in Afghanistan, which had nurtured hopes for a better future. But today, a sobering picture emerges: the security and financial situation in Afghanistan has continued to worsen and women in society are still being brutally oppressed; radical forces are on the rise again, the loss of the hard-earned freedom is looming and democracy is still unstable.


 Afghanistan, 2014 © Anja Niedringhaus/AP/picture alliance

Anja Niedringhaus has worked in numerous war and crisis regions worldwide, but Afghanistan had always been closest to her heart. She loved this land; she had always been fascinated by the openness the locals had been showing her – the stranger. She was one of the few international photojournalists, who repeatedly traveled through Afghanistan. With enormous empathy and artistic sensitivity she portrayed the people in all different life situations. She was no war photographer in the usual sense of the term, but she always kept documenting the everyday life of the ordinary people. She was interested in seeing how they kept living their lives during the war.

Anja Niedringhaus always had a special interest in depicting the situation of women and children; this interest is also reflected in the selection of images for this exhibition.

The exhibition was curated by Gisela Kayser, Freundeskreis Willy-Brandt-Haus (FkWBH), and by Katharina Mouratidi,

Samstag, 28. November 2015

Geliebtes Afghanistan - Fotografien von Anja Niedringhaus, 25. November 2015 12:00 bis 24. Januar 2016 18:00

„Ich hätte mich die meiste Zeit meines Lebens von Gefahren fernhalten können, aber ich habe mich immer zu Menschen in schwierigen Situationen hingezogen gefühlt", erklärte die renommierte Doku-mentarfotografin Anja Niedringhaus in ihrer Dankesrede 2005 bei der Preisverleihung für den IWMF Preis für Mut im Journalismus in Washington.

 Foto: © Anja Niedringhaus/AP/picture alliance

Im Andenken an die Courage und Hingabe der AP-Fotografin Anja Niedringhaus, zeigen der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus und die Gesellschaft für Humanistische Fotografie (GfHF) die Ausstellung Geliebtes Afghanistan – Fotografien von Anja Niedringhaus.

Auf eindrucksvolle Weise dokumentiert die Fotografin das Leben in Afghanistan in Kriegszeiten, die verschiedenen Kulturen, die Menschen und deren Alltag. Sie liebte dieses Land, die Offenheit mit der man ihr – der Fremden – vor Ort begegnet ist, hat sie immer wieder fasziniert. Das fühlt man beim Betrachten ihrer ca. 130 Fotografien, die in der Ausstellung zu sehen sind.

Die Situation der Frauen und Kinder darzustellen war Anja Niedringhaus immer ein besonderes Anliegen, das auch bei der Bildauswahl für die Ausstellung einen Schwerpunkt bildet. Darüber hinaus stehen neben flüchtigen Momentaufnahmen auch Fotografien aus weiteren Kriegsgebieten sowie Serien über weibliche Abgeordnete und die Entwicklung der jungen Demokratie im Fokus der Ausstellung.

Am 4. April 2014 fiel Anja Niedringhaus einem Attentat zum Opfer. Zusammen mit ihrer schreibenden Kollegin Kathy Gannon war sie in einem Wagenkonvoi unterwegs, um über die Präsidentschaftswahl in Afghanistan zu berichten. Für ihren Mut bezahlte Anja Niedringhaus mit ihrem Leben, sie wurde nur 48 Jahre alt.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Gesellschaft für Humanistische Fotografie und wurde kuratiert von Gisela Kayser und Katharina Mouratidi.

Wir danken Heide Ute Niedringhaus-Schulz für ihre persönliche Unterstützung und Associated Press (AP) für die Genehmigung der Ausstellung.

Gefördert durch Gasag und Bundeszentrale für politische BIldung

Willy-Brandt-Haus
Stresemannstr. 28
10963 Berlin

Anfahrt:
U1 und U6 Hallesches Tor
U7 Möckernbrücke
Bus M41 (U-Bhf. Hallesches Tor)

Öffnungszeiten der Ausstellungen:

Dienstag bis Sonntag 12 bis 18 Uhr, letzter Einlass 17 Uhr 30
Montag: geschlossen

Bitte weisen Sie sich durch ein gültiges Lichtbilddokument (Personalausweis, Führerschein oder Reisepass) aus

Ausstellung 25. November 2015 bis 24. Januar 2016, Dienstag bis Sonntag 12 bis 18 Uhr | Eintritt frei | Ausweis erforderlich.   

Die Ausstellung ist am 26. und 27.11. und vom 24. bis 26.12., sowie am 31.12.2015 und 1.01.2016 geschlossen.

Donnerstag, 19. November 2015

Syrerin Zaina Erhaim ist Journalistin des Jahres

Reporter ohne Grenzen zeichnet die Syrerin Zaina Erhaim als Journalistin des Jahres 2015 aus. Erhaim entschied sich 2013 zur Heimkehr aus dem sicheren Ausland und hat seitdem in Syrien fast 100 Bürgerjournalisten ausgebildet. Außerdem unterstützte sie die Gründung einer ganzen Reihe unabhängiger Zeitungen und Zeitschriften.

„Zaina Erhaim beweist durch ihren unermüdlichen Einsatz, dass eine alternative Berichterstattung über den Krieg in Syrien möglich ist“, sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr. „Sie ist ein Beispiel dafür, wie Journalisten selbst unter gefährlichsten Bedingungen den Kampf um Unabhängigkeit und um eine menschliche Perspektive auf einen scheinbar ausweglosen Konflikt nicht aufgeben.“

Als Bürgerjournalisten des Jahres würdigt ROG das äthiopische Blogger-Kollektiv Zone9, dessen Mitglieder wegen ihres Einsatzes für unabhängige Informationen über die Zustände im Land von Regierung und Justiz drangsaliert werden und mehr als ein Jahr im Gefängnis verbrachten. Zum Medium des Jahres hat die Jury die türkische Tageszeitung Cumhuriyet gekürt, die wegen ihrer Berichterstattung über Tabuthemen wie die Kurdenfrage und den Genozid an den Armeniern mit Klagen, Internetsperren und Verleumdungskampagnen überzogen wird.

Zu den Nominierten für die Auszeichnung als Journalist des Jahres gehörten auch Markus Beckedahl und André Meister vom Blog netzpolitik.org. Die Preise wurden bei einer Veranstaltung in Straßburg am Dienstagabend verliehen.

 Die syrische Journalistin Zaina Erhaim

Journalistin des Jahres: Zaina Erhaim

Die Preisträgerin Zaina Erhaim arbeitete von 2004 bis 2010 in Syrien für verschiedene Medien wie das Nachrichtenportal Syria News, den Fernsehsender Orient TV und die Zeitung Al-Hayat. Nachdem sie in London einen Master in Journalismus absolviert hatte, gab sie zwei Jahre später eine Stelle bei der BBC auf, um nach Syrien zurückzugehen. Dort hat sie fast 100 Bürgerjournalisten in der Arbeit für unterschiedliche Mediengattungen geschult, davon ein Drittel Frauen.

Erhaim koordiniert auch ein Ausbildungsprojekt in Syrien für das Institute for War and Peace Reporting. Viele ihrer Schüler haben inzwischen Reportagen in großen internationalen Medien veröffentlicht. „Ich wollte Syrien in den großen Blättern sehen, ohne dass es nur um Katastrophen und Massaker geht“, sagte Erhaim kürzlich der Zeitung Arab Weekly zu ihrer Motivation. „In der westlichen Medienberichterstattung fehlt leider die menschliche Dimension des Syrien-Konflikts. Man findet nur Artikel über den Islamischen Staat und seine Massaker.“

In den mehr als viereinhalb Jahren des Konflikts in Syrien sind dort mindestens 48 Berufsjournalisten und mehr als 140 Bürgerjournalisten wegen ihrer Arbeit getötet worden. Derzeit sitzen mehr als 60 Medienschaffende in den Gefängnissen des syrischen Regimes, werden von bewaffneten Gruppen als Geiseln gehalten oder gelten als vermisst. Wer weiter aus dem Land berichtet, ist ständigen Drohungen und Schikanen ausgesetzt und riskiert verhaftet, entführt oder ermordet zu werden.

Einen Hoffnungsschimmer bilden die vielen neugegründeten Medien und die große Zahl von Bürgerjournalisten, die ihr Leben riskieren, um Informationen über die Lage in ihrem Land an ausländische Medien zu übermitteln. Auf der Rangliste der Pressefreiheit steht Syrien auf Platz 177 von 180 Ländern.

 (Diese Meldung auf der ROG-Webseite: http://t1p.de/3prn)

Mittwoch, 18. November 2015

Making of Berlin (arabic)

#ENGLISH#

800 years of Berlin history in just 30 minutes. Dear newcomers: Welcome to Germany! I hope this video will help you to understand the history of your new home.
"Making of Berlin" is the best selling DVD about the history of Berlin and is available in 10 languages. It is produced by the Berlin Story Verlag, the leading publishing house for historical books about Berlin.
This Arabic version was translated and narrated by volunteers: Ala Marouf, Sava Bisarami and Kameran Bisarani. It can be used free of charge for non-commercial projects. For commercial use, please ask Lenze@BerlinStory-Verlag.de

#DEUTSCH#

Die DVD "Making of Berlin" ist der meist verkaufte Berlin Film in 10 Sprachen. Er wird vom Berlin Story Verlag produziert, dem führenden Verlag für Berlin Bücher. Diese arabische Version wurde von den Freiwilligen Ala Marouf, Sava Bisarani und Kameran Bisarani übersetzt und eingesprochen.
Der Film kann kostenlos für nicht-kommerzielle Projekte genutzt werden. Eine kommerzielle Nutzung muss bei Lenze@BerlinStory-Verlag.de angefragt werden.










Making of Berlin (arabic) from Enno Lenze on Vimeo.


Donnerstag, 12. November 2015

«Back to Rojava» - Fotoausstellung mit Bildern aus Kurdistan wirbt um Spenden für die Region. Berlin, 8.12. bis 26.1.

«Rojava» («Westen») nennen die KurdInnen ihr Siedlungsgebiet im nordwestlichen Syrien, in unmittelbarer Nähe zur türkischen Grenze. Die Fotografien zeigen die Situation in den Kantonen Cizîrê und Kobanê: Die jezidischen Flüchtlinge, die vor dem «Islamischen Staat» aus dem Shingal-Gebirge fliehen mussten, die medizinische Versorgung in der gerade befreiten Stadt Kobanê, die Zerstörung, aber auch den Mut der kurdischen Bevölkerung für einen Aufbruch aus Ruinen.


 Die Ausstellung von medico international und attenzione photographers verbindet Aufklärung und Solidarität. So funktioniert es: Es werden mindestens sechs Ausstellungssätze vorproduziert. Ein Satz besteht aus 25 hochwertigen Großformat-Drucken (14 DIN A0 und 11 DIN A1) und kann bei medico international bestellt werden. Durch eine Crowdfunding wird es möglich, die Bilder an vielen Orten in Deutschland und Europa zu zeigen und dafür die Ausstellung sehr günstig zu erwerben. Zum Ende der Ausstellung können die Drucke versteigert oder verkauft werden. Der Erlös soll direkt Projekte von medico international in Rojava unterstützen.

Mehr Informationen finden Sie hier: https://www.startnext.com/rojava

Rahmenprogramm zur Ausstellung in der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin:
24.11. | 18:30 Uhr: Vorwärts in die Vergangenheit
Ergebnisse und Auswirkungen der erneuten Parlamentswahlen am 1. November 2015 in der Türkei und der Nahost-Region
Mit Karin Binder (MdB Fraktion die LINKE), Saruhan Oluc (Stellvertretender Parteivorsitzender der Demokratischen Partei der Völker, HDP), Florian Wilde (Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung). Moderation: Julia Wiedemann (DIE LINKE)
8.12. | 17 Uhr: Ausstellungseröffnung
Mit Florian Weis (Rosa-Luxemburg-Stiftung) und Mark Mühlhaus (Fotograf)
Im Foyer der Rosa-Luxemburg-Stiftung am Franz-Mehring-Platz 1 in Berlin
8.12. | 18 Uhr: Alltag im Ausnahmezustand
Zur aktuellen Situation in Rojava (Syrien) und Sindschar (Irak).
Mit Martin Glasenapp (medico international), Mark Mühlhaus (attenzione photographers) und Leyla Boran (Juristin und Menschenrechtsaktivistin)
26.1. 2016: 1 Jahr Befreiung von Kobanê
Podiumsdiskussion und Finissage

Informationen zu den Fotografien:
Der Fotograf Mark Mühlhaus besuchte seit dem Herbst 2014 mehrmals die kurdische Region in Syrien und in der Türkei. In der kurdischen Kleinstadt Suruç (kurdisch: Pirsûs) dokumentierte er das Flüchtlingsleben derer, die dort Schutz und Obdach fanden, nachdem der «IS» ihre Stadt Kobanê angegriffen hatte. In Rojava selbst besuchte Mühlhaus die christlich-kurdische Stadt Dêrik (arabisch: Al-Malikiya) nahe der Grenze zum Irak und das dortige jesidische Flüchtlingslager. Er nahm an Beerdigungen von kurdischen KämpferInnen teil und konnte mit christlichen Milizen die vom «IS» zerstörten Dörfer der assyrischen Bevölkerung besuchen. Bei seinem Aufenthalt in Kobanê ging es Mühlhaus nicht nur um die fotografische Dokumentation des Wiederaufbaus der kurdischen Symbolstadt, sondern gleichsam darum, Momente des Menschlichen, ja sogar der Schönheit, festzuhalten. Etwa das Bemühen der örtlichen ÄrztInnen trotz fehlendem Strom Notfalloperationen durchzuführen; oder aber jenen Moment, wenn Mühlhaus, als einer der wenigen europäischen Fotografen, die Ufer des Flusses Euphrat erreicht. 

»Was am Ende bleibt, sind die Bilder«, Siegfried Hansen in der FREELENS Galerie, 19. November 2015 bis 28. Januar 2016

Siegfried Hansen – Hold the Line

19. November 2015 bis 28. Januar 2016

Zur Eröffnung der Ausstellung mit Siegfried Hansen am Donnerstag, 19. November 2015 um 19.00 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein. Es spricht Ulrich Rüter (Fotohistoriker).

Der grafische Moment, der sich der Wirklichkeit abtrotzen lässt! So könnte man die fotografische Praxis des Straßenfotografen Siegfried Hansen in Anlehnung an den berühmten »Moment décisif« von Henri Cartier-Bresson beschreiben. Wie den Meisterfotografen interessiert auch Siegfried Hansen der genaue Aufbau eines Bildes. Doch während der Franzose das menschliche Tun immer im Zentrum seiner perfekt komponierten Bilder begriff, ist der Mensch bei Hansen bloßes, wenn auch kalkuliert gesetztes Beiwerk. Mal sieht man eine Silhouette hinter einer Scheibe, mal einen Fuß, der in eine Szene hineinragt. Uns zugewandt ist niemand.

Siegfried Hansen arbeitet in seinen Bildern stattdessen viel mit grafischen Elementen, die er real vorfindet. Gerne experimentiert er mit Vorder- und Hintergründen. Dabei entwickelt er ein feines Gespür für urbane Raumsituationen, für das inhärente Zusammenspiel von Farben, Flächen und Konturen. So schafft er Kompositionen, in denen stürzende Linien, gitterartige Strukturen, Schattenrisse wie selbstverständlich zusammenfinden, einen neuen Sinn stiften und nicht selten einen hintergründigen Humor transportieren.

Nach eigenem Bekunden kann Siegfried Hansen gar nicht anders – immer und immer wieder »scannt« der Fotograf das Geschehen ab, wenn er auf der Straße unterwegs ist. Am Ende gelingt ihm fast immer die Abstraktion alltäglicher Situationen, an denen wir selbst achtlos vorbeigehen und die uns plötzlich in seinen Bildern überraschen.



Genf, 2011. Foto: Siegfried Hansen

Siegfried Hansen (Jahrgang 1961) hat seine Leidenschaft für die Street Photography spät entdeckt. Seit 2002 ist er in diesem Feld tätig und erregt mit seinen ungewöhnlichen Arbeiten Aufmerksamkeit. Seine Bilder sind vielfach publiziert und in mehreren Einzel- und Gruppenausstellungen in Europa und den USA ausgestellt worden. Als einziger Deutscher ist er Mitglied der renommierten Straßenfotografengruppe »In-Public«. Seine Arbeit ist auch in der Anthologie »Street Photography Now«, die eine Art Bibel des Genres darstellt, präsentiert. Im April dieses Jahres erschien sein erster Fotoband »Hold the Line« im Kettler Verlag, der es bis auf die Shortlist des »Paris Photo – Aperture Foundation PhotoBook Award« schaffte.


Interview mit Siegfried Hansen: https://www.freelens.com/news/was-am-ende-bleibt-sind-die-bilder/


FREELENS Galerie
Steinhöft 5
20459 Hamburg

Telefon 040-300664-0
Fax 040-300664-20

post@freelens.com
www.freelens.com
www.facebook.com/freelens.germany

Mittwoch, 11. November 2015

(n-ost) PODIUMSDISKUSSIONEN zu Propaganda & Sozialen Medien, 20. & 21.11., Berlin



Ende kommender Woche findet die n-ost-Medienkonferenz „Translating Worlds – Explorations on Foreign Reporting in Times of Crisis“ in Berlin statt. Sie versammelt rund 120 Korrespondenten und Redakteure aus der EU, den Ländern der Östlichen Partnerschaft, Russland und Zentralasien.
Zu drei öffentlichen Veranstaltungen im Rahmen der Konferenz laden wir Sie herzlich ein:

Fr., 20.11., 18 Uhr
THE ANSWER TO PROPAGANDA IS TRUTH - IS IT?

  • Susanne Kiefer (East StratCom, EEAS)
  • Gemma Pörzgen (Freelancer)
  • Nenad Sebek (Regional Cooperation Council)
Moderation: Christian Spahr (Konrad-Adenauer-Stiftung)
Betahaus, Prinzessinnenstr. 19-20, Berlin
(Eintritt frei, Veranstaltung auf Englisch, ohne Übersetzung;
Anmeldung erbeten unter translatingworlds@n-ost.org)

Sa., 21.11., 18 Uhr
CRISES, SOCIAL MEDIA AND THE ARROGANCE OF PERSPECTIVE

  • Angela Phillips (Goldsmith University, London)
  • Maria Stepanova (colta.ru)
  • Daya Thussu (Westminster University, London)
Moderation: Katja Gloger (Stern)
Akademie der Künste, Pariser Platz 4, Berlin
(Eintritt 5/3 Euro, Veranstaltung auf Englisch, ohne Übersetzung;
Ticketbestellung auch vorab online möglich)
Sie sind außerdem auch herzlich willkommen bei der Vorab-Veranstaltung mit den Hacks/Hackers. Sie findet statt im Rahmen des Blogger-Workshops "Shift. Shape. Mobilize", der der Konferenz vorgeschaltet ist.

Di., 17.11., 19 Uhr
TROLLS & JOURNALISM, IMAGE VERIFICATION

  • Arzu Geybulla (blogger)
  • Linus Neumann (Logbuch:Netzpolitik)
  • Douglas Arenalles (Sourcefabric)
tak-Theater im Aufbau-Haus, Prinzenstr. 85, U8 Moritzplatz
(Veranstaltung auf Englisch, ohne Übersetzung)
Wir freuen uns auf Sie!
Tamina Kutscher
n-ost-Projektleiterin

London Kurdish Film Festival: "We write to ask you to support young filmmaker Lisa Calan, who lost both of her legs in a bombing ... "

Let's be arms and legs to each other!

Dear LKFF Supporters and Film Lovers,

We write to ask you to support young filmmaker Lisa Calan, who lost both of her legs in a bombing and hopes to continue to make films if she can get prosthetic limbs. Lisa inspires us with her wisdom and strong will.



On June 5, 2015 only two days before the general elections in Turkey, a bombing struck the rally for the Peoples' Democratic Party (HDP) in the city of Diyarbakır. Among the hundreds of wounded was Lisa Calan, a filmmaker at the Middle East Cinema Academy. Lisa had both of her legs amputated after the bombing, in which two bombs packed with buckshot killed five and shattered the limbs of many.
Women filmmakers (Filmmor Women's Cooperative) in Turkey have launched a solidarity campaign for Lisa. They are raising money to purchase prosthetic limbs for the victims of the attack in a campaign called "let's be arms and legs to each other."

We are sure that you are fully aware of the importance of solidarity in a tragic situation where lives of thousands of people are impacted. We hope to raise funds by the support of the generous donors. At the moment the campaign needs to collect at least 100.000 Euros, the cost of the prosthetic limbs for Lisa… Without continued donations from the international community this sum will not be raised and Lisa’s needs will likely go unmet.

We do hope that you will respond positively. Thank you for your consideration and support.

Warmest Regards,

London Kurdish Film Festival

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LisaÇalan‬


Kurdistan Hilfe e. V. Hamburger Sparkasse
IBAN: DE40200505501049222704
BIC: HASPDEHHXXX

Lisa Çalan
28 years old. She studied cinema at Conservatoire of Aram Tigran. She has taken part in The Middle East Cinema Academy and various film festivals. She has continued her script workings.
Filmography:

Zimane Çiya (The Languages of Mountains) / Scriptwriter, director
Veşarti (Hidden) / Actress, art director (Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=ZhDXxbgynC8 )
Defter (Notebook) / Art director
Nisebina Rengin (The color of Nusaybin) / Co-director
Denge Kolanan (The sound of street) / Editing

Donnerstag, 5. November 2015

„Handbuch Fotojournalismus“

„Handbuch des Fotojournalismus“ – so heißt das neue Buch von Fotografieprofessor Lars Bauernschmitt und Michael Ebert, das in seiner Form auf dem Markt zurzeit die Alleinstellung genießt.

In 55 Beiträgen liefern Bauernschmitt und Ebert, die im Studiengang Fotojournalismus und Dokumentarfotografie an der Hochschule Hannover lehren, einen Abriss über die Geschichte des Fotojournalismus von seinen Anfängen bis heute, geben einen intensiven Einblick in die wesentlichen fotojournalistischen Sujets und präsentieren Analysen der aktuellen Entwicklungen eines sich rasant verändernden Mediums. 
 
Neben grundlegenden Informationen zu den wichtigsten Erzählformen behandelt das Buch rechtliche, wirtschaftliche und berufspraktische Themen. In 18 Interviews erklären Fotografen, Bildredakteure und renommierte Kenner der Szene die Entwicklungen im Fotojournalismus aus ihrer jeweils ganz persönlichen Perspektive und verraten, wo sich neue Betätigungsfelder auftun und wie sich die aktuellen Veränderungen nutzen lassen.

Gewiss – es gibt zu diesen einzelnen Aspekten bereits viele Bücher, jedoch keines, dass so komprimiert, umfassend und verständlich geschrieben ist.
Das Buch wendet sich an alle, die sich für Fotojournalismus interessieren. Es spricht sowohl aktive Fotografen als auch Leser an, die Fotojournalismus nur in den Medien konsumieren. Engagierte Amateure werden ebenso umfassend informiert wie gestandene Profis. Das Buch ist im dpunkt.verlag erschienen, hat etwa 430 Seiten und kostet 39,90 Euro.

Freitag, 23. Oktober 2015

Reporting under Siege in Turkey


Dutch Journalist Frederike Geerdink is in the UK to launch her new book The Boys Are Dead. The Roboski Massacre and the Kurdish Question in Turkey.

https://drive.google.com/file/d/0B5sqqpYWmS4qSVFQNzl3NFlic28/view?pli=1

Donnerstag, 22. Oktober 2015

STEIN DER GEDULD, Mittwoch, 21. Oktober um 23:45 Uhr (97 Min.)

Im vom Krieg erschütterten Afghanistan wacht eine junge Frau (Golshifteh Farahani) in ihrer Wohnung über ihren Mann (Hamidreza Javdan), der seit zwei Wochen mit einer Kugel im Nacken im Koma liegt. Eines Tages beginnt sie, ihm ihre Gedanken und Gefühle zu erzählen. Er wird für sie zum "Syngué sabour", einem magischen Stein, dem man alles erzählen kann und der vor Leid schützt.

http://www.arte.tv/guide/de/050736-000/stein-der-geduld
Irgendwo in Afghanistan, mitten im Krieg: Eine junge Frau und Mutter wacht über ihren Ehemann, der im Koma liegt, seit er am Nacken von einer Kugel getroffen wurde. Alleingelassen von den Freunden und Angehörigen ihres Mannes, hofft sie jede Sekunde darauf, dass er aufwacht. Als die Wohnung beschossen wird, bringt sie ihre Kinder im Bordell ihrer Tante unter und kehrt allein zu ihrem Mann zurück. Sie setzt sich neben seinen leblosen Körper und spricht über ihre intimsten Gefühle und Gedanken. Sie offenbart ihm ihre Ängste und Wünsche, ihre Träume und Leiden – Geheimnisse, über die sie in zehn Jahren Ehe Stillschweigen gewahrt hat. Ihre Selbstgespräche bilden einen Zufluchtsort, in dem sie ihren Schmerz und die Strapazen des Krieges vergisst. So wird ihr Mann für sie zum mythologischen „Syngué sabour“, dem „Stein der Geduld“, der sie vor Unglück schützen soll. Während sie wochenlang auf das Erwachen ihres Ehemannes wartet, tobt der Krieg um sie herum weiter. Eines Tages kommen zwei Milizen in das Haus und fragen sie, was sie alleine in der Wohnung macht. In ihrer Not erklärt sie, als Prostituierte zu arbeiten, was sie zunächst vor einer Vergewaltigung bewahrt. Doch der jüngere der beiden Soldaten kommt am nächsten Tag wieder – und will sie dieses Mal bezahlen … Schnell stellt sie fest, dass er noch unerfahren ist und nie zuvor mit einer Frau geschlafen hat. Durch eine sonderbare Kraft ist sie von seiner Unbeholfenheit angetan. Die beiden beginnen eine Beziehung, von der sie ihrem noch immer schlafenden Ehemann alles berichtet … 

Origin: ARTE F Land: Belgien, Frankreich, Deutschland Jahr: 2012 Als Live verfügbar: ja Tonformat: Stereo Bildformat: HD, 16/9 Arte+7: 21.10-29.10.2015 

Autor: Atiq Rahimi 
Drehbuch: Atiq Rahimi, Jean-Claude Carrière 
Regie: Atiq Rahimi 
Kamera: Thierry Arbogast 
Musik: Max Richter 
Produktion: The Film, Razor Film, ARTE France Cinéma, Studio 37, Jahan-e-Honar Productions Produzent/-in: Michael Gentile, Gerhard Meixner, Rémi Burah, Roman Paul, Hani Farsi 
Schnitt: Hervé de Luze

Mit:
Golshifteh Farahani(Frau)
Hamidreza Javdan(Mann)
Hassina Burgan (Tante)
Massi Mrowat(junger Soldat)


Mittwoch, 21. Oktober 2015

I AM SAMI -



We have 4 days left.
We have until 25th October – so far we have reached over 1567 votes; your vote is to promote this film which was entirely shot in Kurdistan as a UK/ Kurdistan co-production.
Dear friends, Please VOTE for our film, I Am Sami – click on the link of the film festival, go to their page, click next to I Am Sami, and then at the bottom of the page click VOTE – Done, not even a minute and your VOTE counts – it could win us an award. Thank you very much, Kae Bahar and I Am Sami Team
https://www.youtube.com/watch?v=rN3sgIVqizs&feature=youtu.be
http://www.thefilmreporter.com/…/vot…/Voting_IFFPIE_2015.htm