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Freitag, 29. April 2016

ROG-Podiumsdiskussion am 3. Mai: Pressefreiheit in Gefahr – auch in Deutschland?

Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit lädt Reporter ohne Grenzen gemeinsam mit dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger, der Stiftung Lesen und dem Salon Karl-Marx-Buchhandlung ein zur Podiumsdiskussion und Buchvorstellung:

PRESSEFREIHEIT IN GEFAHR – AUCH IN DEUTSCHLAND?

am Dienstag, 3. Mai 2016, 18:30 Uhr
im Salon Karl-Marx-Buchhandlung
Karl-Marx-Allee 78, 10243 Berlin

Im Rahmen der Veranstaltung stellt Reporter ohne Grenzen um 18:30 Uhr das neue Buch „Fotos für die Pressefreiheit 2016“ vor, das den weltweiten Stand der Pressefreiheit dokumentiert. Die aktuellen Entwicklungen in Deutschland werden anschließend in einer offenen Diskussion mit dem Publikum erörtert, allen voran mit den teilnehmenden Schülern und Studenten.

Die Podiumsrunde um 19:30 Uhr fragt nach den Ursachen und Folgen der zunehmenden Anfeindungen und Übergriffe gegen Journalisten hierzulande (Stichwort „Lügenpresse“). Inwieweit lässt sich diese Entwicklung mit anderen Ländern vergleichen? Was können Medien und Gesellschaft ihr entgegensetzen?

An der Diskussion nehmen teil:
DANIELA SCHADT, Journalistin und Lebensgefährtin des Bundespräsidenten,
PETER BANDERMANN, Journalist (Ruhr Nachrichten) und Preisträger der Goldenen Victoria für Pressefreiheit
GEMMA PÖRZGEN, Vorstandsmitglied Reporter ohne Grenzen
STEPHAN SCHERZER, Hauptgeschäftsführer Verband Deutscher Zeitschriftenverleger

Deutschlandradio Kultur zeichnet die einstündige Debatte auf und wird sie in seiner Sendung „Wortwechsel“ am 6. Mai ausstrahlen.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 2. Mai per E-Mail an Jacqueline Steiger: j.steiger@vdz.de

Diese Einladung auf der ROG-Webseite: http://t1p.de/2abp

NJMR Nordic Journal of Migration Research Call for Proposals – Special Issues for 2018


The editors-in-chief for the journal Nordic Journal of Migration Research invite proposals for Special Issues with deadline June 1st 2016. Decisions will be taken by end of June 2016.

The proposal should include:



·The title and description of the theme, including a statement of what kind of a significant contribution the proposed issue will make to the field of migration research more broadly. (A Special Issue cannot be a mere collection of articles on the same topic.)

· Short bios of guest editors as well as contact details

· Abstracts of the articles to be included in the issue, contact details and bios of all the authors

· Suggested timetable In order to discuss the relevance of their topic for NJMR, potential special issue editors may want to contact the editors-in-chief before submitting a special issue proposal. A preliminary approval of the topic by the editors-in-chief is, however, not a decision of acceptance, and all articles are subject to peer review. Normally, Special Issues consists of maximum 6 articles (8,000 words) as well as a shorter Introduction (4, 000 words). Potential special issue editors may want to collect special issue articles in different ways. Those who want to announce an open call for abstracts should not mention NJMR in the call. However, if the call is sent to a selected, closed group of potential authors, NJMR can be mentioned as the intended journal to propose a submission, making it also clear that the call is not made on behalf of NJMR. In all cases, it is important to inform the potential authors that all articles will go through a blind referee process, which will determine the eventual outlook of the issue. Only papers that pass the review process and are revised accordingly can be published.

The peer-review process in NJMR special issues works on three levels:

(1) The guest editors pre-review the articles, after which

(2) each article will be sent to two external referees. (Normally, articles submitted to NJMR are sent to 2-3 external referees, but with special issues we place additional responsibility on the pre-screening to the guest editors.)

(3) After this referee process, the editors-in-chief will also comment on the coherence of the whole issue in addition to commenting on individual papers.

The first available slot for the Special Issues accepted in this competition is Spring 2018 (March-April), for which the manuscripts should be submitted by early October 2016. (For Special Issues, the entire process from first submissions to revision(s) to acceptance to copyediting to publication takes 15-18 months.) For information on the proposal outline, please see: http://www.degruyter.com/view/j/njmr

NJMR special issue proposals should be sent to the editors-in-chief Synnøve Bendixsen (synnove.bendixsen(at)uib.no<mailto:synnove.bendixsen(at)uib.no>) or Lena Näre (lena.nare(at)helsinki.fi<mailto:lena.nare@helsinki.fi>).


Dienstag, 26. April 2016

Bildband „Fotos für die Pressefreiheit 2016“ erscheint am 3. Mai, dem Internationalen Tag der Pressefreihei

Am 3. Mai, dem Internationalen Tag der Pressefreiheit, erscheint der Bildband „Fotos für die Pressefreiheit 2016“. Er berichtet in bewegenden Bildern von den Brennpunkten des Nachrichtengeschehens weltweit. Bildstrecken renommierter Fotografen werden durch Texte ergänzt, in denen diese erklären, was sie antreibt und welchen Schwierigkeiten sie bei ihrer Arbeit gegenüberstehen. Nachfolgend finden Sie Presseinformationen zum Band, die Bestelladresse für REZENSIONSEXEMPLARE, den Link zum Download der PRESSEBILDER und INTERVIEWANGEBOTE mit beteiligten Fotografen.




+++++ INFORMATION ROG-BILDBAND „FOTOS FÜR DIE PRESSEFREIHEIT 2016“ +++++

Surrealistische Kompositionen aus Syrien, grellbunt inszenierte Kampfszenen aus Bangladesch: Es sind keine gewöhnlichen Nachrichtenbilder, mit denen der Band „Fotos für die Pressefreiheit 2016“ die gravierenden Umbrüche des vergangenen Jahres dokumentiert. Renommierte Fotografen eröffnen mit ihrem besonderen Blick neue Perspektiven auf Brennpunkte des Nachrichtengeschehens und erzählen Ereignisse neu, die für tagesaktuelle Medien tausendfach abfotografiert, aber dadurch nicht unbedingt besser verständlich wurden.

Omar Imam aus SYRIEN etwa fotografiert Flüchtlinge nicht nur, er ist selbst einer. Seine aufwändig inszenierten Bilder entstanden in Zeltlagern im Libanon und zeigen statt bloßer Opfer Menschen mit ihren Träumen und Ängsten. Der international bekannte Kriegsfotograf Yannis Behrakis aus GRIECHENLAND ist heute vor allem in seiner Heimat im Einsatz, seine Bilder entkräfteter Flüchtlinge an den griechischen Küsten gingen um die Welt. Der ROG-Fotoband zeigt seine eindrucksvolle Dokumentation verzweifelter Pensionäre und arbeitsloser Griechen. Tamas Soki aus UNGARN, dessen Land im Sommer 2015 ebenfalls zehntausende Flüchtlinge durchquerten, hielt nicht deren Elend im Bild fest, sondern schildert mit kühler Präzision den Bau eines 175 Kilometer langen Grenzzauns.

Der Fotograf Jahangir Yusif aus ASERBAIDSCHAN setzt den auf Hochglanz polierten Fotos, die das Regime in Baku verbreitet, realistische Szenen entgegen und zeigt die Armut der Bevölkerung. Sarker Protick aus BANGLADESCH wiederum nutzt gerade die extreme Inszenierung in den Filmstudios von Dhaka, um über Gewalt, Korruption und Extremismus in seiner Heimat zu erzählen. Die Fotokünstlerin Tina Remiz hatte die immer gleichen Nachrichtenbilder satt, mit denen internationale Medien über den Konflikt in der UKRAINE berichten. Sie bat Fotografen beider Seiten um Szenen aus deren Alltag und ließ ihre Bilder zu bemerkenswerten Collagen verschmelzen.

Weit weniger beachtet ist der Bürgerkrieg in KOLUMBIEN, über den der deutsche Fotograf Jonas Wresch berichtet: In einer der am härtesten umkämpften Gegenden des Landes hat er Ureinwohner begleitet, die der Gewalt mit einer unbewaffneten Schutztruppe trotzen. Den Alltag in ALBANIEN dokumentiert der heute in Griechenland lebende Fotograf Enri Canaj. Nach Jahren im Exil kehrte er in ein Land zurück, das ihm fremd geworden war, und schuf ein feinsinniges Porträt seiner Menschen.

Mehr als 20 Fotografinnen und Fotografen haben Reporter ohne Grenzen ihre Werke für das diesjährige Fotobuch unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Reporter ohne Grenzen finanziert sich neben Spenden und Mitgliedsbeiträgen durch den Verkauf des Fotobuchs. Der Erlös fließt vollständig in Pressearbeit und Nothilfe wie Anwaltskosten und medizinische Hilfe für verfolgte Journalisten. 2010 wurde der Bildband mit dem kress Award für den besten Relaunch ausgezeichnet.

Der syrische Fotograf OMAR IMAM, der selbst vor dem Bürgerkrieg in Syrien fliehen musste, hat in Zeltlagern im Libanon syrische Flüchtlinge fotografiert. Seine aufwändig inszenierten Porträts setzen den Statistiken des täglichen Nachrichtenstroms Persönlichkeiten mit ihren Wünschen, Träumen und Ängsten entgegen. Imam floh Ende 2012 aus Damaskus und lebt heute als Fotograf und Filmemacher in Beirut. Er steht vom 1. bis 3. Mai in Berlin für Interviews auf Englisch und Arabisch zur Verfügung.



(Informationen zum Fotobuch auf der ROG-Webseite: http://t1p.de/6xn8)

Montag, 25. April 2016

Migration and Law Network 2016 Conference with QMUL, 27 June 2016 - 28 June 2016, London

Hab ich eigentlich mal erzählt, daß mir gerade wieder eingefallen ist, wie ein blinder Sänger der Traumzeit hieß ...?

Hab ich nicht ? Ok, also ... QMUL heißt zumindest mal "Queen Mary University of London".

Time: 9:00am - 5:00pm
Venue: Mason Lecture Theatre, The Bancroft Building, Queen Mary University of London, Mile End Campus, Mile End Road, London E1 4NS

'Europe’s crisis: What future for immigration and asylum law and policy?'

The European Union is today faced by significant movements of refugees and migrants from places, which have experienced war or economic / environmental pressure. Combined with recent terrorist attacks, these developments have led some to doubt the viability of the EU migration framework. At the same time, they have led to arguments for new action by EU institutions and agencies, and by neighbouring countries. New forms of solidarity have been sought by some states and sections of public opinion, but rejected by others. Given the current sense of crisis, there are great uncertainties as to the future direction of the EU migration framework, as well as its content. Against this background, the conference will be addressing the main legal and policy aspects of the ongoing EU migration crisis.

This conference is hosted by the Centre for Culture and Law (GLOCUL) and the Centre for European and International Legal Affairs (CEILA), Queen Mary University of London (QMUL).

The Migration and Law Network

The Migration and Law Network was set up in 2007 to promote migration law as a subject within United Kingdom universities. It is overseen by a steering committee of academics and other professionals in the immigration law field. It runs the Migration and Law mailing list for those who work in the field, for which subscription requests may be made at their website. Further information about the network or mailing list may be obtained from the network’s co-chairs, Bernard Ryan: bernard.ryan@le.ac.uk and Prakash Shah: prakash.shah@qmul.ac.uk.

For more information on this event, please email lawevents@qmul.ac.uk.

FLUCHT 2.0 im Dommuseum - Ausstellung wird verlängert und wurde für Sonderpreis nominiert

Aufgrund des großen Interesses verlängert das Mainzer Dommuseum die aktuell gezeigt Sonderausstellung FLUCHT 2.0 - an odyssey to peace bis zum 29. Mai.

Mit Handyfotos und -filmen, selbst gedrehten Interviews und interaktiven Installationen erzählen acht Geflüchtete von ihrem weiten Weg aus Afghanistan, Eritrea, Pakistan und Syrien nach Deutschland. In sechs Stationen – Aufbruch, Marsch, Lager, Mittelmeer, Europa, Ankommen – zeichnen sie ihre persönlichen Fluchterlebnisse nach und zeigen auch, wie sie ihre erste Zeit in Deutschland erlebt haben. Unter der Leitung der Kunstdozentin Dr. Doaa Elsayed und der Journalistin Jeanette Schindler entstand so ein sehr persönliches Dokument über Aufbruch und Ankommen, dass den bloßen Flüchtlingszahlen ein menschliches Gesicht verleiht.
Das Projekt wurde vor wenigen Tagen von der Kulturstaatsministerin für den „Sonderpreis für Projekte zur kulturellen Teilhabe geflüchteter Menschen“ nominiert. Der Preis würdigt Initiativen, die das Zusammenleben von geflohenen und einheimischen Menschen erleichtern sollen. Aus über 150 Vorschlägen wurden 10 Projekte ausgewählt. Die drei Preisträger werden im Mai zum Auftakt der Initiative „Kultur öffnet Welten“ in Berlin geehrt.



Konzept der Ausstellung

Flucht 2.0 – an odyssey to peace

Acht Flüchtlinge haben fast ein Jahr an der Ausstellung gearbeitet. Sie kommen aus Afghanistan, Eritrea, Pakistan und Syrien, sind Muslime und orthodoxe Christen und sprechen drei verschiedenen Sprachen: Arabisch, Tigrinia und Englisch. Gemeinsam mit zwei Projektleiterinnen, der Journalistin Jeanette Schindler und der Kunstdozentin Dr. Doaa Elsayed, haben sie das Ausstellungskonzept entwickelt.

Die Ausstellung zeigt in sechs Stationen – Aufbruch, Marsch, Lager, Mittelmeer, Europa, Ankommen – die persönlichen Fluchterlebnisse der Gruppenmitglieder und wie sie ihre erste Zeit in Deutschland erlebt haben. Die Flüchtlinge in Deutschland sehen sich oft der vorwurfsvollen Frage ausgesetzt, warum sie teure Smartphones besitzen. Ein Aspekt der Ausstellung ist daher, deutlich zu machen, wie wichtig neue Medien für Menschen auf der Flucht sind und wie sie genutzt werden. In der Ausstellung werden stark vergrößerte Handyfotos präsentiert, die Menschen auf ihrem Weg nach Deutschland gemacht haben. Außerdem sind Facebook-Einträge von Geflüchteten und auch von Schleusern zu sehen. In selbstgedrehten Kurzfilmen erzählen die Gruppenmitglieder persönliche Erfahrungen auf ihrem Weg nach Deutschland. Interaktive Installationen sollen dem Ausstellungsbesucher diese Erfahrungen näher bringen. So können die Besucher in einem nachgebauten Flüchtlingsboot Platz nehmen. Zudem zeigen die Projektmitglieder persönliche Dinge, die sie auf ihrer Flucht auf keinen Fall verlieren wollten. In der letzten Station der Ausstellung befassen sie sich mit ihren Eindrücken und Gefühlen während der ersten Zeit in Deutschland – ein Aspekt, der bisher in der gesamten Flüchtlingsdebatte völlig untergegangen ist.

Ziel des Ausstellungsprojekts

Flüchtlinge sind in mehrfacher Hinsicht ihrer Stimme beraubt. Weil sie überwiegend kein Deutsch sprechen, können sie weder ihre Gefühle und Bedürfnisse artikulieren, noch Freundschaften knüpfen. Dazu kommt, dass der „lange Arm“ der Unterdrückerregime, aus denen sie geflohen sind, oft bis in ihre Zufluchtsländer reicht. Sie können selbst in Deutschland nicht frei und öffentlich ihre Interessen vertreten oder über ihre traumatischen Erfahrungen sprechen, auch weil sie fürchten müssen, damit ihre zurückgebliebenen Angehörigen in Gefahr zu bringen. Das Rahmenprogramm der Ausstellung wird Geflüchteten, Helfern, Gemeinden und Verantwortlichen im Bereich Migration sowie allen Interessierten breiten Raum bieten, miteinander ins Gespräch zu kommen und einen Blick in die gemeinsame Zukunft zu werfen.

Samstag, 23. April 2016

ROG-Fachtagung: Menschenrechtliche Anforderungen an die BND-Kommuni- kationsüberwachung

Reporter ohne Grenzen lädt ein zur Fachtagung:

GRUND- UND MENSCHENRECHTLICHE ANFORDERUNGEN
AN DIE KOMMUNIKATIONSÜBERWACHUNG DES BUNDESNACHRICHTENDIENSTES


Eine Kooperationsveranstaltung von Reporter ohne Grenzen, dem Deutschen Institut für Menschenrechte, Amnesty International, der Humanistischen Union, der Internationalen Liga für Menschenrechte und dem Whistleblower-Netzwerk

am 10. Mai 2016
von 12:45 bis 18:30 Uhr
in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften,
Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin.

Die Enthüllungen Edward Snowdens haben das Ausmaß der internationalen Kommunikationsüberwachung deutlich gemacht. Menschenrechtsgremien und Nichtregierungsorganisationen haben wiederholt ihre Sorge geäußert und angemahnt, dass geheimdienstliche Eingriffe in das Recht auf Privatsphäre rechtmäßig, erforderlich und angemessen sein müssen, unabhängig von Nationalität oder Standort der Betroffenen. In Deutschland stehen Pläne zur Regulierung der Auslandsaufklärung des Bundesnachrichtendienstes auf der Tagesordnung, seit erhebliche Zweifel an der Legalität seiner Kommunikationsüberwachung im NSA-Untersuchungsausschuss deutlich wurden.

Welche grund- und menschenrechtlichen Anforderungen sind dabei zu beachten? Sollte nur der Zugriff auf die Auslandskommunikation an den Kommunikationsknoten im Inland geregelt werden oder auch die Überwachung des Bundesnachrichtendienstes im Ausland? Reicht es, allein Bürgerinnen und Bürger aus befreundeten Staaten unter besonderen Schutz zu stellen oder gilt das grundgesetzlich geschützte Fernmeldegeheimnis weltweit? Und wie könnte eine Kontrolle der nachrichtendienstlichen Kommunikationsüberwachung ausgestaltet sein, die die Rechte Betroffener wirksam schützt?

Programm:

12:45 – 13:00 Uhr           Ankunft

13:00 – 13:15 Uhr           Begrüßung: ERIC TÖPFER, Deutsches Institut für Menschenrechte

13:15 – 13:45 Uhr           Einführung: GEORG MASCOLO, Leiter des Rechercheverbunds von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR

13:45 – 15:45 Uhr          Grund- und menschenrechtliche Fragen:
- Prof. Dr. MATTHIAS BÄCKER, Leiter des Zentrums für Angewandte Rechtswissenschaft am Karlsruher Institut für Technologie
- Prof. Dr. CHRISTOPH GUSY, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Staatslehre und Verfassungsgeschichte der Universität Bielefeld
- Prof. Dr. BEATE RUDOLF, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte
- Moderation: LENA ROHRBACH, Amnesty International

15:45 – 16:15 Uhr           Kaffeepause

16:15 – 18:15 Uhr           Kontrollregime:
- N.N., Behörde der Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit (angefragt)
- WOLFGANG NESKOVIC, , Richter am Bundesgerichtshof a.D. und ehemaliges Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremiums
- Dr. THORSTEN WETZELING, Leiter des Privacy Project der stiftung neue verantwortung
- Moderation: SVEN LÜDERS, Humanistische Union

18:15 – 18:30 Uhr           Schlusswort: CHRISTIAN MIHR, Reporter ohne Grenzen

Der Veranstaltungsort ist rollstuhlgerecht. Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie besondere Unterstützungsbedarfe haben. Angemessene, mit der Veranstaltung verbundene Vorkehrungen treffen wir gerne im Rahmen unserer Möglichkeiten für Sie. Wir freuen uns über Ihre Mitteilung bis zum 30. April 2016.

Zum Anmeldeformular:
http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/kommunikationsueberwachung

TechRaking mit dem CIR und Google in Berlin

Gemeinsam mit dem Center for Investigative Reporting und dem Google News Lab veranstalten wir kommenden Freitag und Samstag ein TechRaking in Berlin. Kreative und investigative Journalisten setzen sich zusammen mit Designern und Programmierern. Gemeinsam denken wir darüber nach, wie wir in Zukunft bessere europäische Recherchen und Geschichten erzählen können. Wie können wir als Bürger die kulturellen Grenzen in Zukunft mehr und mehr überwinden?  

29.04.2016, 19:00 Uhr
CAFE NEST
Görlitzer Str. 52
10997 Berlin

30.04.2016, 9.30 Uhr
CORRECTIV-Redaktion
Singerstraße 109
10179 Berlin
 

Donnerstag, 21. April 2016

Dunk den Herrn! Kebekus! Feat. Mc Rene, Sister Mary Minaj, DJ Mess-Dee-Naa


Reden wir mal über Befindlichkeiten.

Nichts gegen Comedy, aber Herr Böhmermann wird einfach überbewertet...



Veröffentlicht am 30.05.2013
Imagevideo für die katholische Kirche! Kebekus! Featuring Lana del Reue, Sister Mary Minaj, DJ Mess-Dee-Naa und MC Rene als holy holy Hostienmaster! Get down!

Mittwoch, 20. April 2016

Reporter ohne Grenzen veröffentlicht Rangliste der Pressefreiheit 2016 - Journalisten unter Druck durch Autokraten, Konflikte und Sicherheits- gesetze

20.04.2016 – Journalisten und unabhängige Medien stehen weltweit unter zunehmendem Druck. In allen Weltregionen ist im vergangenen Jahr ein Rückgang ihrer Freiräume zu beobachten gewesen. Das geht aus der Rangliste der Pressefreiheit 2016 hervor, die Reporter ohne Grenzen am Mittwoch veröffentlicht hat. Zunehmend autokratische Tendenzen in Ländern wie Ägypten, Russland oder der Türkei tragen zu diesem Trend ebenso bei wie die bewaffneten Konflikte etwa in Libyen, Burundi und dem Jemen. Negativ wirken sich auch die Bestrebungen der Regierungen in Ländern wie Polen und Ungarn aus, staatliche und private Medien unter ihren Zugriff zu bringen.

 „Viele Staatsführer reagieren geradezu paranoid auf legitime Kritik durch unabhängige Journalisten“, sagte ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske. „Wenn sich selbstherrliche Präsidenten und Regierungen per Gesetz jeder Kritik entziehen, fördert das Selbstzensur und erstickt jede politische Diskussion. Dabei sind lebendige, debattierfreudige Medien gerade dort nötig, wo die Probleme am größten sind und sich Gesellschaften über den besten Weg in die Zukunft verständigen müssen.“

Zu den Gefahren für die unabhängige Berichterstattung gehören auch medienfeindliche, oft religiös eingefärbte Ideologien sowie repressive Sicherheitsgesetze. Viele Länder haben Gesetze verabschiedet, mit denen Journalisten etwa wegen vermeintlicher Präsidentenbeleidigung, Gotteslästerung oder Unterstützung terroristischer Gruppen ins Gefängnis gebracht werden können. Eine weitere Gefahr geht von Oligarchen aus, die Medien in ihrem Besitz für ihre politischen oder wirtschaftlichen Zwecke instrumentalisieren wollen.

DEUTSCHLAND hat sich in der diesjährigen Rangliste um vier Plätz auf Rang 16 verschlechtert - eine Folge der stark gestiegenen Zahl von Anfeindungen, Drohungen und gewalttätigen Übergriffen gegen Journalisten.

Die Rangliste der Pressefreiheit 2016 vergleicht die Situation für Journalisten und Medien in 180 Staaten und Territorien. Untersucht wurde im Wesentlichen das Kalenderjahr 2015. Grundlagen der Rangliste sind ein Fragebogen zu allen Aspekten unabhängiger journalistischer Arbeit sowie die von ROG ermittelten Zahlen von Übergriffen, Gewalttaten und Haftstrafen gegen Journalisten. Daraus ergeben sich für jedes Land Punktwerte, die im Verhältnis zu den Werten der übrigen Länder die Platzierung in der Rangliste bestimmen. Je nach dem Abschneiden anderer Länder kann ein Land deshalb im Einzelfall in der Rangliste aufrücken, obwohl sich seine Punktzahl verschlechtert hat.

WICHTIGE AUF- UND ABSTEIGER

Größte Absteiger in der Rangliste 2016 sind TADSCHIKISTAN (Platz 150, -34) und BRUNEI (155, -34). In Tadschikistan macht Präsident Emomali Rahmon unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung Kritiker mundtot. In Brunei nimmt angesichts der schrittweisen Einführung der Scharia und eines Blasphemieverbots die Selbstzensur zu. POLEN stürzte um 29 Plätze auf Rang 47 ab – eine Folge der zielgerichteten Bestrebungen der neuen Regierung, die Eigenständigkeit der öffentlich-rechtlichen Medien einzuschränken und private Medien zu „repolonisieren“.

Größter Aufsteiger ist TUNESIEN (96, +30), das ungeachtet aller weiterhin bestehenden Defizite die Früchte der Medienreformen seit dem Umbruch von 2011 zu ernten beginnt. Gewalt und Prozesse gegen Journalisten sind dort weiterhin ein Problem, aber in der Tendenz rückläufig. Die UKRAINE (107) wird dank deutlich zurückgegangener Gewalt gegen Journalisten und überfälliger Reformen 22 Plätze höher platziert, leidet aber weiterhin unter Problemen wie der übermächtigen Rolle der Oligarchen für die Medienlandschaft und dem Informationskrieg mit Russland.

PRESSEFREIHEIT IN EUROPA

Im vergangenen Jahr hat sich eine schon 2014 begonnene Erosion der europäischen Vorreiterrolle bei der Pressefreiheit fortgesetzt. Gesetze gegen Terrorismus und Spionage wurden zur Einschränkung von Freiheitsrechten missbraucht, Gesetze zur massenhaften digitalen Überwachung verabschiedet.  Öffentliche sowie teils auch private Medien gerieten zunehmend unter Druck.

Eine zunehmende Gefahr für die journalistische Unabhängigkeit geht in einigen europäischen Ländern von Großkonzernen aus, die nicht nur immer mehr Medien kontrollieren, sondern auch anderweitige Geschäftsinteressen verfolgen. So gehören in FRANKREICH (45, -7) mittlerweile die meisten privaten Medien von nationaler Bedeutung wenigen Unternehmern, deren wirtschaftliche Interessen vor allem in anderen Branchen liegen. In BULGARIEN (113, -7) kontrollieren Politiker und Oligarchen den Großteil der Medien; zugleich nimmt Gewalt gegen Journalisten zu.

Gewalt und Anfeindungen bis hin zu Todesdrohungen gegen Journalisten haben in DEUTSCHLAND (16, -4) 2015 massiv zugenommen. Insgesamt zählte Reporter ohne Grenzen mindestens 39 gewaltsame Übergriffe gegen Journalisten – insbesondere bei Demonstrationen der Pegida-Bewegung und ihrer regionalen Ableger, bei Kundgebungen rechtsradikaler Gruppen oder auf Gegendemonstrationen. (Mehr zum Stand der Pressefreiheit hierzulande in der NAHAUFNAHME DEUTSCHLAND, die in Kürze auf der ROG-Webseite zum Download bereitgestellt wird.)

Selbst in SCHWEDEN (8, -3), das traditionell zu den Ländern mit der ausgeprägtesten Pressefreiheit gehört, klagen im Zeichen einer stärker werdenden nationalistischen Strömung erschreckend viele Journalisten über Drohungen. Gewalt gegen Journalisten ist auch in KROATIEN (63, -5) und SERBIEN (59, +8) ein anhaltendes Problem. In UNGARN (67, -2) definiert und überwacht mittlerweile ein von der Regierung kontrollierter Medienrat die Einhaltung des „öffentlichen Anstands“.

In der TÜRKEI (151, -2) gingen Regierung und Justiz nicht zuletzt im Zeichen des wiederaufgeflammten Konflikts mit den Kurden massiv gegen kritische Medien vor. Wiederholt wurden Nachrichtensperren verhängt, Redaktionen überfallen oder unter staatliche Zwangsverwaltung gestellt, ausländische Reporter festgenommen und kritische Journalisten mit Klagen überzogen. Hinzu kamen Mordanschläge auf mehrere syrische Medienaktivisten, die in die Türkei geflüchtet waren.

RUSSLAND verbesserte seinen Rang (148, +4) nur relativ zu den Verschlechterungen in seinem Umfeld. Tatsächlich hat die Verfolgung von Kritikern dort weiter zugenommen und strahlt mittlerweile als Negativmodell in die Nachbarstaaten aus. Zuletzt sahen sich etwa mehrere ausländische Verlage gezwungen, wegen neuer Beschränkungen ihre Anteile an russischen Medien zu verkaufen. Unter zunehmendem Druck stehen auch Nichtregierungsorganisationen, die sich für Medienfreiheit einsetzen. Immer unverhohlener versucht Russland, auf die Berichterstattung im Ausland Einfluss zu nehmen.

Nebulöse Gefahren für den Staat müssen als Rechtfertigung für immer härtere Repressionen gegen die wenigen verbliebenen unabhängigen Journalisten in USBEKISTAN (166, unverändert), KASACHSTAN (160, unverändert), ASERBAIDSCHAN (163, -1) und BELARUS (157, unverändert) herhalten, deren Regime Proteste infolge der Wirtschaftskrise und Proteste wie 2013/2014 auf dem Kiewer Maidan verhindern wollen.

NAHER OSTEN UND NORDAFRIKA

Im Nahen Osten und Nordafrika sind Journalisten vielerorts in der Klemme zwischen Kriegsparteien, äußerst repressiven Regierungen und Extremisten, die jede unabhängige Berichterstattung verhindern wollen. Am schlimmsten in der Region war die Lage wie in den vergangenen vier Jahren in SYRIEN (177, unverändert), wo Journalisten gezielter und teils bestialischer Gewalt ausgesetzt sind. Extremismus, wankende politische Ordnungen und Straflosigkeit für Gewalttaten machen Journalismus im IRAK (158, -2), in LIBYEN (164, -10) und dem JEMEN (170, -2) zu einem lebensgefährlichen Beruf.

In anderen Staaten der Region herrscht zwar formell Frieden, in der Praxis aber vor allem der Polizeistaat. In ÄGYPTEN (159, -1) etwa sitzen mehr als 20 Journalisten wegen ihrer Arbeit im Gefängnis, viele von ihnen seit zwei Jahren oder länger. Viele werden misshandelt gefoltert und – wenn überhaupt – in absurden Massenprozessen abgeurteilt. ALGERIEN (129, -10) machte mit der Schließung zweier Fernsehsender von sich reden, KUWAIT (103, -13) mit der Verabschiedung eines bedenklichen Gesetzes gegen Internetkriminalität.

Neben Tunesien sind in der Region der LIBANON (98, unverändert) und ISRAEL (101, unverändert) am höchsten platziert.

ASIEN

In Asien hat die Situation in den meisten Ländern stagniert oder sich verschlechtert – einschließlich in Demokratien, die bislang als regionale Modelle galten. So greift in JAPAN (72, -11) seit dem Inkrafttreten eines weitreichenden Geheimschutzgesetzes Ende 2014 zunehmend Selbstzensur um sich. In SÜDKOREA (70, -10) zeigt sich die Regierung immer intoleranter gegen Kritik und verschärft die ohnehin starke Polarisierung der Medien. In HONGKONG (69, +1) stellen Übernahmen durch Geschäftsleute aus China zunehmend die Unabhängigkeit der Medien in Frage.

In CHINA (176, unverändert) erreicht die Repression unter Präsident Xi Jinping ungeahnte Ausmaße. Das Regime schreckt weder vor Entführungen noch vor erzwungenen Schaugeständnissen im Fernsehen oder vor Drohungen gegen Familien unliebsamer Journalisten zurück, um seinen absoluten Kontrollanspruch über die Medien durchzusetzen.

In MYANMAR (143, +1) sind inzwischen die Grenzen des Öffnungskurses deutlich erkennbar, ebenso wie auf den PHILIPPINEN (138, +3) die Wirkungslosigkeit der Maßnahmen zum besseren Schutz von Journalisten. INDIEN (133, +3) und BANGLADESCH (144, +2) sind angesichts schwerer Gewalttaten gegen Medienschaffende weitgehend tatenlos geblieben. Bei Journalisten in SRI LANKA (141, +24) schwindet nach dem Ende der Ära von Präsident Mahinda Rajapaksa die Angst vor Drohanrufen oder erzwungenem Verschwindenlassen.

AMERIKA

In Amerika ist die Pressefreiheit Angriffen von vielen Seiten ausgesetzt: In KOLUMBIEN (134, -6) und weiten Teile Mittelamerikas wie etwa HONDURAS (137, -5) machen die Aktivitäten von Drogenkartellen und paramilitärischen Gruppen investigativen Journalismus lebensgefährlich. Besonders häufig sind Morden an Journalisten in MEXIKO (149, -1); besonders stark verschlechtert hat sich die Lage in EL SALVADOR (58, -13) seit dem Amtsantritt von Präsident Salvador Sánchez Cerén, der den Medien eine „psychologische Terrorkampagne“ gegen sich vorgeworfen hat.

In den USA (41, +8) gehen die größten Gefahren für die Pressefreiheit von der digitalen Überwachung sowie von der juristischen Kampagne der Regierung gegen Whistleblower und Investigativjournalisten aus. In VENEZUELA (139, -2) und ECUADOR (109, -1) ist Druck der Behörden das größte Hindernis für unabhängigen Journalismus, in BRASILIEN (104, -5) Korruption und in ARGENTINIEN (54, +3) die hohe Medienbesitzkonzentration. KUBA bleibt abgeschlagen auf einem der letzten Plätze der Rangliste (171, -2) – trotz des außenpolitischen Tauwetters war dort 2015 keine Lockerung der weitreichenden staatlichen Kontrolle über die Medien zu erkennen.

AFRIKA

In Afrika ist das Land mit der stärksten Verschlechterung in der Rangliste der SÜDSUDAN (140, -15). Immer wieder werden Journalisten dort zu Opfern des seit 2013 andauernden Bürgerkriegs, aber auch einer Einschüchterungskampagne der Regierung. Drei Tage nach Drohungen von Präsident Salva Kiir gegen Journalisten wurde im vergangenen August ein Reporter vor seinem Büro ermordet; andere flohen ins Ausland, weil sie um ihr Leben fürchteten.

In BURUNDI (156, -11) sind Journalisten allen erdenklichen Arten von Repressionen ausgesetzt, seit Präsident Pierre Nkurunziza Anfang 2015 seine Bewerbung um eine dritte Amtszeit bekanntgab. Private Radiosender wurden mit schweren Waffen zur Schließung gezwungen, Journalisten willkürlich verhaftet und ihre Medien verboten. Mehr als 100 Journalisten flohen ins Exil, wer im Land bleibt und den Präsidenten kritisiert, riskiert Festnahme und Folter.

In der REPUBLIK KONGO (115, -8), UGANDA (102, -5) und DSCHIBUTI (172, -2) reagierten die Behörden mit Zensur, Festnahmen, Gewalt und Drohungen gegen Journalisten auf Berichte über die Aktivitäten der Opposition im Vorfeld der jeweiligen Wahlen im Frühjahr 2016.

Zunehmende Gewalt und ein Zusammenbruch der staatlichen Ordnung in Teilen des Landes prägten die Situation in NIGERIA (116, -5); Journalisten werden dort von der islamistischen Extremistengruppe Boko Haram, aber auch von staatlichen Sicherheitsbehörden bedroht. Auch in MALI (122, -4) verschlechterte sich die Lage durch die Präsenz dschihadistischer Gruppen; eine davon drohte in- und ausländischen Journalisten mit Enthauptung, wenn sie mit ausländischen Medien zusammenarbeiten.

SPITZENREITER UND SCHLUSSLICHTER

Die Spitzenplätze der Rangliste nehmen FINNLAND, die NIEDERLANDE und NORWEGEN ein. Dazu tragen etwa liberale Regelungen über den Zugang zu Behördeninformationen sowie der Schutz journalistischer Quellen bei. Am Ende der Rangliste halten sich unverändert ERITREA (180), NORDKOREA (179) und TURKMENISTAN (178) – Diktaturen, die die Medien ihrer Länder so gut wie vollständig kontrollieren. Eritrea lässt neuerdings zwar vereinzelt ausländische Journalisten ins Land reisen, hält deren einheimische Kollegen aber zum Teil seit fast 15 Jahren unter erbärmlichen Bedingungen gefangen.

GLOBALER INDIKATOR: PRESSEFREIHEIT WELTWEIT AUF DEM RÜCKZUG

Neben den Platzierungen der einzelnen Länder errechnet Reporter ohne Grenzen seit 2013 auch einen Indikator der Pressefreiheit weltweit. Dieser weist für 2015 einen eindeutigen Rückgang der Pressefreiheit aus. Von der vorigen zur aktuellen Rangliste ist der Indikator um 3,7 Prozent gesunken, seit 2013 um 13,6 Prozent. Am deutlichsten (-16 % seit 2013) ist der Rückgang beim Teilindikator für die Produktionsmittel von Medien: Einige Regierungen schrecken nicht vor Blockaden des Internets oder der Zerstörung von Redaktionsräumen, Sendetechnik oder Druckpressen zurück, um unliebsame Berichterstattung zu unterbinden.

Deutlich ist der globale Rückgang auch bei den juristischen Rahmenbedingungen (-10 % seit 2013). Dies spiegelt die vielen Gesetze wieder, die Präsidentenbeleidigung, Blasphemie oder Unterstützung des Terrorismus unter Strafe stellen und damit in einigen Ländern zu zunehmender Selbstzensur beitragen.

METHODIK DER RANGLISTE

Die jährliche Rangliste von Reporter ohne Grenzen bewertet die Lage der Presse- und Informationsfreiheit in 180 Ländern. Grundlage der Rangliste ist ein Fragebogen zu allen Aspekten unabhängiger journalistischer Arbeit, den Reporter ohne Grenzen in 20 Sprachen an Hunderte Journalisten, Wissenschaftler, Juristen und Menschenrechtsverteidiger weltweit sowie an sein eigenes Korrespondentennetzwerk verschickt. Die aktuelle Rangliste bezieht sich auf das Jahr 2015 sowie für Übergriffe, Gewalttaten und Haftstrafen zusätzlich auf den Zeitraum November bis Dezember 2014, der in der vorangegangenen Rangliste noch nicht berücksichtigt werden konnte.

Die insgesamt 87 qualitativen Fragen sind in sechs Kategorien unterteilt: Medienvielfalt, Unabhängigkeit der Medien, journalistisches Arbeitsumfeld und Selbstzensur, rechtliche Rahmenbedingungen, institutionelle Transparenz sowie Produktionsinfrastruktur. Aus den gewichteten Antworten wird eine Punktzahl zwischen 0 (optimal) und 100 (schlechtestmöglich) errechnet. Hinzu kommt eine quantitative Kategorie für Übergriffe, Gewalttaten und Haftstrafen gegen Journalisten, die Reporter ohne Grenzen nach festgelegten Kriterien selbst ermittelt. Sie fließt in eine Gesamtpunktzahl ein, aus der sich im Verhältnis zu den Ergebnissen der übrigen Länder der jeweilige Platz in der Rangliste ergibt. Die Punktzahl für Übergriffe kann den Rang eines Landes dabei nur verschlechtern, aber nicht verbessern.

Der Indikator der Pressefreiheit weltweit ergibt sich aus dem Durchschnitt mehrerer Indikatoren für die verschiedenen Weltregionen. Diese bilden ihrerseits jeweils den nach Bevölkerungszahlen gewichteten Durchschnitt der Punktzahlen der jeweiligen Staaten ab.

Goethe-Institut stellt Programm des Kultursymposiums Weimar vor

Die neue Veranstaltungsreihe KULTURSYMPOSIUM WEIMAR bringt erstmals internationale Expertinnen und Experten aus dem Netzwerk des Goethe-Instituts nach Deutschland, um globale Gesellschaftsfragen zu diskutieren. Vom 1. bis 3. Juni 2016 setzen sich hochkarätige Gäste aus Wirtschaft, Kultur und Politik mit dem Thema „Teilen und Tauschen“ als zeitlos-universelle Grundlagen menschlicher Kulturpraxis auseinander. Bei einem Pressegespräch wurde das Programm in Berlin vorgestellt.

Dreihundert Teilnehmende aus Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik diskutieren vom 1. bis 3. Juni 2016 in Weimar Ideen und Impulse zum Thema „Teilen und Tauschen“ in kreativer Atmosphäre. Klassische Formate wie Vorträge und Paneldiskussionen werden durch Fish Bowls, Tauschperformances und andere künstlerische Interventionen ergänzt. Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts, und Andreas Ströhl, Projektleiter des Kultursymposiums, gaben heute bei einem Pressegespräch in Berlin Einblicke in das Programm, das an drei Tagen mit rund 75 Veranstaltungen an 15 Spielorten in Weimar stattfindet. Perspektiven aus verschiedenen Kulturen wurden im Vorfeld in zahlreichen Veranstaltungen von Goethe-Instituten im Ausland erarbeitet.

Der Generalsekretär des Goethe-Instituts Johannes Ebert erklärte: „In einer Welt, in der die Grenzen zwischen Innen und Außen immer stärker verschwimmen, gewinnt die gemeinsame Diskussion über Ziele und Werte an Bedeutung. Mit dem weltweiten Netz des Goethe-Instituts bringen wir die klügsten Köpfe in Weimar zusammen. Dort wollen wir in kreativer Atmosphäre die künstlerische und diskursive Auseinandersetzung mit aktuellen Zukunftsthemen sichtbar machen.“ Ebenfalls sprachen Vertreter der Sponsoren Merck, Siemens und Volkswagen über ihr Interesse an der Thematik des Kultursymposiums, dessen Kernthese Projektleiter Andreas Ströhl definierte: „Wirtschaftliches Handeln ist Teil von Kultur – und muss als kulturelles Phänomen verstanden werden.“

Keynotes & Lectures
Zur Eröffnung des Kultursymposiums sprechen der tschechische Ökonom Tomáš Sedlácek und der amerikanische Gesellschaftstheoretiker und Bestsellerautor Jeremy Rifkin. Die Historikerin Ute Frevert untersucht das Vertrauen beim Teilen und Tauschen und die Soziologin Eva Illouz (Israel) spricht über die Paradigmen des Teilens. Vor dem Hintergrund von Migration, Flucht und wachsender Ungleichheit stellt der italienische Globalisierungskritiker Antonio Negri die Frage: „Was sind wir zu teilen bereit?“

Fish Bowl & World Café
Neben Vorträgen und Paneldiskussionen können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Themen in partizipativen Modellen weiterführen: Über „Sharing, Markt und Regeln“ sowie politische und rechtliche Antworten auf neue Geschäftsmodelle sprechen Michael Hüther (Köln), Evgeny Morozov (Stanford) und Ulrich Schwalbe (Hohenheim), danach wird mit der kooperativen Workshop-Methode World Café weiter diskutiert. Auch an die Paneldiskussion über „Shared Heritage” mit Neil MacGregor, Hermann Parzinger und Klaus-Dieter Lehmann wird sich ein World Café anschließen. Bei „Kauf dich glücklich!“ referieren zu den Paradoxien der spätmodernen Konsumkultur Hartmut Rosa (Jena), Joachim Klöckner (Berlin) und Atsushi Miura (Tokio), anschließend eröffnet eine Fish Bowl die Auseinandersetzung zum Thema in der „Goldfischglas“-Sitz- und Diskussionsordnung.

Künstlerische Interventionen
Der Schweizer Performancekünstler Martin Schick treibt mit „Halfbread-technique – Postkapitalismus für Anfänger“ die Prinzipien der Sharing Economy auf die Spitze. In „Positions“ erarbeitet die kroatische Choreografin Ivana Müller Ökonomie in verschiedenen Spielarten – als Bewegung, Identität, Emotion, Kapital, die auf dem „Schwarzmarkt“ verhandelt und getauscht werden können. Der koreanische Spiele-Entwickler Nolgong hat in Zusammenarbeit mit dem Dramaturgen Benjamin von Blomberg (München) ein teuflisches Spiel entwickelt, das in Weimar seine Deutschlandpremiere feiert: In „Being Faust – Enter Mephisto“ kann der Spieler am Smartphone Werte und Ideale tauschen. Der Kula-Ring wiederum ist ein ritueller Gabenaustausch, der im Bismarck-Archipel im Westpazifik traditionell praktiziert wurde. Den friedlichen und auf Ausgleich bedachten Tausch des Kula-Rings greifen Künstlerinnen und Künstler wie Newell Harry (Australien) und Donna Ong (Singapur) auf, deren Arbeiten in einer Ausstellung in der Weimarer Galerie Eigenheim zu sehen sind.

Das Kultursymposium Weimar
Das KULTURSYMPOSIUM WEIMAR greift gesellschaftliche Entwicklungen auf und stellt sie in einen kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenhang. Die Bedeutung von Kultur als Bindeglied von Gesellschaft und Trägerin gemeinsamer Werte wird dabei hervorgehoben. Die Begegnungen der rund dreihundert Teilnehmenden in Weimar dienen dem Austausch von europäischen Sichtweisen mit denen anderer Kulturkreise und bieten künstlerische und wissenschaftliche Zugänge zum Thema. Das Goethe-Institut unterstreicht damit die herausgehobene Bedeutung der Kulturstadt Weimar. Für das Kultursymposium wurde ein Kuratorium eingerichtet, dem Aleida Assmann, Christina von Braun, Neil MacGregor, Petros Markaris und Robert Wilson angehören.

Die Pressemappe zum KULTURSYMPOSIUM WEIMAR 2016 finden Sie hier zum Download: www.goethe.de/pressemappe

Das KULTURSYMPOSIUM WEIMAR ist für alle Interessierten zugänglich. Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen. Tickets sowie weitere Details zum Programm finden Sie unter: www.goethe.de/kultursymposium

Das KULTURSYMPOSIUM WEIMAR ist eine zweijährlich stattfindende Veranstaltungsreihe des Goethe-Instituts, in der globale Gesellschaftsfragen mit Expertinnen, Intellektuellen und Künstlern aus dem Netzwerk der Goethe-Institute weltweit diskutiert werden. Das erste KULTURSYMPOSIUM WEIMAR findet unter dem Titel „Teilen und Tauschen“ statt und wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von Merck, Siemens und Volkswagen. Medienpartner sind 3sat, Deutschlandfunk, brand eins und Le Monde diplomatique.